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Wer spätblühende Stauden im zeitigen Frühjahr teilt, hält die Pflanzen gesund und verlängert die Blüte im Herbst. Und das Beste: Es kostet nichts.
Eine einfache Gärtnerregel besagt, dass man Frühjahrsblüher im Herbst teilt und Stauden, die im Spätsommer oder Herbst blühen, im Frühling. So haben die Pflanzen jeweils noch lange Zeit, wieder gut anzuwachsen. Dies ist nicht jedes Jahr nötig, aber es kräftigt die Pflanzen und ältere Exemplare bekommen einen neuen Anreiz, mehr Blüten zu bilden. Ganz nebenbei lassen sich die Stauden einfach und kostengünstig vermehren.
Stauden vermehren: Wenn man sie früh teilt, blühen sie länger
Im Laufe der Jahre lassen viele Stauden Blätter und Blüten missen und verkahlen zusehends. Spätestens dann ist eine Verjüngungskur angebracht. Das Frühjahr ist ein besonders guter Zeitpunkt, um Stauden zu teilen, da die umgesetzten Pflanzen mit zunehmendem Licht und mehr Wärme einen kräftigen Wachstumsschub mitnehmen können. So eignen sich hier beispielsweise Winterastern, Sonnenhut, Sonnenbraut, Indianernessel, Margeriten oder Eisenhut und viele andere Blumen, die ab etwa Juli ihre Blüten entfalten.
Mit zwölf Stauden durch das Jahr: Dank ihnen blüht es im Garten jeden Monat




So teilen Sie Ihre Stauden Schritt für Schritt:
- Die Staude, die Sie teilen möchten, sollte gesund und gut gewachsen sein, die Teilstücke sollten so groß sein, dass sie später genug Wurzeln und wenigstens einen neuen Trieb haben.
- Graben Sie die Mutterpflanze aus und schütteln Sie etwas Erde ab. Durchtrennen Sie die Pflanze mit einem scharfen Messer in zwei oder mehr Teile. Ist der Wurzelstock größer, eignet sich auch ein Spaten.
- Entfernen Sie dabei tote, kranke und vertrocknete Pflanzenteile. Die Wurzeln kann man ein wenig einkürzen.
- Die Teilstücke schnell mit etwas organischem Dünger an den gewünschten Platz im Garten einpflanzen. Vergessen Sie nicht, die Pflanzen nach dem Umsetzen gut anzugießen.
Wer sich nicht sicher ist, wohin er die mehr gewonnenen Stauden pflanzen soll, könnte bei der Gelegenheit ein neues Staudenbeet planen und anlegen.
Nicht alle Stauden werden gern geteilt und umgesetzt, sondern blühen auch nach Jahren mit voller Kraft. Dazu zählen das Tränende Herz, Rittersporn, Pfingstrosen, Chinaschilf oder die Silberkerze.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Stauden zu teilen? Eine bewährte Gärtnerregel besagt, dass man Frühjahrsblüher im Herbst und Spätsommer- sowie Herbstblüher im Frühling teilt. So haben die Pflanzen ausreichend Zeit, vor ihrer nächsten Blütezeit gut anzuwachsen. Das Frühjahr bietet den Vorteil, dass die geteilten Pflanzen den Wachstumsschub durch zunehmendes Licht und wärmere Temperaturen optimal für sich nutzen können.
Kann man alle Stauden durch Teilung vermehren? Die meisten Stauden, die Horste bilden, lassen sich sehr gut durch Teilung vermehren. Dazu zählen zum Beispiel Astern, Sonnenhut, Sonnenbraut, Indianernessel oder Margeriten. Bei Stauden mit Pfahlwurzeln, wie dem Rittersporn, ist diese Methode hingegen nicht empfehlenswert. Informieren Sie sich am besten vorab über die spezifischen Eigenschaften Ihrer Pflanze.
Welche Stauden sollte man nicht teilen? Einige Stauden bevorzugen es, ungestört an ihrem Platz zu wachsen und belohnen dies mit einer jährlich zunehmenden Blütenpracht. Dazu gehören beispielsweise das Tränende Herz, Rittersporn, Pfingstrosen, Chinaschilf und die Silberkerze. Diese Pflanzen haben oft eine tiefreichende Pfahlwurzel oder unbewurzelte Einzeltriebe.
