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Igelfutterhaus selber bauen – in wenigen Schritten zu einem rattensicheren Unterschlupf

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Ein Futterhaus für Igel sollte vor allem vor Katzen und Ratten sicher sein. Mit einer einfachen Anleitung und einer Kiste gelingt das auch Bastelanfängern.

Ein Igelfutterhaus lässt sich auch ohne kompliziertes Ausmessen und langwieriges Zurechtsägen selber bauen. Sie benötigen zwar Säge und Maßband, aber die zu handhaben ist in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung wirklich nicht schwer. Wichtig ist, dass sich Katzen kein Futter aus dem „Häuschen“ angeln können und dass Ratten, Waschbären & Co. keinen Zutritt haben. Mit einem kleinen Stein-Labyrinth und einfachen Rattenklappen gelingt dies.

Anleitung für ein Igel-Futterhaus mit Rattenklappen

Ein wetter- und katzensicheres Igelfutterhaus eignet sich für den Mecki besser als eine Futterschale im Freien.

Für ein selbst gebautes Igelfutterhaus benötigen Sie an Materialien eine Obstkiste aus Holz ohne große Zwischenspalten oder eine etwa gleich große Plastikbox, größere Steine sowie zwei bis vier Kabelbinder. Dann gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Schneiden Sie mit einer Säge oder einem guten Teppichmesser zwei 10 x 10 cm große Quadrate als Eingangstore der Kiste mit etwas Abstand zueinander in die gegenläufigen Seiten.
  • Zum Schutz vor Ratten jeweils Löcher in die Kiste und in die etwas kleiner geschnittenen Quadrate machen und diese mit Kabelbindern wieder so einsetzen, dass sie quasi eine Schwingtür bilden – Ratten fürchten hier eine Falle und betreten das Häuschen dann instinktiv in der Regel nicht.
  • Vor die Eingänge größere Steine so platzieren, dass sie eine Art Labyrinth bilden. Durch diese kann sich ein Igel hindurchschlängeln, das Hereintasten von Katzenpfoten in die Eingänge wird aber verhindert. Alternativ sollte man das Futter im Haus fern vom Eingang aufstellen.
  • Wer mag, kann den Boden mit etwas Stroh oder Zeitungspapier auslegen. Geeignetes Futter für den Igel und am besten noch eine Trinkstelle im Häuschen platzieren.

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Igelhaus wetterfest machen

Wenn es sich um eine Holzkiste handelt, sollten Sie auf dem „Dach“ der Kiste noch eine Plastikfolie mit Nägeln oder einem Tacker befestigen, damit kein Regen ins Innere der Kiste gelangt und das Futter nass wird. Im Idealfall bauen sie einen abnehmbaren Deckel, sodass man Futter und Wasser leichter täglich austauschen kann und sich die Futterstelle gut reinigen lässt. Die Kiste oder Box mit einem Stein beschweren, damit sie nicht wegwehen kann.

Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

Ende November sollte man dann laut dem aktion tier - Igelzentrum Niedersachsen e.V. mit der Igelfütterung aufhören, damit die Tiere auch wirklich in den nötigen Winterschlaf gehen.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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