Herbst und Winter sind Erkältungszeit

Ansteckung mit häufigsten Erkältungsviren: Warum auch Corona-Masken davor schützen können

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Gerade im Herbst und Winter stecken sich viele mit Erkältungsviren an, beispielsweise Rhinoviren. Insbesondere ein Hilfsmittel kann vor einer Infektion schützen.

Es gibt über 200 unterschiedliche Virentypen, die eine Erkältung oder grippalen Infekt verursachen können. Dazu zählen neben den Corona-Viren und Influenza A und B-Viren auch beispielsweise Adenoviren sowie Rhinoviren. Adenoviren verursachen Erkältungen, Magen-Darm-Infekte und Bindehautentzündungen. Rhinoviren sind unter den Erkältungsviren die beim Menschen weltweit am meisten verbreiteten Erreger. Da Rhinoviren besonders gut über die Nasenschleimhaut eindringen, wird ein einfaches Hilfsmittel empfohlen, durch das eine Ansteckung minimiert werden kann.

Rhinoviren: Übertragung per Tröpfcheninfektion

Um eine Ansteckung mit Rhinoviren zu verhindern, hilft ein Hilfsmittel besonders gut. (Symbolbild)

Rhinoviren werden primär über kontaminierte Hände oder als Schmierinfektion durch Gegenstände übertragen. Darüber hinaus ist eine Infektion mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch sowie eine Übertragung über Aerosole möglich. Rhinoviren verfügen über eine für Viren clevere Überlebens- und Ausbreitungsstrategie: Sie tricksen die Fresszellen des menschlichen Immunsystems aus, indem sie die körpereigenen Zellen dazu bringen, einen falschen Botenstoff auszusenden. Die Immunzellen rüsten sich infolgedessen gegen die „falschen“ Erreger und der Körper bleibt ungeschützt. Daher können sich Menschen mehrmals und über das Jahr verteilt mit Rhinoviren infizieren.

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Schutz vor Rhinoviren: AHA-Regeln beachten

Die meisten Rhinoviren vermehren sich besonders gut in der Nase, wo die Temperatur in der Regel mit 33 bis 35 Grad Celsius unter der Körperkerntemperatur von etwa 37 Grad Celsius liegt. „Niedrigere Temperaturen begünstigen die Vermehrung der Rhinoviren“, weiß Dr. Virginia Banks von Northeast Ohio Infectious Disease Associates in Youngstown, USA.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

Um das Jahr über mit möglichst wenig Erkältungen und grippalen Infekten zu kämpfen, seien nicht nur Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf wichtig. Maßnahmen wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Abstand halten zu anderen Menschen sowie Masken tragen – vor allen Dingen in geschlossenen Räumen – können einen guten Schutz bieten. Gerade das Maske-tragen über Mund UND vor allen Dingen Nase kann den Eintritt der Rhinoviren bevorzugt über die Nasenschleimhaut verringern, so Dr. Banks.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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