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Selbstreflexion: Bin ich ein Narzisst? 12 Fragen, die Narzissten bejahen

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„Manche sagen, ich hätte eine zu hohe Meinung von mir selbst“ – Ein Satz, den Narzissten mit großer Wahrscheinlichkeit mit „Ja“ beantworten.
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Narzissten sind in hohem Maße selbstzentriert und stellen ihre eigenen Bedürfnisse über die ihrer Mitmenschen. Ein Test zeigt, ob Sie übermäßig egoistisch sind.

Pathologischer Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich durch eine übermäßige Selbstbezogenheit auszeichnet. Ein charakteristisches Merkmal ist ein übermäßiges Verlangen nach Bewunderung. Narzissten tendieren dazu, andere zu manipulieren, um ihre eigenen Ziele zu erreichen und zeigen wenig Mitgefühl für die Bedürfnisse anderer. Sie streben danach, bewundert zu werden und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Ein Indiz dafür könnte sein, dass jemand ständig damit angibt, wie erfolgreich er seine Ziele erreicht hat, aber wenig Interesse an den Erfahrungen oder Ansichten anderer zeigt. Diese übermäßige Selbstbezogenheit kann zu Problemen in Beziehungen und Schwierigkeiten im beruflichen und sozialen Bereich führen.

Narzisstische Züge sind bis zu einem bestimmten Grad normal

Narzisstische Merkmale sind bis zu einem gewissen Grad normal. Wie das Wissensportal Quarks berichtet, wird Narzissmus von Psychologen als ein Persönlichkeitsmerkmal angesehen, das in der Bevölkerung ähnlich wie Körpergröße oder Intelligenz normal verteilt ist. Die meisten Menschen befinden sich im Mittelfeld, während extrem hohe und extrem niedrige Ausprägungen selten sind.

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Wenn typische narzisstische Merkmale wie mangelnde Empathie für andere überwiegen, sprechen Psychiater und Psychologen von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Haben Sie den Verdacht, dass Sie möglicherweise pathologisch narzisstisch sind? Nur ein Fachmann, wie ein Psychiater, kann dies mit Sicherheit beantworten. Doch bestimmte Fragen können Hinweise auf eine mögliche Tendenz geben.

Depression bis Alkoholsucht: Die häufigsten psychischen Krankheiten im Überblick – Jeder dritte ist betroffen

Eine Frau hält ein gefülltes Sektglas in ihrer Hand.
Alkoholsucht zählt zu den am dritthäufigsten diagnostizierten psychischen Leiden. Mit der Medikamentenabhängigkeit zusammen entfallen 5,7 Prozent der Diagnosen auf die Alkoholabhängigkeit. Etwa jeder siebte Erwachsene trinkt Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Damit ist Alkohol nach Nikotin das häufigste Suchtmittel in Deutschland, so die Bundes Psychotherapeuten Kammer. 1,8 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig, weitere 1,6 Millionen trinken Alkohol in schädlichen Mengen, heißt es weiter. (Symbolbild) © Bode/Imago
Medikamentensucht bei Senioren
Neben der Alkoholsucht zählt die Medikamenten-Abhängigkeit zu den am dritthäufigsten verbreiteten psychischen Erkrankungen in Deutschland.  © Jens Kalaene/dpa
Frau schaut aus Fenster
Die sogenannten affektiven Störungen zählen zu den psychischen Erkrankungen, die am zweithäufigsten in Deutschland vorkommen. Die Depression ist wohl der bekannteste Vertreter aus dieser Gruppe. Der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) zufolge, entfallen fast 10 Prozent der Diagnosen auf diese Krankheitsgruppe. Alleine 8,2 Prozent sind von einer unipolaren Depression betroffen. Depressionen gehören damit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Rund 16 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Störung, innerhalb eines Jahres sind es ungefähr 8 Prozent, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa
Junge Frau vor dem Schrankspiegel
Angststörungen sind am weitesten verbreitet. Der dgppn zufolge entfallen 15,4 der Diagnosen auf Angststörungen wie Panikattacken, Angst vor weiten Plätzen etc. Bei Betroffenen ist das Angstgefühl so übermächtig, dass es den Alltag immens einschränkt. Beschwerden wie Herzrasen, Schwitzen und Zittern zählen zu den Symptomen einer Angststörung. (Symbolbild) © Imago
Frau mit Maßband in der Hand
Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind zwar insgesamt gesehen weniger weit verbreitet als oben genannte Krankheiten. Doch in der weiblichen Bevölkerung zwischen Pubertät und dem 30. Lebensjahr gehören die Essstörungen zu den häufigen psychischen Erkrankungen, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. Etwa ein Prozent der Frauen erkrankt während ihres Lebens an einer Magersucht, rund zwei Prozent leiden im Laufe ihres Lebens an einer Bulimie. (Symbolbild) © Sergiy Tryapitsyn/Imago

Narzissmus erkennen: Zwölf Fragen zeigen, ob Sie übermäßig selbstverliebt sind

Die Klinik Friedenweiler in Baden-Württemberg veröffentlicht auf ihrer Website Fragen, die auf starken Narzissmus hinweisen. Je mehr der folgenden Fragen Sie mit „Ja“ beantworten, desto stärker sind Ihre narzisstischen Charakterzüge:

  • Viele bewundern oder beneiden mich.
  • Es ist wertvoll, Zeit mit mir zu verbringen.
  • Einige behaupten, ich hätte ein überhöhtes Selbstbild.
  • Ich verspüre oft das Verlangen nach Bewunderung von anderen.
  • Es fällt mir schwer, mich in die Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen.
  • Meine eigenen Bedürfnisse haben Vorrang vor denen anderer.
  • Ich zeige wenig Interesse an den Sorgen und Bedürfnissen anderer Menschen.
  • Manchmal muss ich andere ausnutzen, um meine Ziele zu erreichen.
  • Ich habe das Gefühl, dass viele meine besonderen Fähigkeiten nicht wahrnehmen.
  • Ich verdiene es, sehr erfolgreich zu sein.
  • Es gibt Gründe, warum andere mich bevorzugt behandeln sollten.
  • Ich habe das Gefühl, dass ich aufgrund meiner Persönlichkeitsstruktur Schwierigkeiten im Umgang mit anderen oder mit mir selbst habe.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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