Strauchpflege

Vor oder nach der Blüte? Wie Sie Rhododendron am besten zurückschneiden

Rhododendron-Sträucher brauchen hin und wieder einen Schnitt. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und wie man den bunten Busch stutzen sollte.

Rhododendron ist ein hübscher Strauch, der im Sommer in bunten Farben einen echten Hingucker im Garten darstellt. Damit die Zweige, Blätter und Blüten aber in einer schönen Form bleiben und auch im nächsten Jahr wieder gesund sprießen, muss die Pflanze regelmäßig zurückgeschnitten werden. Die beste Jahreszeit dafür ist eigentlich direkt nach der Blüte, allerdings ist das Schneiden dann gesetzlich verboten. Woran das liegt und wie man den Rhododendron trotzdem zum richtigen Zeitpunkt pflegen kann.

Im Wurzelbereich des Rhododendrons ist Vorsicht geboten

Der Rhododendron, was übersetzt Rosenbaum bedeutet, gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Es gehören etwa 1000 Sorten zu der Gattung, die sich in Blütenformen und -farben unterscheiden. Farblich verfügt der Rhododendron über eine Vielfalt von Zartrosa bis Dunkelviolett und von Hellgelb, über Goldorange bis zu Kaminrot. Einige Arten gibt es sogar in verschiedenen Schattierungen von Blau.

Rhododendron schneidet man am besten kurz nach seiner Blüte.

Ursprünglich kommt der Rhododendron laut der Pflanzenwebseite Palmenmann.de aus Ostasien, wo der saure, feuchte Humusboden den perfekten Lebensraum bietet. Hier in Deutschland liebt die Pflanze sonnige bis halbschattige Plätze und gedeiht in idealen Bedingungen bis zu sechs Meter hoch. Trotz der beachtlichen Höhe wurzeln Rhododendren nur flach, weshalb man bei der Gartenarbeit am Fuße eines Strauches immer aufpassen sollte, nicht versehentlich eine Wurzel zu zerhacken.

Rhododendron kommt aus einer eher feuchten Gegend, weshalb er wild vor allem in Regionen mit einer hohen Niederschlagsrate wächst. Hierzulande muss man Rhododendron während des warmen Frühjahrs und Sommers deshalb regelmäßig gießen. Außerdem breiten sich die Sträucher zu allen Seiten hin aus, weshalb man sie regelmäßig zurückschneiden kann, wenn man das Wuchern verhindern will.

Wann der ideale Zeitpunkt für einen Rhododendron-Rückschnitt ist

Der Rhododendron bildet schon im Vorjahr seine Knospen, die dann zu Beginn des Frühjahrs sprießen und in den zahlreichen Farben blühen. Deswegen sollte man die Pflanze auf keinen Fall vor der Blüte stutzen, da man dann nämlich die Knospen entfernt und es gar keine Blüte geben wird. Besser ist es, den Rhododendron nach der Blüte zurückzuschneiden, sofern man das möchte. Eigentlich braucht der Rhododendron einen Rückschnitt nämlich nur, wenn er alte, abgestorbene, kahle oder kranke Äste hat.

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Auch um unkontrolliertes Wuchern zu verhindern, kann man den Strauch stutzen. Allerdings sollte man sich dabei an den Zeitplan des Busches halten. Bald nachdem die Blüte vorbei ist, fängt er nämlich bereits an, Knospen für das nächste Jahr zu bilden. Hat dieser Prozess bereits begonnen, muss man vorsichtig sein, um die Knospen nicht abzuschneiden. Am besten schneidet man den Strauch also zurück, wenn er noch gar keine Knospen trägt.

Zeitlich blühen die meisten Rhododendron-Sorten zwischen April und Juni. Der ideale Zeitpunkt für einen Rückschnitt des Strauches ist also im Hochsommer zwischen Juni und Juli. Allerdings liegt man dann direkt im Zeitraum des Heckenschneide-Verbots, mit dem das Bundesnaturschutzgesetz von Anfang März bis Ende September brütende Vögel schützt. Ein radikaler Rückschnitt oder Verjüngungsschnitt sind dann also nicht erlaubt. Ein schonend durchgeführter Rückschnitt, um Wucherungen zu verhindern und die Form zu richten, sind laut T-online.de allerdings gestattet – sofern Rücksicht auf die brütenden Vögel genommen wird. Wer den Rhododendron radikal zurückschneiden will, muss dies noch vor der Brutzeit tun, sobald es keinen Frost mehr gibt.

Richtige Strauchpflege: So wird Rhododendron geschnitten

Beim Schneiden des Rhododendrons sollte man immer Vorsicht walten lassen, vor allem aber dann, wenn sich schon einige Knospen gezeigt haben. Deswegen eignet sich als Werkzeug eher eine feinere Rosenschere als eine große Heckenschere, um nicht versehentlich zu viel abzuschneiden.

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Abgeschnitten werden dann nicht ausgetriebene Augen, Verästelungen und kranke oder beschädigte Äste. Geschnitten wird schräg, damit Regenwasser daran ablaufen kann. Insgesamt sollten für die Form nur wenige Äste geschnitten werden und die Schnittstellen sollten nur so weit in den Busch hineinreichen, dass die offenliegenden Stellen noch einen Durchmesser von etwa drei Zentimetern haben.

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