In den USA

Tesla-Stecker als neuer Ladestandard: GM und Ford stellen um

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In den USA könnte der Tesla-Ladestecker bald zum beherrschenden Standard werden: Nach Ford setzt nun auch GM auf die sogenannte NACS-Technik.

In den 1980er-Jahren konkurrierten gleich drei verschiedene Videokassetten-Formate um die Vorherrschaft – am Ende setzte sich VHS gegen Betamax und Video 2000 durch. In den 2000ern gab es dann einen ähnlichen Formatstreit, bei dem die HD-DVD der Blue-ray-Disk unterlag. Noch schlimmer war für Kunden später die Vielzahl von verschiedensten Handy-Ladekabeln: Nahezu jeder Hersteller kochte hier sein eigenes Süppchen – doch spätestens ab 2024 dürfen die Hersteller in der EU die Geräte nur noch mit dem USB-Stecker verkaufen. Eine Standardisierung bahnt sich nun auch bei den Ladesteckern für Elektroautos an: In den USA setzt nach Ford auch GM auf die Technik von Tesla.

Teslas Supercharger-Netzwerk: Ein wichtiger Baustein für den Erfolg

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg des E-Autobauers Tesla war ohne Frage der Aufbau eines eigenen Ladenetzes: Ab 2012 wurden in den USA die ersten Stationen mit dem Namen „Supercharger“ installiert. Im Laufe der Jahre stieg die Ladeleistung immer weiter an, wodurch sich die Ladezeit dementsprechend verkürzte. Inzwischen sind an den neuesten Säulen theoretisch bis zu 250 kW Ladeleistung möglich – und speziell für den Elektro-Lkw Semi sollen sogenannte Mega-Charger errichtet werden, die noch deutlich schneller Strom in die Fahrzeuge pumpen sollen.

In den USA könnte das Tesla-Ladesystem (NACS) womöglich bald zum beherrschenden Standard werden.

„North American Charging Standard“: Ford und GM setzen auf Teslas NACS-Technik

Nun sieht es in Nordamerika so aus, als ob der Tesla-Schnellladestecker zum beherrschenden Standard wird. Denn nach Ford hat jetzt auch General Motors angekündigt, künftig auf den Tesla-Standard zu setzen. Durch diesen Schritt der beiden Hersteller dürfte der in den USA vorherrschende CCS1-Stecker an Bedeutung verlieren. Tesla hatte bereits im November 2022 sein System in „North American Charging Standard“ (NACS) umbenannt – wohl in der Hoffnung, dass auch andere Hersteller darauf setzen. Denn sollte es eines Tages zu einer „Zwangs-Standardisierung“ kommen, wäre es für Tesla natürlich ein großer Aufwand, das eigene System zu verändern. Allerdings kann es auch zu Problemen kommen, wenn andere Marken an Superchargern laden – wie ein Reddit-Beitrag zeigt.

E-Wagen der Extraklasse: Zehn Luxusautos, die mit Strom fahren

Der Elektro-Sportwagen Rimac Nevera fährt auf einer Straße.
Rimac Nevera: Für viele sind Sportwagen der Inbegriff von Luxus. Beim Rimac Nevera dürfte das außer Frage stehen. Lediglich 150 Exemplare des Elektroautos sollen gebaut werden. Kolportierter Kostenpunkt: zwei Millionen Euro. Netto. Dafür gibt es aber auch 1.914 PS, vier Elektro-Motoren und eine Reichweite von bis zu 550 Kilometern. Den Sprint von null auf 100 legt der Sportwagen in sagenhaften 1,85 Sekunden zurück. © Rimac
Das Luxus-Elektroauto Audi e-tron GT
Audi e-tron GT: Auch der Ingolstädter vereint Sport und Luxus. In der Basisvariante sorgen 476 PS für viel Vortrieb. Wer sich für die RS-Version entscheidet, darf sich auf 598 PS freuen. Je nach Modell sind Reichweiten von 472 bzw. 487 Kilometer möglich. Preislich geht es bei rund 104.000 Euro los. Der RS e-tron GT schlägt mit mindestens 142.500 Euro zu Buche. © Audi
Das Luxus-Elektroauto Porsche Taycan.
Porsche Taycan: Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, technisch ist der Luxus-Stromer eng verwandt mit dem Audi e-tron. Beide nutzen die gleiche Plattform und teilen auch so viele Bauteile. Allerdings hat der Zuffenhausener etwas mehr Leistung (bis zu 761 PS) und kommt je nach Version bis zu 498 Kilometer weit. In der günstigsten Variante kostet der Taycan 88.399 Euro. Am teuersten ist der Taycan Turbo S Cross Turismo mit 191.096 Euro. © Porsche
Das Luxus-Elektroauto Mercedes-Benz EQS
Mercedes-Benz EQS: Abgesehen von den Maybach-Modellen ist die S-Klasse wohl das luxuriöseste Fahrzeug, das man bei Mercedes kaufen kann. Kein Wunder also, dass man in Stuttgart mit einer Elektro-Version nachlegte. In der günstigsten Version mit 292 PS kostet der EQS rund 116.000 Euro. Die Reichweite liegt bei 576 Kilometern. Zudem bietet der Stromer neben viel Luxus auch eine Menge Platz. © Mercedes-Benz AG
Das Luxus-Elektroauto Mercedes-Benz EQE.
Mercedes-Benz EQE: Neben der S-Klasse hat auch die E-Klasse ein elektrisches Gegenstück bekommen. In der Basisversion leistet der Elektromotr des EQE 245 PS und kommt bis zu 639 Kilometer weit. Wer etwas mehr Leistung bevorzugt wird bei AMG fündig. Der AMG EQE 53 4Matic+ Dynamic Plus kommt mit zwei E-Aggregaten die zusammen 687 PS leisten. Allerdings sinkt die Reichweite auf bis zu 526 Kilometer. © Dirk Weyhenmeyer/Mercedes-Benz AG
Das Luxus-Elektroauto BMW iX M60
BMW iX: Ja, auch BMW kann bekanntlich Luxus. In diesem Fall mit dem SUV iX. Die zwei Elektromotoren leisten je nach Version 326 oder 523 PS. Der iX M60 kommt sogar mit 540 PS zum Kunden. Je nach Batterie legt der Stromer mit einer Ladung 408 bis 633 Kilometer zurück. Die Basisversion gibt es bereits für 77.300 Euro. Mit dem M-Logo geht es bei 143.100 Euro los. © BMW/Enes Kucevic Photography
Das Luxus-Elektroauto BMW i7.
BMW i7: Was Mercedes die S-Klasse ist, ist bei BMW der 7er. Mehr Luxus geht nicht. Und wie der Konkurrent aus Stuttgart haben auch die Münchner ihr Flaggschiff unter Strom gesetzt. Zwei Elektromotoren sorgen für 544 PS. Künftig soll der Stromer sogar teilweise autonom fahren können. So viel Luxus hat allerdings seinen Preis: Satte 139.900 Euro ruft BMW für den i7 auf. © BMW/Daniel Kraus
Das Luxus-Elektroauto Lucid Air.
Lucid Air: Mit dem Elektroauto drängen auch immer mehr neue Hersteller auf den Markt. Einer davon ist Lucid. Mit dem Air haben sich die Amerikaner direkt ins Luxus-Segment gewagt. Je nach Ausführung wird das Elektroauto von 480 bis 1.111 PS angetrieben. 2023 soll das neue Top-Modell Saphire mit 1.217 PS kommen. Die Reichweite liegt bei 653 bis 883 Kilometern. In nur 15 Minuten soll genug Strom für ca. 400 Kilometer Reichweite geladen sein. Für die Air Dream Edition werden aktuell 218.000 Euro fällig. Etwas günstiger ist der Grand Touring, der bei 159.000 Euro startet. © Lucid
Das Luxus Elektroauto Jaguar I-PACE.
Jaguar I-PACE: Die Briten sind schon seit 2018 mit ihrem Luxus-Elektroauto auf dem Markt. Entsprechend bekommt der I-PACE 2024 einen Nachfolger. Bis dahin haben die Kunden die Wahl zwischen zwei Versionen mit jeweils 400 PS. Mit der 90,2-kWh-Batterie kommt der Stromer bis zu 450 Kilometer weit. Die Preise starten bei 92.400 Euro. © Jaguar
Das Luxus-Elektroauto Rolls-Royce Spectre.
Rolls-Royce Spectre: Schon im Jahr 1900 hatte sich der Rolls-Royce-Mitbegründer Charles Rolls ein Elektroauto zugelegt und war begeistert. Er wusste aber auch: Die Stromer sind erst dann sinnvoll, wenn es feste Ladestationen geben würde. Über 110 Jahre später ist das der Fall und die BMW-Tochter bringt mit dem Spectre ihr erstes Serien-Elektroauto auf den Markt. Dafür setzt man nicht etwa auf die Neue-Klasse-Architektur, sondern hat mit dem Aluminium-Spaceframe eine eigene Basis entwickelt. Die Batterie ist jedoch mit der des i7 verwandt und soll eine Reichweite von etwa 520 Kilometern ermöglichen. Angetrieben wird der Nobel-Stromer von zwei E-Motoren, die zusammen 585 PS leisten. Mit einem Preis von 318.500 Euro liegt der Spectre zwischen dem Cullinan und Phantom.  © Rolls-Royce

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Tesla-Technik als US-Ladestandard: Vorerst keine Auswirkungen auf Europa

Bereits ab 2024 sollen E-Fahrzeuge des GM-Konzerns – darunter Marken wie Cadillac und Chevrolet – an den Tesla-Superchargern andocken können. Zunächst noch per Adapter, ab 2025 ist dann geplant, dass die Fahrzeuge ab Werk mit dem NACS-Standard ausgeliefert werden. Auch Ford will ab diesem Zeitpunkt auf die Tesla-Technik setzen. Praktisch für die Kunden: Seit einiger Zeit ist es möglich, online über neue Supercharger-Standorte abzustimmen – nicht nur für Tesla-Fahrer.

Auswirkungen auf Deutschland und Europa dürfte der Schwenk von GM und Ford in den USA zunächst nicht haben. Denn hierzulande hat sich der Combined Charging Standard (CCS2) durchgesetzt, mit dem Tesla auch die meisten Fahrzeuge ausliefert.

Rubriklistenbild: © Tesla Motors

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