Jahresplan im Hochbeet

Selbstversorger-Challenge: Wie bepflanze ich ein Hochbeet für maximale Ernte?

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Wer sich Gedanken über die Pflanzfolge macht, hat das ganze Jahr über etwas von seinem Hochbeet.
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Sie wollen alles aus Ihrem Hochbeet herausholen? Mit einem guten Jahresplan erwartet Sie eine abwechslungsreiche Ernte von April bis nächsten April.

Sie suchen nach einem Plan, wie Sie Ihr Hochbeet maximal befüllen können? Challenge accepted! Wenn Sie Ihren Anbau gut organisieren, haben Sie von April bis April immer eine leckere Ernte. Dafür verwenden Sie Pflanzen, die wenig Platz einnehmen und säen mit einer durchdachten Pflanzfolge. Wie könnte diese aussehen?

Phase 1: Das Hochbeet im Frühling

Der Frühling startet mit Radieschen und Frühjahrsspinat. Beide Pflanzen keimen schnell und liefern Ihnen schon bald die erste Ernte. Ab April kommt dann zusätzlich Kopfsalat hinzu. Im Mai machen Sie Platz für Buschbohnen, die nun reifen. Zusätzlich können Sie ab jetzt auch Frühkartoffeln setzen. Diese nehmen zwar viel Platz ein, doch dazwischen bleibt Raum für Radieschen. Extra-Tipp: Wenn Sie die Kartoffeln schon einige Wochen vorher keimen lassen, können Sie die Knollen schneller ernten.

Phase 2: Das Hochbeet über den Sommer sinnvoll befüllen

So langsam endet Ihr Frühjahrsanbau, ab jetzt kommen die Karotten ins Beet. Diese könnten Sie theoretisch schon ab April aussäen, doch im optimal ausgenutzten Hochbeet (werblicher Link) finden sie Platz, wenn die Tage sonniger werden. 

Im Hochsommer endet die Zeit für Kartoffeln, stattdessen zieht Feldsalat ins Hochbeet ein. Dieser ist schnell erntereif, im Gegensatz zu den etwas langsamer reifenden Karotten. Alternativ säen Sie jetzt Mangold oder Kohlrabi.

Phase 3: Holen Sie ab Herbst noch mal alles aus Ihrer Ernte

Im Herbst geht langsam die Erntezeit vorüber, für den Selbstversorger bleibt nicht mehr viel Auswahl. Sie können jetzt noch Feldsalat aussäen, den Sie im November ernten können. Doch auch über den Winter muss Ihr Hochbeet nicht leer stehen: Winter-Portulak können Sie noch bis März aussäen und bis April ernten. Dann wird es Zeit, die Erde im Beet zu erneuern – und die nächste Saison beginnt.

Robust und nährstoffreich: Zehn alte Gemüsesorten lohnen sich für den Anbau im Garten

Erdbeerspinat mit roten Beeren
Sowohl die Beeren als auch die Blätter des Erdbeerspinats sind roh essbar, nach Erdbeeren schmecken sie aber leider nicht. Gegart werden die Blätter wie Spinat verwendet. Die Pflanze lässt sich sogar im Kübel halten. © imagebroker/Imago
Zucchinisorte ‚Zapallito‘ in Beet
Die Zucchinisorte ‚Zapallito‘ stammt ursprünglich aus Argentinien. Ihre Früchte sind nur tennisballgroß, dafür verträgt die Pflanze Trockenheit recht gut. © Zoonar/Imago
Rübstiel, Stielmus, Stängelmus
Stielmus oder Rübstiel sind die Blätter und Stiele der Speiserübe. Sie haben ein säuerlich-scharfes Aroma und lassen sich wie Mangold oder Spinat zubereiten. © Shotshop/Imago
Alte Tomatensorte ‚Goldene Königin‘
Alte Tomatensorten müssen nicht immer rot sein: Die ‚Goldene Königin‘ wurde 1884 gezüchtet, ist säurearm und saftig. Sie lässt sich auch im Topf kultivieren. © agefotostock/Imago
Armenische Gurke (Cucumis melo var. flexuosus)
Die Armenische Gurke (Cucumis melo var. flexuosus) zählt eigentlich zu den Melonen und wird bis zu einem Meter lang. Man isst sie wie eine Schlangengurke. Auf dem Boden wachsen sie eher gekrümmt, hängend angebaut bleiben sie recht gerade. © Pond5 Images/Imago
Rote Ringelbeete Chioggia, aufgeschnitten und ganz auf Blättern
Sie sieht sehr peppig aus, doch die Chioggia-Rübe ist eine historische Sorte, die schon 1841 gezüchtet wurde. Beim Garen verschwinden die Ringe. © Pond5 Images/Imago
Blattrübe, Sorte Golden/Bright Yellow (Beta vulgaris cicla var. flavescens)
Der historische Mangold ‚Bright Yellow‘ ist anspruchslos, widerstandsfähig und lässt sich über viele Monate beernten. Nicht ohne Grund ist es eine beliebte Sorte. © imagebroker/Imago
Stangenbohne Blauhilde mit blauen Hülsen
Die robuste Stangenbohne ‚Blauhilde‘ bringt einen hohen Ertrag. Sie gilt als virusresistent und widerstandsfähig gegen Bohnenkrankheiten. © Zoonar/Imago
Knollenziest (Stachys tuberifera)
Knollenziest (Stachys tuberifera) erinnert ein wenig an überdimensioniertes Popcorn. Das Knollengemüse ist im Herbst reif und schmeckt leicht nussig.  © imagebroker/Imago
Marina di Chioggia Kürbis
Die alte Kürbissorte ‚Marina di Chioggia‘ sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, hat aber ein sehr delikates festes Fruchtfleisch. Ein Kürbis wird bis zu acht Kilogramm schwer. © imagebroker/Imago

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Jahresplan: Hochbeet maximal bepflanzen

Pflanze Aussaat
Radieschen ab März
Spinat März–Mai
Kopfsalat ab April
Buschbohnen ab Mai
Kartoffeln ab Mai
Karottenab Juni
Feldsalat ab Juli
Mangold ab August
Kohlrabi ab August
Winter-PortulakSeptember–März

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