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Ständig launisch? Ungünstiger Schlafzyklus könnte Ursache sein

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Guter Schlaf ist enorm wichtig, um energiegeladen und gutgelaunt in den Tag zu starten.
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Sie wünschen sich einen besseren Schlaf? Entdecken Sie, wie Sie Ihre Schlafqualität verbessern und voller Energie in den Tag starten können.

Sind Sie jemand, der jeden Tag um 23 Uhr ins Bett geht und um sieben Uhr morgens erfrischt aufwacht? Dann haben Sie wahrscheinlich bereits Ihren idealen Schlafrhythmus gefunden. Bezüglich der Schlafdauer sind Sie in guter Gesellschaft: Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts, die von der AOK zitiert wird, gaben 81,6 Prozent der Teilnehmer an, täglich zwischen sechs und acht Stunden zu schlafen. Sie schlafen weniger als sechs Stunden? Warum Sie das ändern sollten, lesen Sie im Artikel „Forscher zeigen, wie viel Schlaf Sie wirklich brauchen“.

Sie sind tagsüber konzentriert und fit? Dann schlafen Sie vermutlich genug

Die Techniker Krankenkasse gibt eine einfache Regel an: Wer auch bei längerer sitzender Tätigkeit tagsüber konzentriert arbeiten kann, ohne müde zu werden, hat sein persönliches Schlafbedürfnis erfüllt. Die ideale Schlafenszeit und Schlafdauer variiert jedoch stark von Person zu Person und ändert sich im Laufe des Lebens.

Wenn Sie tagsüber oft müde und gereizt sind, könnte dies auf einen für Sie ungeeigneten Schlafrhythmus zurückzuführen sein. Wer sich beispielsweise an seinen Partner anpasst und früh zu Bett geht, obwohl er oder sie eher zu den „Eulen“ gehört, tut seinem Körper keinen Gefallen. Diese Gewohnheit kann nämlich zu Ein- und Durchschlafproblemen führen. Aber wie findet man den perfekten Schlafrhythmus für sich selbst?

Störung der inneren Uhr kann Schlafprobleme begünstigen

Unser Schlaf wird stark vom zirkadianen Rhythmus beeinflusst. Dies bezieht sich auf die Fähigkeit des Körpers, sich an den Tagesrhythmus und die damit verbundenen wechselnden Umweltbedingungen anzupassen. So bestimmt beispielsweise der Hell-Dunkel-Rhythmus des Tages in der Regel, wann wir müde werden. Doch diese innere Uhr wird in der modernen Welt von vielen Faktoren beeinflusst. Technologische Fortschritte ermöglichen es uns heute, auch nachts zu arbeiten, Serien zu schauen oder mit dem Auto nach Hause zu fahren. Dies kann zu einer Störung der inneren Uhr führen, die auch Schlafprobleme begünstigen kann.

Zehn Tipps, dank derer Sie nie wieder schlecht schlafen

Zwei Frauen trinken Kaffee
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © Josep Suria/Imago
Frau wacht auf
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und herwälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es „umarmen“. © Tanya Yatsenko/Imago
Wecker
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © kvkirillov/Imago
Frau trinkt Wein
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © Sofiya Garaeva/Imago
Frau schläft
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © Vasily Pindyurin/Imago
Frau hält Kissen vors Gesicht
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © Sofiya Garaeva/Imago
frau massiert ihre wade nach einem nächtlichen wadenkrampf
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © Rolf Kremming/Imago
Paar liegt im Bett
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © AndreyPopov/Imago
Tasse mit Baldrian-Tee
Tipp 9: Manche schwören auch auf einen Schlummertrunk, um schneller ins Land der Träume abzutauchen. Begehrt sind vor allem Teesorten wie Baldrian- oder Hopfentee, weil sie schlaffördernde Wirkung entfalten sollen.  © O. Diez/Imago
Frau macht Yoga
Tipp 10: Entspannungsübungen lassen Körper und Geist zur Ruhe kommen. 15 Minuten entspannende Yoga-Übungen, Mediation oder autogenes Training können Ihnen so helfen, den Tag hinter sich zu lassen und schneller einzuschlafen.  © Imago

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„Wichtig ist, das individuelle Schlaffenster so gut wie möglich an den eigenen Chronotyp – also die innere Uhr – anzupassen und dann einen regelmäßigen Schlafrhythmus beizubehalten“, zitiert das Portal Neurologen und Psychiater im Netz Prof. Dr. Thomas-Christian Wetter, Stv. Leiter des Referats „Schlafmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). „Das heißt möglichst regelmäßig – sowohl unter der Woche als auch am Wochenende – entweder immer früh aufzustehen und auch früh zu Bett gehen oder später aufzuwachen und dann auch später abends einzuschlafen. Betroffene sollten für sich selbst herausfinden, zu welchen tageszeitlichen Präferenzen sie tendieren und was ihnen guttut, auf diese Weise ihren natürlichen Schlafrhythmus finden und diesen dann durch das Einhalten regelmäßiger Einschlaf- und Weckzeiten unterstützen“, so der Schlafexperte weiter.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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