Ständig müde? Wie Sie nach dem Aufstehen endlich aufwachen
VonLaura Knops
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Wer schlecht schläft, dem fällt das Aufstehen am Morgen meist besonders schwer. Doch was kann man gegen Schlaftrunkenheit tun?
Der Wecker klingelt, aber sie kommen kaum aus dem Bett? Ständiges Gähnen und die Augen lassen sich auch kaum öffnen? Wer morgens aufwacht, sich aber trotzdem noch müde fühlt, kennt das Gefühl von Schlaftrunkenheit. Äußerlich ist man zwar wach, im Inneren fühlt man sich allerdings noch verwirrt und ist noch nicht ganz bei sich. Die eigene Reaktion ist verzögert und verlangsamt. Wie es dazu kommt und wie Sie in Zukunft wieder frisch und ausgeruht aufwachen.
Wer auch nach acht bis neun Stunden Schlaf noch müde aufwacht, sollte seine abendliche Routine unter die Lupe nehmen. Handy, Kaffee und zu spätes Zubettgehen wirken sich auf die Schlaf-Qualität aus.
Wer nach dem Aufstehen erst mal etwas Zeit braucht, um richtig in die Gänge zu kommen, ist damit nicht alleine. Etwa jeder siebte Mensch ist laut einer Studie der American Academy of Neurology (AAN) hin und wieder von einer Schlaftrunkenheit betroffen. Typisch für die Aufwachstörung sind eine verringerte Koordinationsfähigkeit, Probleme, geordnete Gedanken zu fassen und eine Benommenheit nach dem Aufstehen.
Während die meisten Menschen nach etwa sieben bis neun Stunden Schlaf vollständig ausgeruht sein sollten, brauchen manche länger als andere, um nach dem Aufstehen richtig aufzuwachen. Etwa 20 bis 30 Minuten nach dem Klingeln des Weckers sollte die sogenannte Schlafträgheit allerdings überwunden sein.
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Müde nach dem Aufwachen: Unser Schlaf bestimmt wie fit wir aufwachen
Verschiedene Faktoren beeinflussen das Energielevel am Morgen nachhaltig. Der wohl wichtigste ist der biologische Rhythmus. Sind wir gezwungen, früher aufzustehen, als unserer inneren Uhr guttut, fühlen wir uns häufig auch nach der Aufwachphase noch schläfrig und nicht leistungsfähig. Am häufigsten tritt die Schlaftrunkenheit bei plötzlichem Erwachen aus dem Tiefschlaf aus. Schlechter Schlaf ist zudem die häufigste Ursache, warum sich Menschen ständig müde fühlen.
Auch der Alltag und die Abendroutine können das Aufwachen am nächsten Tag beeinflussen. Zu große Portionen beim Abendessen und ein Mangel an Bewegung beeinflussen den Schlaf maßgeblich. Bleiben die Fenster in der Nacht geschlossen, kommt es zudem häufig zu einem Mangel an Frischluft, der sich durch Müdigkeit bemerkbar machen kann, wie die AOK berichtet.
Schlafträgheit am Morgen überwinden: Drei Tipps für schnelleres Aufwachen
Menschen, die morgens etwas länger brauchen, um aufzuwachen, sollten folgende Routinen etablieren:
Helles, natürliches Licht hilft beim Aufwachen: Im Frühjahr und Sommer ist es ratsam, mit einem Spaziergang an der frischen Luft in den Tag zu starten. In den dunkleren Wintermonaten kann beispielsweise eine Tageslichtlampe für ausreichend Helligkeit sorgen. Ebenfalls geeignet sind Tageslichtwecker (werblicher Link).
Kälte als Wachmacher: Für die meisten ist es eine große Überwindung, am Morgen in die kalte Dusche zu steigen. Kaltes Wasser ist jedoch die beste Wahl bei Schlaftrunkenheit. Der Körper setzt aufgrund des kalten Reizes die Hormone Adrenalin und Cortisol frei, wodurch wir leistungsfähiger werden. Noch wirkungsvoller sind laut den Experten der AOK Wechselduschen, um den Kreislauf anzuregen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.