Wer morgens mit Rückenschmerzen aufwacht, besitzt möglicherweise die falsche Matratze. Größe, Gewicht und Schlafposition sollten bei der Wahl der Matratze berücksichtigt werden.
Ist die Matratze zu hart, kann sich das auf die Gesundheit auswirken. Unter schlechtem Schlaf leidet nicht nur das Gemüt, sondern auch der Rücken.
Lieber zu hart als zu weich? Eine gute Matratze sollte nicht zu stark nachgeben und man sollte beim Schlafen nicht einsinken. Allzu hart darf die Matratze allerdings auch nicht sein. Schlafprobleme und Rückenschmerzen können auch auf einen zu hohen Härtegrad der Matratze zurückgeführt werden. Zu harte Matratzen können Schlafforschern zufolge vielerlei Beschwerden verursachen und dem Körper schaden. Welche Anzeichen auf eine zu harte Matratze hinweisen.
Schlechter Schlaf: Anzeichen für eine zu harte Matratze
Ungeeignet sind Matratzen, die sich nicht ausreichend dem Rücken anpassen. Die Muskeln im Rücken können sich so nicht entspannen und auch die Knochen werden nicht ausreichend geschützt. Gerade die Bandscheiben können unter einer zu harten Matratze leiden. Während der nächtlichen Ruhe sollen sie sich regenerieren und mit Flüssigkeit füllen – was durch eine zu harte Matratze behindert wird.
Hüfte und Lendenwirbel sollten beim entspannten Liegen möglichst in die Matratze einsinken. Damit dies möglich ist, muss die Matratze individuell an Gewicht und Körpergröße angepasst sein. Passt der gewählte Härtegrad nicht zum Gewicht des Schlafenden, bekommt der Körper nicht ausreichend Möglichkeit zur Entspannung. Die im Bereich der Lendenwirbel entstehenden Hohlräume werden durch Anspannung der Muskeln automatisch ausgeglichen, was zu einer unnatürlichen Schlafposition führt, die nicht selten Schmerzen zur Folge hat.
Zu harte Matratze: Schlafprobleme und Rückenschmerzen sind die Folge
Sie fühlen sich morgens trotz ausreichend Schlaf müde und unausgeruht? Beim Aufstehen schmerzen Schultern und Beine? Schlafprobleme und Rückenschmerzen könnten an einer zu harten Matratze liegen. Folgende Symptome und Anzeichen sollten Sie daher ernst nehmen:
Rückenschmerzen
Nackenschmerzen
Kopfschmerzen
Hüftschmerzen
Schlafprobleme und nächtliche Unruhe
Die richtige Matratze wählen: Was Sie beim Kauf beachten sollten
Beim Matratzenkauf empfiehlt der Experte und Reha-Mediziner Bernhard Dickreiter, die Matratze mindestens eine Viertelstunde Probe zu liegen. Die Zeit brauche es, um das richtige Gefühl zu bekommen, ob die Wirbelsäule „gerade“ liege, wie er gegenüber Netdoktor.de erwähnt. Die Matratze sollte sich der Wirbelsäule zudem anpassen, ohne zu stark nachzugeben, und mindestens 20 Zentimeter länger sein, als man groß ist.
Auch die Schlafposition spielt bei der Anschaffung eine Rolle. Wer lieber auf der Seite schläft, sollte laut dem Verbrauchermagazin ARD Alpha darauf achten, dass Schultern und Becken so einsinken, dass die Wirbel am Rücken eine gerade Linie bilden. Nach etwa acht bis zehn Jahren sollte die Matratze ausgetauscht werden. Durchgelegene Matratzen beeinflussen das Geschehen im Rücken erheblich und können Fehlhaltungen verursachen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.