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Rückrufaktion bei Rewe, Edeka und Netto: Verschiedene Artikel betroffen – Es droht Erstickungsgefahr

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Diverse Brotaufstriche und Salate von Rewe, Edeka und Co. sind derzeit im Rückruf – aufgrund potenzieller Verunreinigungen. Der Produzent rät vom Verzehr ab.

Kassel – Ob süß oder herzhaft – Brotaufstriche sind beliebte Begleiter zu Frühstück, Brotzeit und Abendessen. In Supermärkten und Discountern können Verbraucher aus einer Vielzahl an Aufstrichen wählen.

Doch aktuell ist Vorsicht geboten. Denn wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt, hat der Lieferant Popp Feinkost GmbH einen Rückruf für mehrere Aufstriche und Fertigsalate herausgegeben. Diese wurden bundesweit bei Aldi, Rewe, Edeka und Netto verkauft. Grund für die Maßnahme ist der Verdacht auf Metallfremdkörper in den Produkten. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Vor wenigen Wochen musste ein bekannter Hersteller ebenfalls mehrere Fertigsalate zurückrufen.

Metallfremdkörper gefunden: Rückruf trifft Aldi, Rewe und Co. – Vom Verzehr wird dringend abgeraten

Wegen möglicher Kupferfäden: Hersteller Popp ruft mehrere Aufstriche und Salate zurück

Bereits am Freitag (6. Dezember) hatte Popp Feinkost GmbH über den Rückruf des Wonnemeyer Brotaufstrichs in der Sorte „Tomate-Mozzarella“ bei dem Discounter-Riesen Aldi informiert. Nun treffen weitere Warnungen ein, die zusätzliche Supermärkte und Discounter betreffen. „Dieser Rückruf erfolgt rein vorsorglich in enger Abstimmung mit der für uns zuständigen Behörde, da aufgrund einer verarbeiteten Rohware nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass vereinzelt kleine haarfeine Kupferfäden im Produkt enthalten sein könnten“, heißt es in der Pressemitteilung des Lieferanten.

Betroffen seien ausschließlich nachfolgende Produkte mit folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten:

ArtikelbezeichnungBetroffenes MHD bis einschließlichEAN
Brotaufstrich Käse-Obst 150 g03.01.20254045800494266
Feinster Roter Heringssalat 400 g14.12.20244045800770766
Dill-Heringshappen 200 g17.12.20244045800770810
Farmersalat 200 g21.12.20244045800770834
Feinster Roter Heringssalat 200 g17.12.20244045800770841
Amerikanischer Krautsalat 250 g21.12.20244045800770971

Andere Produkte, Chargen und MHDs seien nicht betroffen. Kunden, die eines der genannten Produkte bereits gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben.

Hersteller gibt weitere Warnung heraus – eine Zutat könnte Metallfremdkörper enthalten

Zudem informierte die Popp Feinkost GmbH auch über den Rückruf dieser Feinkostsalate und Aufstriche via Edeka und Netto:

ArtikelbezeichnungBetroffenes MHD bis GTIN
Edeka Herzstücke Farmersalat 200 g14.12.2024, 21.12.20244311501082195
Edeka Herzstücke Roter Heringssalat 200g14.12.2024, 21.12.20244311501355848
Genusswelt Brotaufstrich TomateMozzarella 150galle bis einschließlich 08.12.20244316268706315

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass über eine verwendete Zutat vereinzelt Metallfremdkörper in das Produkt eingetragen wurden, heißt es in der Mitteilung. „Die Popp-Feinkost GmbH und die betroffenen Handelsunternehmen haben umgehend reagiert und die entsprechende Ware sofort aus dem Verkauf genommen“, so der Lieferant weiter.

Erst kürzlich sorgte ein großer Frischkäse-Rückruf ebenfalls für Beunruhigung.

Aufstrich-Rückruf von Popp bei Rewe, Edeka und Netto: Bei Verzehr drohen gesundheitliche Schäden

Sind Lebensmittel gesundheitsschädlich oder für den Verzehr ungeeignet, werden sie zurückgerufen. Gerade metallische Fremdkörper in Lebensmitteln sind nicht zu unterschätzen. Diese können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum, sowie innere Verletzungen oder Blutungen führen, schreibt produktwarnung.eu.

Laut dem Medizinportal MSD Manual können Fremdkörper aber auch zu einer Perforation von Magen und Darm oder lebensbedrohlichen Entzündungen der Bauchhöhle führen, wenn die Speiseröhre verletzt wird. Bleiben Fremdkörper in der Luftröhre stecken, kann es schnell lebensbedrohlich werden, da Erstickungsgefahr droht. Ein populäres Knabber-Produkt musste unterdessen zurückgeholt werden – es könnten Lösungsmittel vorhanden sein. (vw)

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/photothek/ Imago

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