Krebs und Ernährung

Leberkrebs: Bestimmte Getränke können Risiko erhöhen

  • schließen

Forscher untersuchten die Auswirkungen von Softdrinks auf das Leberkrebs-Risiko. Sie fanden dabei einen Zusammenhang.

In einer Portion Limonade (330 Milliliter) stecken ungefähr 30 bis 50 Gramm Zucker, was etwa 17 Stück Würfelzucker entspricht. Dieser hohe Zuckergehalt schadet bei regelmäßigem Verzehr der Gesundheit und führt zu Übergewicht. Zudem soll der tägliche Konsum gezuckerter Getränke das Risiko für Leberkrebs und schwerwiegende chronische Lebererkrankungen erhöhen, wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben.

Wissenschaftler untersuchen Auswirkungen von Süßgetränken auf die Leber

Ein Glas Limonade enthält Zucker in der Menge von etwa 17 Stück Würfelzucker.

In ihrer im Fachmagazin JAMA (The Journal of the American Medical Association) veröffentlichten Studie untersuchten Forscher rund 99.000 Frauen, die sich bereits in der Postmenopause – der letzten Phase der Wechseljahre – befanden. Diese Frauen nahmen alle an der Women‘s Health Initiative (1993–1998) teil. Anschließend wurden sie knapp über 21 Jahre beobachtet. Wissenschaftler erfassten dabei mit einem Fragebogen unter anderem ihren Konsum von gezuckerten Getränken. Dazu zählten Limonaden (Softdrinks), fruchtsafthaltige Süßgetränke (ausgenommen reiner Fruchtsaft) sowie sogenannte Light-Getränke, die mit künstlichen Süßstoffen gesüßt waren.

Ein Teil der Frauen gab an, täglich ein oder mehr gezuckerte Getränke (ca. 350 Milliliter) zu konsumieren. Andere Teilnehmerinnen tranken dagegen maximal drei mit Zucker gesüßte Getränke im Monat. Diese beiden Gruppen wurden im Anschluss miteinander verglichen. Die Wissenschaftler untersuchten dabei, wie häufig die Frauen an Leberkrebs erkrankten. Außerdem beobachteten sie, wie oft die Teilnehmerinnen an chronischen Lebererkrankungen starben. Dazu gehörten folgende Krankheiten: alkoholische Lebererkrankung, nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD), Leberfibrose, Zirrhose, chronische Hepatitis.

Nichts verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24vita.de.

Studie zeigt: Ein Glas Limonade am Tag kann Risiko für Leberkrebs erhöhen

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass 148 Frauen an einer chronischen Lebererkrankung starben und 207 Frauen innerhalb des Beobachtungszeitraums an Leberkrebs erkrankten. Bei denjenigen Frauen, die mindestens ein Süßgetränk täglich tranken, erkannten die Forscher ein signifikant höheres Risiko für Leberkrebs. Außerdem stieg auch das Risiko für eine chronische Lebererkrankung, wenn täglich konsumiert wurde. Um den Zusammenhang zu bestätigen, bedarf es laut den Wissenschaftlern weiterer Studien. In jedem Fall trägt ein hoher Zuckerkonsum zur Entstehung einer Fettleber bei und hat dadurch schädliche Folgen für das Organ. Der Konsum von Light-Getränken konnte hingegen nicht mit einem höheren Risiko für Leberkrebs oder Lebererkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Fettleber vorbeugen: Zehn Getränke schützen – Welcher Tee und Saft am besten entgiftet

Tasse schwarzer Kaffee
Kaffee mit seinem enthaltenen Koffein ist ein Alleskönner unter den Getränken: Kaffee erhöht die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, verbessert das Kurzzeitgedächtnis, senkt zudem das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt und bis zu vier Tassen schwarz getrunken hilft der Wachmacher sogar beim Abnehmen und schützt die Leber vor Krankheiten wie Verfettung. © Bernd Jürgens/Imago
Tasse Ingwer-Tee
Wer lieber Tee mag, sollte auf Ingwer-Tee setzen, am besten mit frischen Zutaten. Die Knolle ist dank seiner Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen nicht nur gut fürs Immunsystem. Die Heilpflanze schützt auch die Leber, beugt Verfettung vor, verbessert die Verdauung und hilft dadurch beim Entschlacken. In Kombination mit Kurkuma kann Ingwer gezielt gegen Fettleber helfen – als Beigabe zum Essen oder im Tee, Saft oder Shake mit Karotten gemischt, der letztlich auch beim Abnehmen hilft. Kurkuma kann sogar das Risiko senken, dass sich aus einer Fettleber eine schwere Leberentzündung wie eine Leberzirrhose entwickelt.  © Imaginechina-Tuchong/Imago
Tasse Fencheltee
Fenchel ist bekannt für seine beruhigende, entzündungshemmende Wirkung und lindert Beschwerden des Verdauungstrakts wie Blähungen und Bauchschmerzen. Trinken Sie regelmäßig Fencheltee, wodurch nicht nur die Nieren angeregt, auch die Leber entlastet wird. © HeikeRau/Imago
Brennesseltee
Brennesseln auf der Haut sind zwar sehr unangenehm, als Tee getrunken enfaltet die Pflanze jedoch ihre anregende und entschlackende Wirkung. Brennesseltee wird nicht nur unterstützend bei Blasenentzündung empfohlen, er soll den Stoffwechsel ankurbeln und helfen, Leber und Galle zu entgiften. © Panthermedia/Imago
Glas mit Grapefruitsaft
Warum nicht schon gleich in der Früh der Leber etwas Gutes tun? Ein frisch gepresster Grapefruit-Saft oder Direktsaft aus dem Supermarkt ist dafür genau das Richtige. Ein Spritzer Zitronensaft verstärkt die positive Wirkung für Galle und Leber noch zusätzlich und beugt der Einlagerung von Fett vor. © Zoonar.com/Maryna Voronova/Imago
Glas mit Orangensaft
Auch ein leckerer Orangensaft zum Frühstück schmeckt erfrischend gut. Die beliebte Zitrusfrucht hilft auch der Fettleber, sich selbst zu heilen. Orangen sind reich an den sekundären Pflanzenstoffen Polyphenole, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Um die Wirkung für die Leber noch zu verstärken, können Sie Orangensaft mit Grapefruit und Zitronen mischen. © monticello/Imago
Glas Rote Beete-Saft
Trinken Sie Rote Beete als Direktsaft – selbst zubereitet oder gekauft – und helfen Ihrem Körper und Ihrer Leber, zu entgiften. Die rote Knolle ist ein ideales Lebensmittel, um der Fettleber vorzubeugen. Gleichzeitig ist das Gemüse reich an wertvollen Nährstoffen wie Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin C sowie B und unterstützt somit das Immunsystem. Rote Beete kann aufgrund ihres Nitritgehalts hohen Blutdruck senken, jedoch durch ihre enthaltende Oxalsäure zur Bildung von Nierensteinen beitragen. Menschen, die dazu neigen, sollten den Konsum gering halten. © Iordache Magdalena/Imago
Glas Tomatensaft
So mögen manche den Tomatensaft nur auf Urlaubsreisen im Flieger gerne trinken, dabei kann auch dieser Saft – wenn Sie ihn regelmäßig trinken – die Leber entlasten und ihrer Verfettung vorbeugen oder diese rückgängig machen. Tomaten verfügen über einen hohen Wassergehalt und sind reich am Antioxidans Glutathion, das bei der Entgiftung hilft und die Heilung der Fettleber unterstützt. © NayalyH/Imago
Glass mit Gurkensaft
Auch Gurken als Saft helfen der Leber, zu regenerieren und Krankheiten wie einer Fettleber vorzubeugen – gleich am Morgen oder als Getränk zwischendurch ideal. Und das Gemüse besteht zu 95 Prozent aus Wasser, weswegen Gurkensaft auch gut zum Durstlöschen ist. Die gesunden Inhaltsstoffe der Gurke sitzen direkt unter der Schale, sodass Sie für einen entschlackenden Effekt auch die Schale mit verwerten sollten. Wer keinen Entsafter hat, schneidet am besten die gründlich gewaschene Gurke möglichst klein, püriert diese mit dem Pürierstab und drückt den Brei der Gurke durch ein Sieb oder Tuch – fertig ist der Gurkensaft! © 5second/Imago
Glas Karottensaft
Karotten helfen außerdem bei der Entgiftung der Leber. Ob gekocht oder frisch als Shake fördert das Gemüse die Gesundheit des lebenswichtigen Organs. Setzen Sie den Saft mehrmals pro Woche auf Ihren Speiseplan, um einer Fettleber vorzubeugen. © 5second/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Birgit Reitz-Hofmann/IMAGO

Kommentare