Ein „Autopilot“-Fehler?

Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – und sorgt für Diskussionen

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Ein von einem Tesla ausgelöster Serien-Unfall in einem Tunnel in San Francisco wird heiß diskutiert. Der Fahrer gibt dem „Autopilot“ die Schuld. Doch stimmt das?

Tesla und der „Autopilot“: Beinahe täglich lässt sich dieser unendlichen Geschichte ein neues Kapitel hinzufügen. Das Grundproblem: Es handelt sich bei allen Ausbaustufen der Technik – bis hin zum „Full Self-Driving“ (FSD) – um ein System auf Level 2 (teilautomatisiert), das ständig vom Fahrer überwacht werden muss. Ein Vorstoß von Tesla-Boss Elon Musk, die Lenkrad-Warnung bei der FSD-Beta in manchen Fällen abschaltbar zu machen, rief kürzlich sogar die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA auf den Plan. Welche Schwächen der „Autopilot“ hat, zeigen immer wieder YouTuber mit ihren Videos oder kürzlich auch deutsche TV-Journalisten. Nun wird im Netz ein Serien-Unfall heiß diskutiert, bei dem angeblich auch der Tesla-„Autopilot“ die entscheidende Rolle gespielt haben soll.

Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – und sorgt für Diskussionen

Der Unfall ereignete sich in einem Tunnel im Bereich der Bay Bridge von San Francisco. In einem Überwachungsvideo (weiter unten zu finden) ist zu sehen, wie ein Tesla Model S auf der linken Spur plötzlich bis zum Stillstand abbremst. In der Folge fahren mehrere Fahrzeuge auf – insgesamt sieben Wagen. Der Fahrer des Model S behauptet laut Polizeibericht, dass der „Autopilot“ aktiviert war und eine Fehlfunktion gehabt habe. Den Angaben zufolge war der Tesla-Fahrer mit einer Beta-Version (nicht fertig entwickelte Software) des FSD-Systems unterwegs.

Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – War wirklich der „Autopilot“ schuld?

Nun hat das Portal The Intercept weiteres Material aufgetrieben, das die Situation vor dem Unfall aus einer anderen Perspektive zeigt (weiter unten zu finden). Darin ist zu sehen, dass der Tesla kurz vor seinem Stopp eine Ausfahrt passiert und kurz darauf die Spur wechselt. Betrachtet man den Clip, so liegt zumindest die Vermutung nahe, dass der Fahrer des Elektroautos möglicherweise einfach die Ausfahrt verpasst hat – und vielleicht anhalten wollte, um zurückzusetzen.

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Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – US-Verkehrssicherheitsbehörde kündigt Untersuchung an

Auf Twitter äußerte Whole Mars Catalog eine andere Vermutung – und zwar für eine Fehlfunktion des Tesla-„Autopilot“. Möglicherweise habe das System eine Warnleuchte am Tunneleingang als rote Ampel interpretiert. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Tesla künftig bei seinem „Autopilot“ nicht mehr nur auf Kameras setzen will – sondern auch wieder Radarsensoren verbaut.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Bei dem Unfall, der sich bereits Ende November ereignete, wurden Medienberichten zufolge neun Menschen verletzt, darunter ein zweijähriges Kind. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine Untersuchung des Falls angekündigt.

Rubriklistenbild: © ZUMA Press/Imago

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