VonLaura Wittstruckschließen
Im Herbst sollten Sie den Teich winterfest machen: Nur so überleben die Fische und Pflanzen im Wasser. Fünf Arbeitsschritte sind dabei unverzichtbar.
Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, ist es Zeit, den Teich winterfest zu machen. Schließlich sollen Wasserpflanzen und tierische Bewohner wie Fische die Zeit bis zum nächsten Frühjahr gut überstehen. Zum Programm gehört dabei etwa die Uferpflege oder das Umsiedeln von Lebewesen. Welche Maßnahmen zur Teichpflege notwendig sind, hängt auch von der Art des Gewässers ab.
Schritt 1: Uferpflanzen zurückschneiden
Wer seinen Teich für den Winter vorbereitet, sollte auch dessen unmittelbare Umgebung nicht vernachlässigen. Bäume und Pflanzen am Ufer sollten Sie zurückschneiden und den Teich regelmäßig von Laub befreien, etwa mit einem Teichreiniger (werblicher Link). Der Grund: Wenn Blätter oder andere Pflanzenreste ins Wasser fallen, sinken sie an den Boden und zersetzen sich dort. Die freigewordenen Nährstoffe begünstigen dann das Wachstum von Faden- oder Schwebealgen. Dazu trägt laut NDR auch bei, dass gerade die Mikroorganismen, die Algenabfälle normalerweise verwerten, bei Kälte sehr viel langsamer arbeiten.
Schritt 2: Schlamm entfernen
Über das Jahr sammelt sich am Teichboden Schlamm an. Es macht Sinn, diesen noch vor dem Winter zu entfernen. Wenn sich der Schlamm zersetzt, entstehen Faulgase wie Schwefelwasserstoff. Ist der Teich zugefroren, können diese nicht über die Wasseroberfläche entweichen. Das stellt eine Gefahr für Fische und andere Lebewesen dar. Außerdem reduziert eine dicke Schlammschicht am Boden die Tiefe des Teichs. Fische brauchen jedoch eine gewisse Grundtiefe, um problemlos überwintern zu können. Um den Schlamm zu beseitigen, gibt es extra sogenannte Teichschlammsauger.
Schritt 3: Teichpflanzen versorgen
Können Pflanzen über den Winter im Teich bleiben? Das hängt von der jeweiligen Art ab. Viele einheimische Pflanzen wie Wasserlinsen oder der Froschbiss haben auch mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kein Problem. Sie ziehen sich laut Gartenteichratgeber.com im Winter komplett zurück und kommen bei höheren Gradzahlen wieder zum Vorschein. Auch Seerosen können theoretisch im Wasser überwintern. Voraussetzung hierfür ist, dass sie in ausreichender Tiefe gepflanzt wurden – mindestens 70 Zentimeter sind dafür notwendig.
Kälteempfindliche Pflanzen sollten Sie vor dem Winter dagegen aus dem Teich nehmen. Das geht besonders einfach, wenn sie in einem Pflanzkorb untergebracht sind. Nicht winterhart sind etwa die meisten tropischen Teichpflanzen wie die Muschelblume oder Zyperngras. Sie überleben den Winter laut NDR einfach in einem wassergefüllten Kübel. Der Standort sollte allerdings frostgeschützt sein – geeignet ist beispielsweise der Keller.
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Schritt 4: Winterquartier für Fische einrichten
Viele typische Zierfische im Gartenteich wie Kois oder Goldfische können auch in den kalten Monaten problemlos im Wasser bleiben. Sie verlangsamen ihren Stoffwechsel und fallen in eine Winterstarre. Die Fische brauchen jetzt wesentlich weniger Energie, insofern sollten Sie auch die Futtermenge reduzieren. Überschüssiges Futter sinkt ansonsten auf den Boden und zersetzt sich dort, was das Ökosystem des Teichs stört. Um zu überleben, brauchen Fische außerdem frostfreie Zonen. Damit sie diese vorfinden, ist es wichtig, dass der Teich ausreichend tief ist.
Schlecht für die Tiere ist es, wenn der Teich komplett zufriert – giftige Gase können dann nicht mehr entweichen. Damit keine geschlossene Eisdecke entsteht, gibt es sogenannte Eisfreihalter. Diese sorgen dafür, dass der Sauerstoffaustausch weiter stattfindet. In der Regel reicht ein günstiges Modell aus Hartschaum.
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Schritt 5: Technik entnehmen
Die Teichpumpe sollten Sie vor dem ersten Frost aus dem Teich entfernen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Gerät Schaden nimmt. Gleiches gilt für andere technische Geräte wie Filter. Reinigen Sie diese und bewahren Sie sie an einem frostfreien Ort auf. So sind die Geräte im nächsten Frühjahr wieder voll einsatzbereit.
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