Gesundes Heimspiel

Superfood-Pflanzen aus Ihrem eigenen Garten machen Chia und Goji überflüssig

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Warum Geld ausgeben, wenn das beste Superfood im eigenen Garten wächst? Vier Pflanzen, bei denen Sie beim nächsten Streifzug zugreifen sollten.

Ob im morgendlichen Porridge oder in der Gemüse-Bowl – Superfoods wie Chia, Quinoa oder Gojibeeren sind in aller Munde. Sie gelten als besonders gesund, mit ihren Nährstoffgehalten der Superlative. Abgesehen davon, dass ihre gesundheitliche Wirkung nicht immer belegt ist, haben die Produkte oft lange Transportwege über ganze Kontinente hinter sich, was ökologisch bedenklich ist. Wenn Sie das nächste Mal durch Ihren Garten spazieren, achten Sie doch einmal auf heimische, oft vergessene „Wunderkräuter“, Knollen und Beeren, die wirklich mit einem Gesundheitsplus punkten können.

Kräuter, Knollen, Früchte – ganz frisch aus dem Garten

Mit ihren kleinen weißen Blüten ist die Knoblauchsrauke recht unscheinbar – enthält aber besonders viel Vitamin A und Vitamin C.

Natürlich ist jedes Gemüse und Obst, das man aus dem eigenen Garten isst und erntet, ein Mehrgewinn für die Gesundheit. Aber es gibt Wildkräuter, Wildfrüchte oder Blumen, die aus der Vielzahl der Zuchtpflanzen herausragen, indem sie besonders hohe Vitamingehalte, Mineralstoffe oder sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe vorweisen können.

Diese Gartenpflanzen stecken randvoll mit gesunden Inhaltsstoffen:

  • Brennnessel: Die Pflanze enthält viel Vitamin A, C, Folsäure, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide. Letztere können gegen Blasentzündungen helfen, schützen als Antioxidantien die Zellen und lindern Entzündungen. Die Brennnessel schmeckt fast in jeder Form als Suppe, Pesto oder Salat.
  • Topinambur: Die Pflanze blüht nicht nur toll, ihre unterirdischen Knollen halten außerdem den Blutzuckerspiegel nach dem Essen konstant – ideal für Diabetiker. Das in ihnen enthaltene Inulin ist ein Ballaststoff, der sehr gut auf die Darmgesundheit wirkt. Topinambur kann man roh oder gekocht essen.
  • Knoblauchsrauke: Senföle verleihen der Knoblauchsrauke einen leicht scharfen Geschmack, sie wirken gegen Bakterien und sind gut für die Verdauung. In ihr steckt aber auch besonders viel Vitamin A und Vitamin C. Man isst das Wildkraut am besten roh.
  • Hagebutten: Die Früchte der Wildrosen haben einen Vitamin-C-Gehalt, der Zitronen in den Schatten stellt (bis zu 1500 mg pro 100 g). Außerdem viel Vitamin B1, B2, Mineralstoffe und Gerbstoffe. Um die Vitamine zu bewahren, sollte man die Früchte aber nur roh essen.

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Kostenlose Vitamine: Zehn Wildfrüchte, die Sie für den Vorrat haltbar machen können

Geerntete Holunderbeeren in einem Korb
Ab August ist sind Holunderbeeren erntereif. Roh sind giftig, als Saft oder Sirup jedoch toll in der Erkältungszeit.  © blickwinkel/Imago
Kornelkirschen in Salzlake eingelegt
Kornelkirschen enthalten doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen und schmecken als Konfitüre, süßsauer oder in Salzlake eingelegt.  © blickwinkel/Imago
Gemeine Berberitze, Zweig mit reifen Früchten
Die Berberitze, auch Sauerdorn genannt, reift ab August. Die Früchte eigenen sich sehr gut zum Einkochen und zum Trocknen. © blickwinkel/Imago
Reife Preiselbeeren am Strauch
Von August bis Oktober findet man im Wald Preiselbeeren. Sie schmecken klassisch als Kompott. Eingefroren halten sie rund sechs Monate. © imagebroker/Imago
Mann pflückt Brombeeren
Wer hat Angst vor wilden Beeren? Brombeeren verarbeitet man im Herbst zu Konfitüre und Kompott. © Westend61/Imago
Zweigriffeliger Weißdorn, reife Früchte in einer Schale
Im September trägt der Weißdorn Früchte, die ihr Aroma am besten als Gelee, Kompott, Saft oder Sirup entfalten. © Westend61/Imago
Sanddornbeeren, Sanddornblätter und selbstgemachter Saft aus Sanddornbeeren
Viel mehr Vitamin C geht nicht: Sanddorn lässt sich als Saft, Mus oder Sirup haltbar machen. © blickwinkel/Imago
Amsel frisst Voegelbeeren
Die sauren Vogelbeeren der Ebereschen macht der Frost bekömmlicher – eingelegt, kandiert oder als Konfitüre.  © blickwinkel/Imago
Hagebuttenzweige in der Hand eines Kindes
Hagebutten werden bei Minustemperaturen aromatischer. Man kann sie zu Mus verarbeiten oder auch trocknen. © photothek/Imago
Schlehenfrüchte im Schnee
Schlehen müssen Frost bekommen, bevor sie pur genießbar sind. Ideal für Gelee oder Likör.  © Reiner Bernhardt/Imago

Auch viele vermeintliche Unkräuter im Garten sind essbar und sind auf dem Teller besser aufgehoben als im Beet.

Rubriklistenbild: © H. Tschanz-Hofmann/Imago

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