VonTeresa Tothschließen
Aktuell läuft ein eiliger Gewürz-Rückruf. Laut einer offiziellen Warnung des italienischen Ministeriums für Gesundheit drohen beim Verzehr gesundheitliche Schäden.
München – Die richtigen Gewürze, fein abgeschmeckt, können ein Gericht enorm aufwerten. Während Salz und Pfeffer fast immer zum Einsatz kommen, gibt es andere Gewürze, die nur zu bestimmten Speisen passen. Darunter auch Königskümmel. Wer diesen gerne zum Kochen verwendet – etwa in Currys oder zu Fisch – sollte jetzt allerdings vorsichtig sein.
Rückruf für Königskümmel: In dem Gewürz befinden sich erhöhte Mengen an Schadstoffen
Aktuell läuft ein dringender Rückruf für das Gewürz. Es handelt sich um den Königskümmel – auch Ajowan genannt – Ali Baba Ajwain des Herstellers Fresh Tropical Srl By Jawad. Auslöser des Rückrufs ist eine Warnung des italienischen Ministeriums für Gesundheit. Erst kürzlich gab es einen Rückruf für ein Pfeffer-Gewürz aufgrund von gesundheitsschädlichen Stoffen.
| Produkt | Ali Baba Ajwain (Königskümmel) |
|---|---|
| Verpackungseinheit | 100g, 300g, 1kg |
| Haltbarkeit | 12.07.2025 |
| Los-Kennzeichnung | 12.07.2025 |
| Hersteller | Fresh Tropical Srl By Jawad |
In dem Gewürz befinden sich demnach Pestizide über dem gesetzlichen Grenzwert. „Verzehren Sie das Produkt nicht“, warnt das Ministerium in einer offiziellen Mitteilung. Kundinnen und Kunden, die den betroffenen Königskümmel gekauft haben, können diesen in den jeweiligen Läden oder zum Hersteller zurückbringen. Lidl musste im vergangenen Jahr gleich mehrere Produkte aufgrund von Pestiziden zurückrufen.
Das vom Rückruf betroffene Gewürz wurde in Deutschland in fast allen Bundesländern verkauft
Verkauft wurde das Gewürz laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in folgenden Bundesländern: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen.
Das Verbraucherportal produktwarnung.eu kritisiert, dass Hersteller, Händler oder Verkäufer nicht ausreichend über den Rückruf des betroffenen Produkts informieren – so sei nicht gewährleistet, dass Verbraucherinnen und Verbraucher die Informationen enthalten und den Königskümmel nicht verzehren.
Gewürz-Rückruf: Die Aufnahme von Pestiziden kann zu schweren Gesundheitsschäden führen
Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland auf seiner Webseite informiert, sind Pestizide in Lebensmitteln fast immer gesundheitsschädlich für den Menschen. „Pestizide werden insgesamt zu den gefährlichsten Umweltgiften der Welt gezählt“, erklärt die Organisation. Mögliche Folgen durch den Kontakt mit oder die Aufnahme von Pestiziden seien Hauterkrankungen, Vergiftungserscheinungen, Krebs, Fruchtbarkeits- und Erbgutschäden sowie Missbildungen bei Neugeborenen.
Auch Käse und Fleisch sind oft von Rückrufen betroffen – dort ist die mögliche Gesundheitsgefährdung oftmals noch größer.(tt)
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