Es werde licht

Sommerschnitt vom Apfelbaum: Welche Triebe Sie entfernen sollten

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Damit der Apfelbaum nicht zu viele störende Triebe entwickelt, sollte man ihm einen Sommerschnitt gönnen. Dies dankt er mit besonders geschmackvollen Äpfeln.

Sommerschnitt ist eigentlich zu viel gesagt, denn für diese Obstbaumpflege benötigen Sie genaugenommen weitgehend noch nicht mal eine Schere – man spricht daher auch vom Sommerriss. Zumindest größtenteils, denn die Zeit nach dem Johannistag ist auch ideal, um den Apfelbaum insgesamt etwas auszulichten. Dies lässt mehr Sonne an die Früchte und macht sie aromatischer und süßer.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Sommerschnitt des Apfelbaums?

Beim Sommerschnitt sollte man es nicht übertreiben, aber ein paar Zweige dürfen schon ab, dann werden die Früchte aromatischer.

Der Begriff „Sommer“ bezeichnet im Falle eines Obstbaum-Rückschnitts den Zeitpunkt, wenn der Baum sein Haupttriebwachstum abgeschlossen hat. Das ist dann, wenn sich die Endknospe gebildet hat und in der Regel bei den meisten Obstbäumen Ende Juli der Fall. Dann beginnt auch langsam die für den Spätsommer typische Blattfärbung. Der beste Zeitraum, um den Apfelbaum zu schneiden, reicht von Ende Juni – mindestens aber nach dem Johannistag – bis Ende August, notfalls bis Mitte September.

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Der Sommerschnitt dient nicht dazu, die Verzweigung des Baums zu fördern, sondern das Entfernen einjähriger und unerwünschter Triebe verschafft den Äpfeln mehr Licht und macht ihren Geschmack so intensiver, da sie mehr Zucker ausbilden. Außerdem können sich fruchttragende Äste mit weniger Konkurrenz von anderen Zweigen besser entwickeln. Da der Baum luftiger ist, können Blätter und Zweige nach Regenschauern schneller trocknen und Pilzerkrankungen wird vorgebeugt.

Alte Apfelsorten: Zehn Sorten, die man mal kosten sollte

Rote Äpfel der Sorte Gravensteiner am Baum hängend
Der Gravensteiner ist seit 1669 bekannt und wird von vielen Allergikern gut vertragen. © CHROMORANGE/Imago
Ein Apfel der Sorte Prinz Albrecht von Preußen
Gestatten: Prinz Albrecht von Preußen. Pflegeleicht, mildsäuerlich und extrasaftig. © imagebroker/schreiter/Imago
Mehrere rote Äpfel der Sorte Winter-Goldparmäne
Leicht mehlig, aber würzig: Die Winter-Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten (um das Jahr 1510). © imagebroker/schreiter/Imago
Eine große Menge frisch gepflückter Äpfel der Sorte Cox Orange
Ein sehr allergener Apfel aus Übersee: Der aromatische Cox Orange ist trotzdem äußerst beliebt. © imagebroker/Imago
Drei Granny-Smith-Äpfel auf Holzunterlage
Wer hätte das gedacht: Der grellgrüne Granny Smith ist eine alte neuseeländische Sorte, die 1868 entdeckt wurde. © Panthermedia/Imago
Eine Hand hält einen Zweig, an dem drei Martini-Äpfel hängen
Der Apfel Martini hat nichts mit dem gleichnamigen Cocktail zu tun – schmeckt aber ebenfalls süßsäuerlich. © Manfred Ruckszio/Imago
Ein Mann hält in seinen Händen viele Boskopäpfel
Der Rote Boskop ist für seine säuerliche Note bekannt und eignet sich gut zum Einmachen oder Backen. © Lars Berg/Imago
Apfel Jonathan in Nahaufnahme
Schneewittchen entsprungen: Der oft rotbackige Jonathan hat ein sehr süßes, festes Fruchtfleisch. © McPHOTO/Imago
Weißer Klaräpfel an einem Apfelbaum
Der Klarapfel reift bereits Ende Juli und eignet sich sehr gut für Apfelmus und Apfelstrudel. © Seeliger/Imago
Mehrere Äpfel der Sorte Berlepsch in einem Korb
Der Apfel Goldrenette Freiherr von Berlepsch wurde 1880 gezüchtet und ist sehr knackig. © agefotostock/Imago

Wie macht man den Sommerschnitt?

Beim Rückschnitt des Apfelbaums sollte man es nicht übertreiben, damit sich der Baum von dem Ast- und Blattverlust erholen kann und nicht zu stark geschwächt wird. Gibt es keine störenden Triebe, ist auch kein Schnitt nötig. So gehen Sie beim Sommerschnitt vor:

  • Wählen Sie einen trockenen Tag und entfernen Sie lange oder starke einjährige Triebe (Wassertriebe), die steil nach oben wachsen. Hierfür reicht es, wenn Sie die dünnen Zweige abbrechen („Sommerriss“).
  • Kürzen Sie die unverzweigten Äste des Leittriebs im oberen Teil der Krone des Baums – waagrechte beziehungsweise generative Äste, die viele Blütenknospen tragen werden (senkrechte Triebe unter 20 Zentimeter Länge) bleiben bestehen.
  • Schneiden oder sägen Sie gegebenenfalls die Zweige ab, die zu dicht stehen, abgestorben oder mit Krankheiten wie Mehltau befallen sind.

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Vermeiden Sie Schnitte an mehrjährigen Astverzweigungen und im Kronengerüst.

Rubriklistenbild: © Pond5/Imago

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