VonSimon Monesschließen
Der Cybertruck von Tesla ist mit einer Vielzahl von Schwierigkeiten konfrontiert. Jetzt tritt ein weiteres Problem auf: Korrosion! Dabei sollte die Karosserie eigentlich aus rostfreiem Edelstahl bestehen.
Es gibt eine Menge gute Gründe dafür, sich keinen Tesla Cybertruck zukaufen – abgesehen davon, dass es den Elekto-Pick-up in Europa gar nicht gibt. Zumindest noch nicht, denn Elon Musk hat eine EU-Version des Cybertrucks bereits in Aussicht gestellt. Mit Magneten sollte man dem kantigen Elektroauto dann aber nicht zu nahe kommen.
Allerdings nicht etwa wegen einer besonders empfindlichen Antriebsbatterie, sondern wegen der Karosserie aus Edelstahl. Denn die scheint besonders empfindlich zu reagieren, wenn man Magnete an ihr anbringt. Das berichten zumindest einige Nutzer des Forums Cybertruck Owners Club.
Rost am Cybertruck: Werbemagnete sorgen für unerwartete Schäden
Dort teilte der Nutzer „cybertooth“, der eigentlich Nick heißt, einige Fotos von der Karosserie seines Elektro-Pick-ups. Dazu schreibt er: „Ich fühle mich wie ein Idiot.. Ich habe beschlossen, Werbemagnete an meinem CT (Cybertruck, Anm. d. Red) anzubringen. Zufällig nahm ich sie nach einem Monat ab, um ihn zu waschen, und mein Herz sackte zu Boden... Rost und Korrosion.“
Offenbar hatte der Cybertruck-Besitzer aber noch mal Glück im Unglück. Der Großteil der vermeintlichen Schäden war lediglich oberflächlich und ließ sich leicht entfernen. Einige kleinere Löcher sowie stellenweise weiße Verfärbungen blieben aber auch nach einer intensiven Behandlung der Karosserie übrig.
Korrosionsprobleme bei Cybertrucks: Warum Teslas Pick-up rostet
Und Nick ist nicht alleine mit dem Problem. Zahlreiche Forumsnutzer berichten von ähnlichen Problemen bei ihren Cybertrucks. Und das ist auch nicht weiter verwunderlich. Immerhin kann sich auf Edelstahl binnen weniger Stunden oberflächlicher Rost bilden.
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Die Karosserie des Cybertrucks besteht zwar aus kaltgewalztem Edelstahl vom Typ 30X. Dieses Material gilt als besonders korrosionsbeständig, ist jedoch nicht vollständig korrosionsresistent, wie sich bereits bei einigen Fahrzeugen gezeigt hat. Hinzu kommt, dass durch den Magneten ein mikroskopischer Kontaktbereich mit erhöhter mechanischer Spannung entsteht, wie das Portal T3n berichtet. Diese Spannung kann die schützende Chromoxidschicht beschädigen, was zu Kontaktkorrosion führt. Besonders problematisch wird es, wenn Feuchtigkeit oder Schmutz hinzukommen, die den Korrosionsprozess beschleunigen.
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In diesem Fall dürfte der Rost wohl durch eine Elektrolyse anregenden Kontakt verschiedener Metalle entstanden sein. Die beste Lösung gegen Korrosion ist daher auf Magneten zu verzichten. Alternativ könnten Materialien wie Gummi oder Kunststoff zwischen Magnet und Karosserie gelegt werden, um direkten Kontakt zu verhindern. Auf Stoff sollte man dabei jedoch verzichten, da so noch mehr Wasser eingeschlossen wird und der Effekt somit verschlimmert würde.
Auch Aufkleber werden zum Problem für den Cybertruck
Übrigens: Nicht nur Magneten sind Gift für die Karosserie des Tesla Cybertruck. Auch normale Aufkleber und Folierungen sind problematisch, wie Jalopnik berichtet. Diese enthalten Klebstoffe, die Säuren oder andere chemische Bestandteile freisetzen können. Dadurch wird ebenfalls die Chromoxidschicht des Edelstahls angreifen und es kommt zu Rost. Zudem kann sich unter dem Sticker Wasser sammeln, grade, wenn dieser nicht dicht ist oder die Karosserie nicht gründlich gereinigt wurde. Auch hier gilt also: Finger weg von Aufkleber – es sei denn, dieser ist für Edelstahl geeignet.
Rubriklistenbild: © Bihlmayerfotografie/Imago

