Entgeldpunkt und Arbeit

Experte warnt: Ein Rentenpunkt wird für viele kaum erreichbar

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2025 liegt das Durchschnittsentgelt bei 50.493 Euro. Wird ein Rentenpunkt für viele unerreichbar? Was sind die Folgen für Arbeitnehmer und Senioren?

Wird die Rente unbezahlbar? Ein Rentenberater und Rechtsanwalt von rentenbescheid24 sorgt mit einem neuen YouTube-Video aktuell für Diskussion: Die Hürden für Arbeitnehmer, auch nur einen Rentenpunkt in der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwirtschaften, würden rasant steigen. Doch warum ist das so und was steckt dahinter? echo24.de fasst zusammen.

Hintergrund für die These von Peter Knöppel von rentenbescheid24 ist: Das Durchschnittsentgelt, also das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen aller gesetzlich Rentenversicherten, ist 2025 auf 50.493 Euro gestiegen, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte. Noch 2024 lag es bei rund 45.000 Euro – das entspricht einem Anstieg von über elf Prozent. Eine Tabelle zeigt, wie viel Entgeltpunkte es bei 50.000 Einkommen gibt.

Ein Rentenpunkt wird für Arbeitnehmer kaum erreichbar: Was bedeutet das konkret?

Um einen vollen Rentenpunkt zu erhalten, muss ein Arbeitnehmer im Kalenderjahr das jeweils geltende Durchschnittsentgelt verdienen. Im Jahr 2025 entspricht dies einem monatlichen Bruttoeinkommen von rund 4.208 Euro. Wer darunter liegt, erhält entsprechend weniger Rentenpunkte – und damit auch weniger Rentenansprüche.

Die monatliche Rentenleistung pro Rentenpunkt beträgt ab dem 1. Juli 2025 rund 40,79 Euro. Auch wenn die Renten zum 1. Juli 2025 um 3,74 Prozent steigen, gleicht dies den Anstieg des Durchschnittsentgelts bei weitem nicht aus. Dabei ist ein gewisses Einkommen im Alter wichtig, damit keine Armut im Ruhestand herrscht – so viel Geld benötigen Senioren in der Rente.

Für viele Arbeitnehmer wird ein Rentenpunkt zur Ausnahme

Viele Millionen Beschäftigte in Deutschland – besonders in Teilzeit, im Dienstleistungssektor oder im Niedriglohnbereich – verdienen deutlich weniger als 4.200 Euro im Monat. Für sie wird es zunehmend unrealistisch, überhaupt einen vollen Rentenpunkt im Jahr zu sammeln.

Ob die Rente in Zukunft noch fürs Leben reichen wird, wird sich zeigen. (Symbolbild)

Die Entwicklung des Durchschnittsentgelts zeigt somit, dass das gesetzliche Rentensystem Gering- und Durchschnittsverdiener vor immer größere Herausforderungen stellen könnte. Laut dem Rentenexperten werden von rentenbescheid24 die Rentenansprüche in Zukunft sinken. Ab April soll es aber auch eine Änderung beim Gehalt geben und Millionen Arbeitnehmer mehr Geld erhalten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Desposithphotos

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