Arteriosklerose

Wann das Schlaganfall-Risiko steigt: Fünf Lebensmittel verstopfen Ihre Arterien

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Bestimmte Lebensmittel können eine Verkalkung und Verstopfung der Blutgefäße begünstigen. So steigt das Risiko für einen Schlaganfall.

Um die Organe und Zellen des menschlichen Körpers mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, werden täglich tausend Liter Blut durch Arterien und Blutgefäße gepumpt. Bei einer sogenannten Arteriosklerose verstopfen Ablagerungen aus Fett, Cholesterin und Kalzium allerdings die Arterien. Aufgrund der verengten oder verstopften Blutgefäße wird der Kreislauf demnach erschwert. Dies kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen und das Risiko für Durchblutungsstörungen und damit für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenschäden erhöhen. Auch wenn es für die Erkrankung verschiedene Auslöser gibt, so liegt die Ursache meist in einer ungesunden Ernährung.

Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht: Fünf Lebensmittel können Blutgefäße verstopfen

Eine ungesunde Ernährung kann zu Arteriosklerose führen. Dadurch steigt das Risiko für einen Schlaganfall.

Arteriosklerose betrifft vor allem ältere Menschen und entwickelt sich langsam, über Jahre hinweg. Der Auslöser einer sogenannten Arteriosklerose liegt insbesondere in einem ungesunden Lebensstil mit falscher Ernährung. Dabei verstopfen bestimmte Lebensmittel Arterien und führen zu Gefäßveränderungen – mit fatalen Folgen. Lassen Sie deshalb besser die Finger von folgenden Lebensmitteln oder reduzieren Sie den Konsum:

1. Fettreiche Milchprodukte verstopfen Arterien

Milchprodukte sind reich an Eiweiß und Nährstoffen wie Jod, Calcium, Folsäure sowie Vitamine A, D, E, B1, B2, B6 und B12. Insbesondere fermentierte Milchprodukte (zum Beispiel Buttermilch, Joghurt, Kefir) sind gut für die Darmgesundheit, da sie mit gesundheitsförderlichen Probiotika die Darmflora regulieren. Allerdings haben Milchprodukte wie Butter, Vollmilch oder besonders fetter Käse einen hohen Anteil an gesättigten, tierischen Fettsäuren. Aufgrund des hohen Cholesteringehalts können sie deshalb das Risiko für eine Arterienverkalkung und daraus folgenden Herzerkrankungen erhöhen. Reduzieren Sie daher den Verzehr von beispielsweise Sahne, Butter, Rahmquark und Kondensmilch oder streichen Sie diese Lebensmittel komplett von Ihrem Speiseplan, wenn Sie einem Schlaganfall vorbeugen möchten. Greifen Sie stattdessen zu pflanzlichen Milchalternativen oder fettarmen Käsesorten, wie etwa Schafmilch- oder Ziegenkäse.

2. Rotes Fleisch fördert die Verkalkung der Blutgefäße

Auch der Verzehr von rotem Fleisch, etwa vom Rind, Schwein, Kaninchen und Wild begünstigt die Arterienverkalkung. Bedenklich ist außerdem verarbeitetes Fleisch. Denn Wurst, Salami, Speck oder Schinken enthalten beispielsweise große Mengen an Zucker, Salz, gesättigten Fettsäuren sowie Konservierungs- und Zusatzstoffen. Diese Inhaltsstoffe lagern sich in Form von Cholesterin an den Wänden der Blutgefäße ab und können den LDL-Cholesterinspiegel rasant in die Höhe steigen lassen.

3. Tiefkühlpizza enthält Transfette, die eine Verstopfung der Arterien begünstigen

In Fertiggerichten wie etwa Tiefkühlpizza sind neben Transfetten auch Weißmehl, raffinierte Öle, Salz, Zucker und Konservierungsstoffe enthalten. Transfette alleine tragen bereits zu einer Verstopfung der Blutgefäße bei und fördern so koronare Herzerkrankungen. In Kombination mit den anderen Inhaltsstoffen führen sie zudem zu Entzündungen im Körper und zu weiteren Erkrankungen.

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4. Frittierte Speisen wie Pommes, Kroketten oder Schnitzel sind schlecht für die Blutgefäße

Auch in frittierten Speisen stecken entzündungsfördernde Transfette, die Arterien verstopfen. Pommes, Schnitzel und Kroketten sollten deshalb nur sehr selten auf dem Speiseplan stehen. So können Sie Ihren Cholesterinspiegel regulieren und gleichzeitig Arteriosklerose vorbeugen.

5. Backwaren und Süßigkeiten sollten nur in Maßen konsumiert werden

Vorsicht ist außerdem beim Verzehr bestimmter Backwaren und Süßigkeiten geboten, wenn es um die Gesundheit Ihrer Arterien geht. Denn genauso wie Fertigprodukte oder frittierte Speisen enthalten sie schädliche Transfette und dafür aber kaum Ballaststoffe. Dadurch kann es zu Entzündungen im Körper und verstopften Arterien kommen. Da in diesen Produkten zusätzlich viel Zucker steckt, führt ihr Konsum zu Übergewicht. Infolgedessen kann sich wiederum eine Arteriosklerose entwickeln. Zudem wird durch den hohen Zuckerkonsum die Fettproduktion in der Leber ankgekurbelt. Daraus kann nicht nur eine Fettleber entstehen, sondern auch ein erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Übergewicht sowie Diabetes. Bei all diesen Leiden handelt es sich um Mitverursacher einer Arterienverkalkung.

Cholesterinspiegel ist zu hoch: Zehn Lebensmittel, die Sie jetzt besser vermeiden sollten

Tiefkühlpizza
Fertiggerichte, wie zum Beispiel Pizza, enthalten einen sehr hohen Anteil an Transfetten. Diese erhöhen den Gehalt von LDL-Cholesterin im Blut und können zu Ablagerungen an den Gefäßwänden führen, wodurch wiederum das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. © Jens Büttner/dpa
Butter in einer Verpackung.
Butter besteht zu zwei Dritteln aus gesättigten Fettsäuren. Menschen mit Übergewicht sollten daher auf Butter weitgehend verzichten. Ist der LDL-Wert über lange Zeit erhöht, steigt das Thromboserisiko und somit die Gefahr eines Blutgerinnsels, das – je nachdem, wo es auftritt – zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen kann.  © agefotostock/Imago
windbeutel
Aber bitte ohne Sahne – bei einem zu hohen Cholesterinspiegel. Sahne hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die den LDL-Spiegel nach oben treiben.  © Csh/Imago
Eine Fertigpizza und ein Glas Cola vor einem Laptop.
Auch Getränke wie Cola und Limo sollten Sie bei einem hohen LDL-Cholesterin-Spiegel vermeiden. Sie enthalten zwar wenig Fett, allerdings sehr viel Zucker. Wird diese zusätzliche Energie nicht verbrannt, erhöht dies die Fettwerte.  © imagebroker/Imago
Eine beliebte Chips-Sorte wird zurückgerufen.
Damit Chips richtig knackig, knusprig werden, kommen sie in die heiße Fritteuse. Die Industrie verwendet zum Frittieren Transfette, die günstig in der Herstellung, aber schlecht für den Cholesterinspiegel sind. Die sogenannten Transfette erhöhen den LDL-Wert und sind insbesondere für Menschen, die unter Diabetes leiden, gefährlich. © Daniel Karmann/dpa
Verschiedene Würste in einer Fleischtheke
Wurst und Fleisch sollten auch gesunde Menschen nur in Maßen genießen. Denn sie enthalten eine hohe Menge an gesättigten Fettsäuren, die sich negativ auf den LDL-Cholesterinspiegel auswirken.  © Imago stock&people/Imago
Ein Kohlegrill, auf dem Fleischpatties braten.
Vielen lieben gegrilltes Fleisch. Personen mit hohen Cholesterinwerten, sollten sich die Freude allerdings nicht zu häufig machen. Denn die gesättigten Fettsäuren, die im Fleisch enthalten sind, treiben den LDL-Wert in die Höhe.  © Oksana Nazarchuk/Imago
Aufgeschnittene Mini-Cordon bleu aus denen der Käse tropft.
Fleisch mit Wurst und Käse – Cordon bleu. Dieses Gericht beinhaltet drei Lebensmittel, auf die Personen mit einem hohen Cholesterinspiegel besser verzichten sollten. Denn auch Käse lässt das schlechte LDL-Cholesterin im Blut ansteigen, was die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverkalkung, Demenz und Typ-2-Diabetes fördern kann. © Einfach Tasty
Blick von oben auf bunte Nikolaus-Kekse auf einem Kuchengitter. Die Dekoration passt zum Advent.
Industriell hergestellte Kekse schmecken zwar lecker, bestehen aber vor allem aus Zucker und Transfetten. Vor allem Transfette wirken sich negativ auf Ihren LDL-Cholesterinspiegel aus. (Symbolbild) © Einfach Tasty
Gefüllte Croissants sind auf einem Teller serviert.
Ein Croissant enthält im Schnitt, laut ndr.de, ein Gramm Transfette. Wer sich zu oft oder zu viel der französischen Leckerei hingibt, überschreitet daher schnell den Höchstwert von 2,6 Gramm Transfette, den ein Mensch pro Tag nicht überschreiten sollte.  © Anneleven/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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