Das Stauden-Einmaleins

Diese 5 goldenen Regeln sollten Sie beim Pflanzen von Stauden beachten

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Schon beim Pflanzen legt man den Grundstein für ein schön blühendes Staudenarrangement.
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Langlebige, üppig blühende Stauden sind der Traum jedes Gartenfreunds. Schon beim Einpflanzen muss man ihnen dafür den besten Start ins Blumenleben ermöglichen.

Stauden sind eine beliebte Wahl für jeden Gartenliebhaber, da sie Jahr für Jahr zurückkehren und mit ihrer Farbenpracht und Vielfalt den Garten verschönern. Sie sind ideal für alle, die es in Sachen Blumenpflege gern etwas gemütlicher angehen. Damit die Stauden jedoch ihr volles Potenzial entfalten können, ist es wichtig, bestimmte Regeln beim Pflanzen zu beachten, denn dabei werden oft Fehler gemacht. Hier sind die wichtigsten Tipps, die Ihnen dabei helfen, Ihre Stauden erfolgreich zu setzen.

Fünf goldene Regeln für kräftige, wuchsfreudige Stauden

Ist das Blumenbeet einmal angelegt, benötigen winterharte mehrjährige Stauden in der Regel nur noch wenig Pflege. Sie lassen sich nach einiger Zeit auch einfach teilen und vermehren. Doch bis es so weit ist, spielen mehrere Faktoren eine Rolle, damit sich die Pflanzen gut entwickeln und über einen langen Zeitraum viele Blüten bilden. Mit diesen Grundregeln bieten Sie den Blumen beste Voraussetzungen:

  1. Die richtige Auswahl treffen: Bevor Sie mit dem Pflanzen beginnen, ist es unbedingt nötig, die richtigen Stauden für Ihren Garten auszuwählen. Berücksichtigen Sie dabei den Standort, die Bodenart, die Sonneneinstrahlung und die Höhe der Pflanzen. Und welche Stauden sind gute Beetnachbarn oder sind es eher Solitärpflanzen? Stellen Sie sicher, dass die ausgewählten Blumen den Bedingungen in Ihrem Garten entsprechen, um ein optimales Wachstum zu gewährleisten.
  2. Pflanzzeitpunkt wählen: Der ideale Zeitpunkt für das Pflanzen von Stauden ist der Frühling oder Herbst, wenn der Boden schon oder noch warm ist. Vermeiden Sie es, bei extremen Wetterbedingungen wie Hitze oder gar Frost zu pflanzen, da dies den Pflanzenstress erhöht.
  3. Bodenvorbereitung: Eine gute Bodenvorbereitung ist der Schlüssel für gesunde und kräftige Stauden. Lockern Sie den Boden gründlich auf und entfernen Sie Unkräuter sowie Steine. Mischen Sie je nach Anspruch der Pflanzenart Blumenerde, Sand und organische Substrate wie Kompost oder verrotteten Mist unter, um die Bodenstruktur zu verbessern und die Nährstoffversorgung zu unterstützen. Auch Urgesteinsmehl kann hilfreich sein.
  4. Pflanztiefe und -abstand beachten: Achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht zu tief oder zu flach gesetzt werden, um Wurzelfäule oder Trockenstress zu vermeiden. Stauden sollten in der Regel in einer Tiefe gepflanzt werden, die der Höhe des Wurzelballens entspricht. Am besten setzt man die Stauden nach einer Faustregel in ein Pflanzloch, das im Vergleich zum Wurzelballen doppelt so groß ist. Da sich die Pflanzen ausbreiten, ist auch ein ausreichender Abstand untereinander nötig, den Sie beispielsweise dem Pflanzenetikett entnehmen können. Je nach Art kann dieser 20 Zentimeter bis einen Meter betragen.
  5. Ausreichend Bewässerung: Schon beim Pflanzen sollte der Wurzelballen gut durchfeuchtet sein. Nach dem Pflanzen benötigen Stauden ebenfalls ausreichend Wasser, um sich zu etablieren. Halten Sie den Boden feucht, aber nicht zu nass, indem Sie regelmäßig gießen (nur im Wurzelbereich, nicht auf die Blätter). Besonders in trockenen Perioden ist zusätzliche Bewässerung wichtig, um ein gesundes Wachstum zu fördern.

Wenn Sie Stauden im Kübel kultivieren möchten, nehmen Sie dafür keine fertigen Arrangements, sondern stellen Sie diese am besten selbst zusammen. Denn die Töpfe im Handel sind oft zu dicht mit mehreren Pflanzen besetzt – hier gilt dann: Herausnehmen und in einen größeren Kübel umpflanzen.

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Zehn heimische Wildstauden, die eine Bereicherung für jeden Garten sind

Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
Das Katzenpfötchen (Antennaria dioica) blüht ab Mai weiß und purpurfarben. Der ideale Platz ist ein sonniger Steingarten. © Pond5 Images/Imago
Motten-Königskerze (Verbascum blattaria), Schabenkraut
Die Motten-Königskerze (Verbascum blattaria), auch Schabenkraut genannt, bevorzugt einen nährstoffreichen, sandig-lehmigen Boden in voller Sonne. Sie ist eine alte Nutzpflanze gegen Schadinsekten und heute gefährdet. © blickwinkel/Imago
Frühlingsplatterbse (Lathyrus vernus)
Im Schatten und im lichten Gebüsch fühlt sich die Frühlingsplatterbse (Lathyrus vernus) wohl, die zu den wilden Frühjahrsblühern zählt. © Karina Hessland/Imago
Rotblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides Purpurea)
Diese Blattschmuckstaude ist zu jeder Jahreszeit attraktiv: Die Rotblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides Purpurea) wünscht sich einen lehmig-sandigen, gut durchlässigen Boden. © Pond5 Images/Imago
Lein (Linum perenne)
Der Blaue Stauden-Lein (Linum perenne) verschönert den Sommer mit zahlreichen himmelblauen Blüten und vermehrt sich über Selbstaussaat. Für sonnige, trockene Standorte. © Manfred Ruckszio/Imago
Biene bestäubt Große Sterndolde (Astrantia major)
Die schmucken Blüten der Großen Sterndolde (Astrantia major) wirken auf Bienen, Schwebfliegen und Käfer sehr anziehend. Ein Must-have für jeden wilden Garten. © Chromorange/Imago
Wiesenraute (Thalictrum flavum)
Schnecken verschmähen die Wiesenraute (Thalictrum flavum), Bienen lieben die anderthalb Meter hohe Staude. Perfekt für den Halbschatten und einen humusreichen Boden. © Pond5 Images/Imago
Knäuelglockenblume (Campanula glomerata)
Die Knäuelglockenblume (Campanula glomerata) bevorzugt nährstoff- und humusreiche Böden und lockt zahlreiche Schmetterlinge sowie Bienen an. © Pond5 Images/Imago
Honigbiene an einer Traubigen Graslilie (Anthericum liliago)
Eine edle Erscheinung im trockenen Sonnenbeet: Die zauberhaften Blüten der Traubigen Graslilie (Anthericum liliago) öffnen sich im Mai. © MiS/Imago
Rote Spornblume (Centranthus ruber)
Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) liebt Wärme, Sonne und trockene Böden. Sie blüht ab Juni rosarot. © Zoonar/Imago

Muss ich Stauden zurückschneiden, bevor ich sie pflanze?

Das Zurückschneiden von Stauden vor dem Pflanzen ist kein Muss, aber vor allem bei höheren Exemplaren sinnvoll, damit sich die Pflanze auf das Anwurzeln konzentrieren kann und nicht auf die Blattbildung. Es ist auf jeden Fall ratsam, abgestorbene oder beschädigte Teile der Stauden vor dem Pflanzen zu entfernen. Aus dem Topf wuchernde Wurzeln kann man abschneiden.

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