Würziges Erntewunder

Liebstöckel im Kübel pflanzen – die perfekte Kräuterstaude für Balkon und Terrasse

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Liebstöckel hat einen Platz in Ihrer grünen Kleinoase verdient: Die pflegeleichte, mehrjährige Staude verspricht eine ergiebige Ernte. Wichtig ist die Topfgröße.

Liebstöckel, auch bekannt als Maggikraut oder Sellerie-Kraut, ist eine dankbare und vielseitige Kräuterpflanze, die sich hervorragend für den Anbau in Kübeln auf Balkonen und Terrassen eignet. Diese robuste Staude ist mit ihrem intensiven Geschmack eine aromatische Bereicherung für den Kräutergarten – ganz zu schweigen von ihren gesundheitlichen Pluspunkten.

Liebstöckel als Küchenkraut

Liebstöckel ist mehrjährig – mit guter Pflege lässt sich das Kraut auch im Topf überwintern.

Liebstöckel (Levisticum officinale) zählt zu den beliebten Küchenkräutern aufgrund seines würzigen, leicht bitteren Geschmacks, der an Sellerie erinnert. Es eignet sich ideal zur Verfeinerung von Suppen, Eintöpfen, Fisch und anderen Gerichten. Dabei ist es ein natürlicher Geschmacksverstärker, denn es betont den Eigengeschmack vieler Lebensmittel. Liebstöckel ist nicht nur kulinarisch vielseitig, sondern auch für seine gesundheitlichen Vorteile bekannt. Es enthält wertvolle Nährstoffe, vor allem Vitamin C, Eisen und Kalium. Die enthaltenen ätherischen Öle und Bitterstoffe fördern die Verdauung, wirken harntreibend und krampflösend. Darüber hinaus ist Liebstöckel eine robuste Pflanze, die wenig Pflege benötigt und im Kübel gut gedeiht – eine Pflanze versorgt eine ganze Familie mit Kräuternachschub.

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Anbau von Liebstöckel im Topf – auch ohne grünen Daumen

Liebstöckel lässt sich einfach im Topf anbauen und auf Balkon und Terrasse bietet die äußerst wuchsfreudige Pflanze so täglich Frischkost. Aber nur unter einer Voraussetzung: Sie benötigen einen ausreichend großen Kübel mit einer Tiefe von mindestens 30 Zentimetern und einer guten Drainage. Wählen Sie eine nährstoffreiche Kräuter- oder Gemüseerde und stellen Sie den Topf an einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Dies ist außerdem für Pflanzung und Pflege wichtig:

  • Pflanzung: Die beste Zeit für die Direkt-Aussaat ist von April bis Mai. Die Samen werden mit etwas Erde bedeckt und feucht gehalten. Oder Sie setzen eine Jungpflanze ab April in einen Topf mit Erde. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen gut mit Erde bedeckt ist.
  • Gießen: Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, Liebstöckel darf nicht austrocknen. Aber nicht zu nass. Liebstöckel mag wie die meisten Kräuter keine Staunässe.
  • Düngung: Ab und zu benötigt der Liebstöckel als Mittelzehrer Nährstoffe. Hierfür eignet sich Langzeitdünger. Alternativ gibt man alle zwei bis vier Wochen von April bis August einen Kräuterdünger.
  • Ernte: Schneiden Sie die Blätter ab Mai nach Bedarf ab. Schneiden Sie die Pflanze vor der Blüte ab Juni zurück.
  • Überwintern: Liebstöckel ist mehrjährig und winterhart, sollte jedoch bei starkem Frost mit einem leichten Winterschutz isoliert werden.

Kräuter für Anfänger: Die 10 besten für Balkon und Garten

Eine Frau begutachtet eine Salbeipflanze
Salbei wächst schnell, mag volle Sonne und Rückschnitte. Das verspricht eine gute Ernte. © Mint Images/Imago
Kresse in einer halbierten Eierschale in einem Eierbecher in Huhnform
Kresse lässt sich aus Samen auf kleinstem Raum kinderleicht selbst ziehen. © Manfred Ruckszio/Imago
Zweige und Blüte von Strauchbasilikum (Ocimum basilicum) Magic Blue in der Nahaufnahme
Das einjährige Strauchbasilikum wächst schnell und buschig. Perfekt für Bienen und zu Tomate-Mozzarella. © imagebroker/Imago
Ein älterer Herr riecht an einer großen Bohnenkrautstaude
Das winterharte Bohnenkraut braucht nicht viel Wasser und gedeiht auch auf dem Balkon sehr gut. © imagebroker/Imago
Knospender und blühender Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Schnittlauch sollte man ernten, bevor sich Knospen bilden – aber mit Blüten ist er eine Zierde. © blickwinkel/Imago
Eine tiefgrüne Pflanze Krause Petersilie
Nicht zu trocken, nicht zu nass und genug Licht – damit ist die Petersilie schon zufrieden. © Shotshop/Imago
Eine Frau pflanzt Minze in einen Topf mit Erde, Ansicht von oben
Wenn man Minze genug gießt, wuchert sie wie verrückt. Der Anbau im Topf ist sinnvoll, um sie zu bremsen. ©  Westend61/Imago
Ein großer blühender Oregano (Origanum vulgare) und ein Thymian im Topf auf einem Balkon
Oregano ist eine winterharte Staude, die einen mageren Boden bevorzugt. Düngen muss man nicht, wässern nur bei großer Hitze. © blickwinkel/Imago
Zahlreiche Zitronenmelisseblätter von oben aufgenommen
Die Zitronenmelisse mag es sonnig, sie darf nur nicht austrocknen. Wenn man sie schneidet, bildet sie neue Triebe. © Shotshop/Imago
Ein Mann pflanzt einen Thymianbusch in einen Tontopf
Damit Thymian gut wächst, sollte er nach dem Kauf in einen größeren Topf, am besten in mit Sand gemischte Blumenerde. © Westend61/Imago

Liebstöckel durch Trocknen und Einfrieren haltbar machen

Liebstöckel wächst zu einer ausladenden Staude heran, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Ideal, wenn man einen Sichtschutz wünscht oder Insekten anlocken möchte – als Doldenblütler ist es auch eine willkommene Futterpflanze für Schmetterlingsraupen wie den Schwalbenschwanz. Andernfalls ist es wichtig, die Pflanze regelmäßig zu stutzen, um ein Wuchern zu verhindern. Wer nicht regelmäßig frischen Liebstöckel essen möchte, kann die Blätter zum Trocknen aufhängen oder fein gehackt einfrieren. Auch als Liebstöckel-Salz lässt sich das Aroma konservieren.

Rubriklistenbild: © Udo Kröner/Imago

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