Solar-Startup

Sono Motors von Investor gerettet: Keine Zukunft für Solarauto Sion

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Ein Elektroauto, das sich selbst auflädt. Mit diesem Ziel ging Sono Motors an den Start. Nach der fast Insolvenz liegt der Fokus aber auf anderen Projekten.

Die Idee ist eigentlich genial: Ein Elektroauto mit Solardach, das sich selbst auflädt. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig. Lightyear scheiterte mit seinem Modell 0 ebenso wie Sono Motors mit seinem Sion. Das deutsche Start-up musste letztlich sogar Insolvenz anmelden, weil benötigte Gelder für die Rettung nicht zusammen kamen. Inzwischen scheint das aber zumindest vorläufig gelungen zu sein.

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Sono Motors verlässt Insolvenzverfahren bis Ende Februar

Wie Unternehmeredition berichtet, wurde der Insolvenzantrag der Sono Group NV zurückgenommen und der Insolvenz- und Restrukturierungsplan für die Sono Motors GmbH bestätigt. Bis Ende Februar soll dann auch die GmbH aus dem Insolvenzverfahren aussteigen, erklärt das Unternehmen.

In den Zukunftsplänen von Sonos Motors spielt der Sion keine Rolle mehr.

 „Wir freuen uns darauf, mit unserem starken, motivierten und engagierten Team sowie mit unseren Kunden und Partnern zusammenzuarbeiten, um unsere Mission zu verwirklichen, Solartechnologie auf jedes Fahrzeug zu bringen. Wir sind dankbar, dass unsere Community für den Insolvenzplan gestimmt hat und uns damit eine Chance gibt, diese Mission zu realisieren“, betonen die Geschäftsführer Jan Schiermeister und Denis Azhar in einer gemeinsamen Erklärung.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Solarzellen statt Elektroauto: Sion soll verkauft werden

Das Branchenmagazin Gründerszene erklärt, dass damit nun auch der Ende 2023 verkündete Investoren-Deal mit Yorkville Advisers abgeschlossen werden könne. Der Ausstieg aus dem Insolvenzverfahren war eine der Bedingungen für die Finanzierung. Anfang Februar soll bereits die erste Auszahlung erfolgt sein. Mit den Investorengeldern soll der Betrieb bis Ende 2024 gesichert sein.

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Der Fokus von Sono Motors liegt künftig jedoch auf der Solarzelle. So soll die Markteinführung des Solarnachrüstkits für Busse (Solar Bus Kit) vorangetrieben werden. Gleiches gilt für die Solarintegration für Fahrzeuge wie E-Vans oder E-Trucks. Vom ursprünglichen Traum des Solarautos muss sich Sono Motors jedoch verabschieden. Das Elektroauto Sion wurde aus dem Unternehmen ausgegliedert und steht zum Verkauf.

Rubriklistenbild: © Sono Motors

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