Igelfutterhaus selber bauen – in wenigen Schritten zu einem rattensicheren Unterschlupf
VonInes Alms
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Ein Futterhaus für Igel sollte vor allem vor Katzen und Ratten sicher sein. Mit einer einfachen Anleitung und einer Kiste gelingt das auch Bastelanfängern.
Ein Igelfutterhaus lässt sich auch ohne kompliziertes Ausmessen und langwieriges Zurechtsägen selber bauen. Sie benötigen zwar Säge und Maßband, aber die zu handhaben ist in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung wirklich nicht schwer. Wichtig ist, dass sich Katzen kein Futter aus dem „Häuschen“ angeln können und dass Ratten, Waschbären & Co. keinen Zutritt haben. Mit einem kleinen Stein-Labyrinth und einfachen Rattenklappen gelingt dies.
Anleitung für ein Igel-Futterhaus mit Rattenklappen
Für ein selbst gebautes Igelfutterhaus benötigen Sie an Materialien eine Obstkiste aus Holz ohne große Zwischenspalten oder eine etwa gleich große Plastikbox, größere Steine sowie zwei bis vier Kabelbinder. Dann gehen Sie folgendermaßen vor:
Schneiden Sie mit einer Säge oder einem guten Teppichmesser zwei 10 x 10 cm große Quadrate als Eingangstore der Kiste mit etwas Abstand zueinander in die gegenläufigen Seiten.
Zum Schutz vor Ratten jeweils Löcher in die Kiste und in die etwas kleiner geschnittenen Quadrate machen und diese mit Kabelbindern wieder so einsetzen, dass sie quasi eine Schwingtür bilden – Ratten fürchten hier eine Falle und betreten das Häuschen dann instinktiv in der Regel nicht.
Vor die Eingänge größere Steine so platzieren, dass sie eine Art Labyrinth bilden. Durch diese kann sich ein Igel hindurchschlängeln, das Hereintasten von Katzenpfoten in die Eingänge wird aber verhindert. Alternativ sollte man das Futter im Haus fern vom Eingang aufstellen.
Wer mag, kann den Boden mit etwas Stroh oder Zeitungspapier auslegen. Geeignetes Futter für den Igel und am besten noch eine Trinkstelle im Häuschen platzieren.
Wenn es sich um eine Holzkiste handelt, sollten Sie auf dem „Dach“ der Kiste noch eine Plastikfolie mit Nägeln oder einem Tacker befestigen, damit kein Regen ins Innere der Kiste gelangt und das Futter nass wird. Im Idealfall bauen sie einen abnehmbaren Deckel, sodass man Futter und Wasser leichter täglich austauschen kann und sich die Futterstelle gut reinigen lässt. Die Kiste oder Box mit einem Stein beschweren, damit sie nicht wegwehen kann.