Wallbox-Installation im Freien: Welche Normen E-Auto-Besitzer beachten müssen
VonSebastian Oppenheimer
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Eine Wallbox muss nicht zwangsläufig in einer Garage installiert werden. Wer sie jedoch im Freien anbringen möchte, sollte einige Punkte beachten.
Wer sich ein Elektroauto zulegen möchte, der macht sich normalerweise über wichtige Punkte Gedanken: Neben dem Preis ist das in aller Regel die Reichweite. Wichtig ist aber auch eine ehrliche Analyse des eigenen Fahrprofils – denn tatsächlich muss es nämlich nicht in jedem Fall die größte erhältliche Batterie sein. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Laden: Eine Ladestation zu Hause ist ein großer Vorteil. Und zwar nicht nur, weil es bequem ist: Das im Vergleich zu Schnellladesäulen „langsame“ Laden erhält die Leistungsfähigkeit der Batterie länger. Aber nicht immer findet die Wallbox in einer Garage Platz. Doch: Die meisten Geräte lassen sich auch im Außenbereich installieren. Allerdings gibt es ein paar Punkte zu beachten.
Eine Wallbox muss nicht zwangsläufig in der Garage angebracht werden – dennoch sollte man bei der Outdoor-Installation auf einige Dinge achten. (Symbolbild)
Technische Daten vor dem Kauf einer Wallbox genau prüfen
Vor dem Kauf sollten Wallboxnutzer auf die technischen Daten des Wunschgeräts achten. Diese Informationen sind leicht auf dem Typenschild, in Datenblättern oder in der Betriebsanleitung des Produktes zu finden. „Gute Produkte geben dort die IP-Schutzart, die IK-Stoßfestigkeit, den Temperaturbereich und Angaben zur EN 61439-7 an. Wenn diese Angaben fehlen oder zu geringe Werte angegeben sind, sind die Wallboxen nicht für den Einsatz im Freien geeignet“, sagt Gregor Getto, Manager Product Safety beim Wallbox-Hersteller Amperfied.
Wallbox mit Angaben zur EN 61439-7
Ein von vielen Elektroautofahrern gern gekauftes Modell ist die Wallbox von GLB(werblicher Link) mit 22 kW inklusive 5 m Kabel und Typ-2-Ladegerät. Sie entspricht allen Standards gem. EN 61851-1 und IEC 61439-7 und besitzt einen Freigabeeingang für einen externen Schlüsselschalter, die Blende ist durch integriertes Schloss abschließbar.
Stoßfestigkeitsgrad und Schutzart: Auf diese Werte sollten sich beim Wallbox-Kauf achten
Konkret bedeutet etwa die Schutzart IP 54, dass die Wallbox gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt ist. Wichtig ist auch der Stoßfestigkeitsgrad IK 08, der bedeutet, dass die Wallbox einem Schlag von 5 Joule standhalten kann. Das entspricht der Schlagenergie eines 1,7 Kilogramm schweren Stahlwerkzeugs, das aus einer Entfernung von 30 Zentimetern auf die Wallbox fällt. Idealerweise verfügen die Wallboxen außerdem über ein Prüfzeichen einer unabhängigen Prüfstelle wie TÜV oder VDE, die die Angaben geprüft hat. Der ADAC hat vor einiger Zeit einige Wallbox-Modelle getestet – und große Unterschiede bei Preis und Ausstattung festgestellt.
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Auch wenn die Outdoor-Wallbox in Betrieb ist, gibt es einige Dinge zu beachten
Sind die Normen erfüllt, müssen keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden, um die Wallbox vor Regen und anderen Wettereinflüssen zu schützen. E-Autonutzer sollten aber immer darauf achten, dass die Anschlüsse mit Schutzkappen oder Klappdeckeln gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub geschützt werden können. „Zusätzlich sollte beachtet werden, dass die Ladevorrichtung mindestens 90 Zentimeter über dem Boden angebracht werden muss, wenn sie frei zugänglich ist, um sie vor potenzieller Beschädigung und Feuchtigkeit zu schützen“, so Getto. (Mit Material von SP-X)