Neun Bundesländer betroffen

Saft-Rückruf ausgeweitet: Weitere Bundesländer betroffen – Verzehr kann zu Erbrechen und Blutungen führen

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Ein Saft-Produzent hat einen Rückruf für eines seiner Produkte gestartet. In diesem wurde ein Schimmelpilzgift nachgewiesen. Wie gefährlich ist das?

Update vom 8. Mai, 8.25 Uhr: Der bekannte Saft-Hersteller Dietz hat eines seiner Produkte aus dem Verkehr ziehen müssen. Im Birnensaft naturtrüb des Unternehmens wurde „bei einer aktuellen Untersuchung eine Überschreitung des Patulingehalts festgestellt“, hieß in einer Mitteilung der Erwin Dietz GmbH. Inzwischen wurde der Rückruf auf weitere Bundesländer ausgeweitet, wie das Portal lebensmittelwarnung.de angibt. Folgende Bundesländer sind von dem Saft-Rückruf betroffen (Stand: 8. Mai):

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Niedersachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Berlin
  • Nordrhein-Westfalen
  • Saarland
  • Schleswig-Holstein

Saft-Rückruf in zahlreichen Bundesländern – alle Informationen zum betroffenen Produkt

Hier noch einmal alle wichtigen Daten zum Rückruf des Dietz-Birnensaftes im Überblick:

ProduktnameDietz Birnensaft naturtrüb (1 Liter)
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)04.06.2026
Artikelnummer32125
EAN Code4008486000138
HerstellerErwin Dietz GmbH

Der Hersteller betonte in seiner Rückruf-Mitteilung, dass "weitere MHDs sowie Dietz Produkte von dem Rückruf nicht betroffen sind“.

Saft-Hersteller muss einen trüben Birnensaft wegen Patulingehalt zurückrufen

Erstmeldung vom 6. Mai: Osterburken – Gefahren können überall im Alltag lauern und nicht selten sind sie auch in Lebensmitteln zu finden. Um gefährliche Gesundheitsrisiken zuvorzukommen, empfiehlt sich daher Vorsicht und ein Blick in aktuelle Rückrufe. Und von Letzterem gibt es nun einen neuen. Denn wie jetzt bekannt wurde, geht aktuell ein Gesundheitsrisiko vom Birnensaft eines bekannten Herstellers aus, sodass dieser einen Produktrückruf initiieren musste.

Beim betreffenden Produkt handelt es sich um den naturtrüben Birnensaft des Herstellers Dietz. Verkauft wurde dieser in 1-Liter-Flaschen aus Glas. Laut Produktrückruf und dem Online-Portal lebensmittelwarnung.de ergab eine jüngst durchgeführte Untersuchung, dass der zulässigen Patulingehalt bei einer Einzelprobe überschritten wurde. Dies betrifft Safthersteller immer wieder, sodass betreffender Rückruf kein Einzelfall ist.

Äpfel und Birnen nach der Ernte (Symbolfoto)

„Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes rufen wir daher die betroffene Ware zurück“, heißt es in der Mittelung des Herstellers. Der Verzehr des Produkts in haushaltsüblichen Mengen ist nach aktuellem Kenntnisstand zwar „gesundheitlich unbedenklich“, sodass der Rückruf „rein vorsorglich“ erfolgt. Kunden, die das Produkt erworben haben, werden gebeten, die betroffenen Produkte nicht mehr zu verzehren und an die Verkaufsstellen zurückzubringen. Der Kaufpreis werde erstattet.

Patulin ist nicht krebserregend, kann jedoch bedenkliche Gesundheitsfolgen nach sich ziehen

Patulin ist ein sekundäres Stoffwechselprodukt (Mykotoxin), gebildet wird es von Schimmelpilzen der Gattung Aspergillus- und Penicillium, informiert das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Patulin kommt als Verunreinigung häufig in verschimmeltem Obst und Gemüse vor – häufig betroffen sind etwa Äpfel, doch wie der aktuelle Produktrückruf zeigt, können auch Birnen bei Überreife Patulin bilden. 

Patulin wurde vom SCF (Scientific Committee on Food) als genotoxisch, nicht jedoch als krebserzeugend eingestuft, informiert das LAVES weiter. Das Toxin gilt als Nervengift und kann bei übermäßiger Aufnahme zu Erbrechen und Verdauungsstörungen führen. In gravierenden Fällen sind Magenschleimhautentzündungen, einschließlich Blutungen möglich. Auch kann es in einigen Fällen auch zu Blutungen in Niere, Milz oder Leber kommen.

Listerien, Pferdefleisch, Olivenöl: Die zwölf größten Lebensmittelskandale in Deutschland

Symbolbild zum Thema Kontrolle, Qualität, Check, Test usw. von Grillfleisch und Bratwürsten, 6.3.2023
Pferdefleisch und Salmonellen – trotz Kontrollen kommt es regelmäßig zu Lebensmittelskandalen. Diese können erhebliche gesundheitliche, wirtschaftliche und juristische Folgen haben.  © DesignIt/imagebroker/IMAGO
Der BSE-Skandal erschütterte in den 1990er Jahren die europäische Fleischindustrie. Die Übertragung der Rinderkrankheit BSE auf den Menschen (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) führte zu einem massiven Vertrauensverlust. Ursache war die Verwendung von mit BSE-Erregern kontaminiertem Tiermehl in Futtermitteln. Der Skandal führte zu Massenschlachtungen, Einfuhrverboten. Fast-Food-Ketten nahmen sogar Burger mit Rindfleisch zeitweise aus dem Programm.
BSE-Skandal (1990er): Der BSE-Skandal erschütterte in den 1990er Jahren die europäische Fleischindustrie. Die Übertragung des „Rinderwahns“ auf den Menschen (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) führte zu einem massiven Vertrauensverlust. Ursache war die Verwendung von mit BSE-Erregern kontaminiertem Tiermehl in Futtermitteln. © IMAGO/Winfried Rothermel
Hunderte in Röhrchen gefüllte Proben von möglicherweise an BSE erkrankten Rindern warten im Veterinärinstitut Oldenburg auf ihre Untersuchung (Foto vom 09.07.2008).
Bis 2007 starben weltweit etwa 200 Menschen an den Folgen von BSE. Der Skandal führte zu Massenschlachtungen und Einfuhrverboten. Fast-Food-Ketten nahmen sogar Burger mit Rindfleisch zeitweise aus dem Programm. © Heiko Lossie/dpa
Gammelfleischskandal (2005): Dieser Skandal betraf den Verkauf von verdorbenem Fleisch, das teilweise mehrere Jahre abgelaufen war. Es wurde festgestellt, dass mehrere Unternehmen verdorbenes Fleisch wiederaufbereiteten und es als frisch vermarkteten.
Gammelfleischskandal (2005): Dieser Skandal betraf den Verkauf von verdorbenem Fleisch, das teilweise mehrere Jahre abgelaufen war. Es wurde festgestellt, dass mehrere Unternehmen verdorbenes Fleisch wiederaufbereiteten und es als frisch vermarkteten. © IMAGO
Bände des Lebensmittelrechtes liegen am Freitag (16.03.2007) im Amtsgericht in Tettnang auf dem Tisch des Staatsanwaltes. Es wird der Gammelfleisch-Skandal 2005 verhandelt
Die Folgen: Ein Deggendorfer Fleischhändler wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Außerdem wurde die Lebensmittelkontrollen verschärft und ein Verfahren zur Erkennung von Gammelfleisch entwickelt. © Patrick Seeger/dpa
Milchpulverskandal in China (2008): Über 300.000 Säuglinge erkrankten nach dem Verzehr von mit Melamin kontaminiertem Milchpulver. Melamin, das zur Herstellung von Leinem und Klebstoffen verwendet wird, wurde den Milchprodukten hinzugefügt, um den Proteingehalt vorzutäuschen. Dies führte zu schweren Nierenschäden und einigen Todesfällen.
Milchpulverskandal in China (2008): Über 300.000 Säuglinge erkrankten nach dem Verzehr von mit Melamin kontaminiertem Milchpulver. Melamin, das zur Herstellung von Leimen und Klebstoffen verwendet wird, wurde den Milchprodukten hinzugefügt, um den Proteingehalt vorzutäuschen. Dies führte zu schweren Nierenschäden und einigen Todesfällen. © IMAGO
Sprecher des Zivilgerichtes bestätigt während eines Pressetermins den Verkauf des skandalträchtigen Milchherstellers - Sanlu Group - an den Milchkonzern - Sanlu - nach einer Auktion in Shijiazhuang in China, 04.03.2009
Der chinesische Marktführer Sanlu ging in der Folge des Skandals in Insolvenz. Etliche Verantwortliche wurden verurteilt, wobei auch Todesstrafen vollstreckt wurden. Weitere beteiligte Unternehmen und die chinesische Milchwirtschaft mussten erhebliche Umsatzverluste hinnehmen. Der Skandal sorgte für weltweites Aufsehen und erschütterte das Vertrauen in Lebensmittel aus China nachhaltig. © Xinhua/IMAGO
Dioxin-Skandal (2011): Es wurde entdeckt, dass Futtermittel mit Dioxin kontaminiert waren. Dioxin ist eine giftige Substanz, die beim Verbrennen von Abfällen entsteht. Die Kontamination hatte Auswirkungen auf Geflügel- und Schweinefleischprodukte sowie Eier.
Dioxin-Skandal (2011): Es wurde entdeckt, dass Futtermittel mit Dioxin kontaminiert waren. Dioxin ist eine giftige Substanz, die beim Verbrennen von Abfällen entsteht. Die Kontamination hatte Auswirkungen auf Geflügel- und Schweinefleischprodukte sowie Eier. © IMAGO/R. Rebmann
Huhn auf einer Wiese
Als Folge des Dioxin-Skandals wurden mehr als 1000 Schweine- und Putenmäster sowie Legehennenbetriebe in ganz Deutschland vorübergehend gesperrt. 8000 Hennen mussten notgeschlachtet werden und zehntausende Eier wurden weggeschmissen. © Gilidhor/Imago
Schriftzug EHEC unter einer Lupe, 4.6.2011
EHEC-Skandal (2011): In diesem Jahr kam es in Deutschland zu einem gehäuften Auftreten von Krankheitsfällen im Zusammenhang mit einer Infektion durch EHEC. Beim Menschen können EHEC-Bakterien Durchfall und auch schwere Komplikationen wie ein akutes Nierenversagen hervorrufen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden diesem EHEC-Ausbruch fast 4000 Erkrankungsfälle zugeordnet; 53 Personen verstarben in Folge der EHEC-Infektion. Damit handelte es sich um den bisher größten Krankheitsausbruch durch EHEC-Infektionen in Deutschland. Es wurde lange gerätselt, wie es zu dem Ausbruch kam. © imagebroker/IMAGO
Sprossen mit Biogefährdungszeichen, Symbolbild EHEC-Erreger in Sprossen, 5.6.2011
Inzwischen ist sicher, dass Sprossen von importierten Bockshorn-Kleesamen aus Ägypten für den EHEC-Ausbruch verantwortlich waren. Wo und wie die Samen mit dem Ausbruchserreger in Kontakt kamen, ist bis heute ein Rätsel – ebenso, wo der Erreger seinen Ursprung hatte  © imagebroker/IMAGO
Pferdefleischskandal (2013): In diesem Fall wurden in Fertiggerichten und Tiefkühlprodukten, die als Rindfleisch deklariert waren, große Mengen Pferdefleisch gefunden. Während Pferdefleisch an sich nicht schlecht ist für den Menschen, führte die Täuschung der Verbraucher aber dennoch zu einer Vertrauenskrise in die Fleischindustrie und zu verstärkten Kontrollen.
Pferdefleischskandal (2013): In diesem Fall wurden in Fertiggerichten und Tiefkühlprodukten, die als Rindfleisch deklariert waren, große Mengen Pferdefleisch gefunden. Während Pferdefleisch an sich nicht schlecht ist für den Menschen, führte die Täuschung der Verbraucher aber dennoch zu einer Vertrauenskrise in die Fleischindustrie und zu verstärkten Kontrollen. © Frank Sorge/IMAGO
Etiketten mit Sonderangeboten sind auf Kisten mit Frischfleisch in einem Asda-Supermarkt in der britischen Hauptstadt London zu sehen, 15. Februar 2013. Asda hat seine frische Rindfleisch-Bolognese-Soße zurückgezogen, nachdem Tests auf Pferde-DNA positiv ausgefallen waren.
Die EU-Kommission kündigte im Nachgang des Pferdefleischskandals an, die Deklarationspflicht für Fleisch verschärfen zu wollen. Wenige Monate später sprach sie sich doch gegen eine detaillierte Herkunftsbezeichnung aus, da die Preise für Fleisch dadurch drastisch steigen würden.  © Xinhua/IMAGO
Warnschild mit der Aufschrift Salmonellen, 2.4.2022
Bayern-Ei-Skandal (2014): Dieser Skandal war ein Lebensmittelskandal, bei dem Salmonellen in Eiern der Firma Bayern-Ei nachgewiesen werden konnten. Hunderte Menschen erkrankten als Folge an Salmonellose. Eine typische Salmonelleninfektion äußert sich durch Übelkeit, eventuell Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber und Durchfall.  © Bihlmayerfotografie/IMAGO
„Bayern-Ei“ steht auf einem Schild auf einem Gang am Landgericht. Sechs Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um die niederbayerische Firma Bayern-Ei ist der frühere Geschäftsführer zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden, 17.3.2020
Die Firma Bayern-Ei wurde nach dem Skandal verklagt. Aber auch die Behörden sollen geschlampt haben. Die SPD-Fraktion des bayerischen Landtags warf dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor, die Kontrollen zu locker gehalten zu haben und den Skandal vertuschen zu wollen. © Armin Weigel/dpa
Herstellung von Olivenöl in Kroatien, Bratski Dolac, 07.11.2015
Olivenöl-Fälschungsskandal in Italien (2016): Italienische Behörden entdeckten, dass einige Unternehmen minderwertiges Öl mit Farbstoffen und anderen Chemikalien verändert hatten, um es als natives Olivenöl zu verkaufen. © pixsell/IMAGO
Olivenöl-Fälschungsskandal in Italien (2016): Italienische Behörden entdeckten, dass einige Unternehmen minderwertiges Öl mit Farbstoffen und anderen Chemikalien verändert hatten, um es als extra natives Olivenöl zu verkaufen. Dieser Skandal wirkte sich extrem negativ auf die Glaubwürdigkeit der gesamten italienischen Olivenölindustrie aus.
Die italienische Finanzpolizei beschlagnahmte bei mehreren Razzien insgesamt 2000 Tonnen gefälschtes Olivenöl. Das Öl wurde im Wert von etwa 13 Millionen Euro fälschlicherweise als original italienisches Produkt verkauft. Dieser Skandal wirkte sich extrem negativ auf die Glaubwürdigkeit der gesamten italienischen Olivenölindustrie aus. © IMAGO
Antibiotikum-Rückstände in brasilianischem Fleisch (2017): Brasilien, einer der größten Fleischexporteure der Welt, geriet in einen Skandal, als bekannt wurde, dass Unternehmen verdorbenes Fleisch mit chemischen Zusätzen maskierten und die Grenzwerte für Antibiotika-Rückstände weit überschritten wurden.
Antibiotikum-Rückstände in brasilianischem Fleisch (2017): Brasilien, einer der größten Fleischexporteure der Welt, geriet in einen Skandal, als bekannt wurde, dass Unternehmen verdorbenes Fleisch mit chemischen Zusätzen maskierten und die Grenzwerte für Antibiotika-Rückstände weit überschritten wurden. © IMAGO
Ein Arbeiter liefert am 20.03.2017 in Brasilia (Brasilien) eine Rinderhälfte an eine Metzgerei aus. Wegen eines Gammelfleischskandals in Brasilien hat die Europäische Union einen Importstopp für Ware aus den betroffenen Unternehmen verhängt
In den Skandal waren 21 brasilianische Fleisch- und Wurstfirmen verwickelt. Die Europäische Union verhängte einen Importstopp für die Ware aus den betroffenen Unternehmen. © Eraldo Peres/AP/dpa
Fipronil-Skandal (2017): In diesem Fall wurden Eier mit dem Insektizid Fipronil belastet. Das Insektizid war in einer Reinigungslösung für Geflügelställe verwendet worden. Der Skandal führte zu einem großen Rückruf von Eiern und zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Betriebe.
Fipronil-Skandal (2017): In diesem Fall wurden Eier mit dem Insektizid Fipronil belastet. Das Insektizid war in einer Reinigungslösung für Geflügelställe verwendet worden. © IMAGO
Haufen von Eierschachteln, Berlin, 25.07.2017
Zahlreiche Unternehmen – von Rewe und Penny bis Lidl und Aldi – hatten vorsorglich Eier aus dem Sortiment genommen. Neu gelieferte Eier wurden auf Fipronil getestet. Der Skandal führte außerdem zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Betriebe. © Pond5 Images/IMAGO
Listerien-Skandal bei Wurstwaren (2018): Es wurden Produkte verschiedener Wursthersteller, darunter der inzwischen geschlossene Betrieb Wilke, mit Listerien kontaminiert. Listerien sind Bakterien, die zu schweren Krankheiten führen können, insbesondere bei älteren Menschen, Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. In Deutschland sind drei Menschen nach dem Verzehr gestorben und mehrere Dutzend erkrankt.
Listerien-Skandal bei Wurstwaren (2018): Produkte verschiedener Wursthersteller, darunter der inzwischen geschlossene Betrieb Wilke, waren mit Listerien kontaminiert. © Olaf Döring/IMAGO
Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Listerien (Listeria monocytogenes) auf der Oberfläche einer dendritischen Zelle. Gelb markierte Bakterien haben sich angeheftet, rot markierte dringen gerade ein.
Das Bakterium Listerien kann bei gesunden Menschen grippeähnliche Symptome hervorrufen, jedoch kann es auch zu einer tödlichen Gefahr werden, insbesondere für Menschen mit schwachem Immunsystem, Schwangere und Kleinkinder. In Deutschland sind drei Menschen nach dem Verzehr gestorben und mehrere Dutzend erkrankt. © Manfred Rohde/Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung/dpa
Haferflocken in menschlicher männlicher Hand, 11.12.2024
Glyphosat-Rückstände in Getreideprodukten (2019): Glyphosat, ein weit verbreitetes Herbizid, wurde in verschiedenen Getreideprodukten, einschließlich Haferflocken und Müslis, gefunden.  © LUNAMARINA/imagebroker/IMAGO
Glyphosat-Rückstände in Getreideprodukten (2019): Glyphosat, ein weit verbreitetes Herbizid, wurde in verschiedenen Getreideprodukten, einschließlich Haferflocken und Müslis, gefunden. Dies führte zu Besorgnis über potenzielle gesundheitliche Auswirkungen und zu einer Debatte über die Verwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft.
Der Skandal führte zu Besorgnis über potenzielle gesundheitliche Auswirkungen und zu einer Debatte über die Verwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft. © FrankHoermann/Sven Simon/IMAGO

Diese Vorgaben bezüglich des Patulin-Gehalts in Lebensmitteln gelten EU-weit

Um Verbraucherinnen und Verbraucher vor einer unannehmbaren Belastung zu schützen, sind auf EU-Ebene in der Verordnung zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln (VO(EG) Nr. 1881/2006) Höchstgehalte für Patulin festgelegt.

Im Rahmen dieser Verordnung beträgt der zulässige Höchstgehalt für Patulin in Fruchtsäften und Spirituosen 50 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg). Für feste Apfelerzeugnisse, zum Beispiel getrocknete Apfelringe oder Apfelmus gilt ein Höchstgehalt von 25 µg/kg. Produkte für Säuglinge und Kleinkinder sind mit einem Höchstgehalt von 10 μg/kg reglementiert.

Da sich Schimmel in warmer Umgebung besser entwickelt, sollten Äpfel und Birnen nach der Ernte möglichst schnell auf unter 5 °C abgekühlt werden, rät das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL Bayern). Zudem wird eine Lagerung bei kontrollierter Atmosphäre unter ULO-Bedingungen (ultra-low oxygen – unter 1,8 % Sauerstoff) sowohl für das Obst, als auch für dessen Saft empfohlen, bis dieser weiterverarbeitet wird. (fh)

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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