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Sie duften oft intensiv und sind pflegeleicht – Wildrosen sind von robuster Natur und eine Bereicherung in jedem Garten. Welche Sorten sich besonders eignen.
Der Herbst ist neben dem Frühling die ideale Pflanzzeit für Wildrosen. Da diese recht anspruchslos sind, ist es auch für Rosen-Anfänger ein Leichtes, die hübschen Sträucher im nächsten Frühjahr und Frühsommer zur Blüte zu bringen. Die Sortenauswahl ist auch bei Wildrosen groß: Welche man wählen sollte, hängt unter anderem davon ab, wie groß der Garten ist oder ob man einen besonders großen Wert darauf legt, dass die Pflanze sehr resistent gegenüber bestimmten Krankheiten ist. Ein Rosenexperte gibt Tipps.
Die Vorteile von Wildrosen: Sie sind robust und pflegeleicht
Die Vorteile von Wildrosen gegenüber ihren Zuchtformen sind zahlreich: Besonders hilfreich ist mit zunehmend heißen Sommern, dass die Pflanzen auch lange Trockenphasen im Garten gut überstehen. Das Gießen ist daher nicht sehr wichtig, auch Düngergaben kann man sich sparen. Ebenso wie einen Rückschnitt – es sei denn, man legt die Pflanzen als Hecke an oder möchte den Wildwuchs in seine Schranken weisen. Rosenrost oder Blattläuse muss man kaum fürchten, denn die Wildrosen sind gegenüber Krankheiten und Schädlingen weniger anfällig. Und sie bieten in jedem Fall Insekten und Vögeln Nahrung, mit Pollen und Nektar zur Blütezeit und im Herbst mit ihren farbenfrohen Hagebutten.
Manche Wildrosen eignen sich gut für kleine Gärten
Werner Ruf, Besitzer einer biologischen Rosenschule, kennt sich nicht nur mit Zuchtsorten, sondern auch mit Wildrosen sehr gut aus. In einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) empfiehlt er je nach Anspruch die folgenden Sorten:
- Apfelrose (Rosa villosa): Sie wird zwar gut 150 cm hoch, aber im Wuchs zeigt sie sich kompakt und damit für kleine Gärten geeignet. Der Duft der jungen Blätter ähnelt dem von reifen Äpfeln.
- Wildrose ‚Apple Jack‘: Die aus Amerika stammende Wildrose ist robust und trägt einfache bis leicht gefüllte Blüten, die sich kontinuierlich den ganzen Sommer bilden. „Gleichzeitig wachsen und reifen die Hagebutten“, beschreibt der Rosengärtner den Reiz dieser Rose, die gut einen Meter hoch wird.
- Kartoffelrose (‚Sylter Rose‘): Sie stammt ursprünglich von der Kamtschatka-Halbinsel ganz im Osten Russlands. Daher hat sie eine hohe Resistenz gegen das Erfrieren und Krankheiten wie den Sternrußtau. „Diese Rose ist sehr anpassungsfähig an den Boden. Lediglich der Kalkgehalt darf nicht zu hoch sein“, erläutert Ruf.
- Keilblättrige Rose (Rosa elliptica): Die Pflanze wird in der Natur seltener, daher ist es ein wertvoller Beitrag zum Artenerhalt, sie im Garten anzupflanzen. Die Wildrose blüht weiß und hat sehr haltbare, längliche Hagebutten. Der Strauch wächst bogig überhängend.
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt die Sorten wie die Apotheker- oder Essigrose (Rosa gallica) als eine ausgesprochen gut duftende Wildart, die nur wenige Ausläufer bildet – ideal für kleine Gärten. Die kletternde Bibernell-Rose (Rosa pimpinellifolia repens) eignet sich gut zur blühenden Begrünung von Zäunen und Mauern.
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