Anhebung des Eintrittsalters

Rente mit 70: Diese Jahrgänge könnte es nach der „niederländischen Regel“ treffen

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Das Renteneintrittsalter steigt auf 67 Jahre und könnte weiter angehoben werden. Welche Jahrgänge die Rente mit 70 nach der „niederländischen Regel“ treffen könnte.

Das Renteneintrittsalter wird in Deutschland schrittweise auf 67 Jahre angehoben – bis 2031. Nur noch wenige Jahrgänge dürfen vor 67 in den Ruhestand gehen. Die meisten können nur mit Abschlägen früher in Rente, frühestens mit 63 Jahren. Während es für manche schon kaum vorstellbar ist, bis zu dieser Altersgrenze Vollzeit berufstätig zu sein, wird immer wieder darüber diskutiert, das Renteneintrittsalter sogar noch weiter anzuheben.

Die Rente mit 70 ist immer wieder Gesprächsthema. Dabei gibt es bereits konkrete Vorschläge, welche Jahrgänge ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren treffen könnte.

Kommt die Rente mit 70? Das Eintrittsalter könnte weiter angehoben werden.

Renteneintrittsalter könnte mit der Lebenserwartung in Deutschland weiter steigen

Teile der CDU und einige Experten schlagen vor, das Renteneintrittsalter automatisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Das könnte langfristig tatsächlich zu einem Eintrittsalter von 70 Jahren oder mehr führen, wie unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) berichtet.

Ein Vorschlag, der schon etwas älter ist, lautet etwa, die Anhebung der Regelaltersgrenze auch über das Jahr 2030 hinaus weiterzuführen, schreibt die bpb. Das ifo Institut schlägt zum Anheben der Regelaltersgrenze die „niederländische Regel“ vor. Das Prinzip funktioniert so: Wenn Menschen drei Jahre länger leben, sollen sie zwei Jahre länger arbeiten und bekommen ein Jahr länger Rente.

Diese Jahrgänge könnte die Rente ab 70 nach der „niederländischen Regel“ treffen

Die Frankfurter Rundschau hat ausgerechnet, dass die Lebenserwartung um 4,5 Jahre steigen müsste, um einen Renteneintritt von 70 Jahren nach der „niederländischen Regel“ zu rechtfertigen. Schätzung zufolge steigt die Lebenserwartung in Deutschland pro Jahr aktuell etwa um 0,1 Jahre. Demnach wäre eine Lebenserwartung von 4,5 Jahren mehr erst in 45 Jahren erreicht.

Die ersten Jahrgänge, ab dem Geburtsjahr 2003, dürfte es fr.de zufolge also frühstens im Jahr 2070 treffen, mit einem Renteneintrittsalter von 70 Jahren. Wichtig: Beschlossene Sache ist die Rente ab 70 noch lange nicht. Diskutiert wird sie jedoch regelmäßig, die Debatte könnte mit der neuen Regierung wieder neu an Fahrt gewinnen.

Später in Rente gehen: Was es Arbeitnehmern bringt, länger im Job zu bleiben

Wer will, kann natürlich auch jetzt schon freiwillig über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten. Eine Pflicht, nach Erreichen des Eintrittsalters in den Ruhestand zu gehen, gibt es nicht. Im Gegenteil: Wer länger arbeitet, profitiert sogar: Rentner erhalten dadurch für jeden Monat einen Zuschlag.

Allerdings: Wie die Sparkasse berichtet, lehne die Mehrheit der Bevölkerung eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Umfragen zufolge sehen fast 70 Prozent der Befragten bereits eine Erhöhung auf 68 Jahren kritisch.

Neben einer möglichen Rente ab 70 werden auch andere Maßnahmen diskutiert. Wenn es etwa nach der neuen Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas geht, könnte Beamte und Selbstständige künftig verpflichtet werden, in die Rentenkasse einzuzahlen. Generell werden wohl mit der neuen Regierung einige Renten-Änderungen kommen – zum Beispiel soll es ab 2026 die „Frühstart-Rente“ geben.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Wolfilser

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