Selbstverliebt

Bin ich ein Narzisst? Welche Fragen Narzissten mit „Ja“ beantworten

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Narzissten sind sehr stark auf sich selbst fixiert ist und stellen die eigenen Bedürfnisse über die der Angehörigen. Ein Test zeigt, ob Sie krankhaft egoistisch sind.

Krankhafter Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung, bei der Menschen übermäßig von sich selbst eingenommen sind. Typisches Anzeichen ist ein übersteigertes Bedürfnis nach Bewunderung. Narzissten neigen dazu, andere zu manipulieren, um ihre eigenen Ziele zu erreichen und zeigen wenig Empathie für die Bedürfnisse anderer. Betroffene wollen bewundert werden und der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sein – ohne Rücksicht auf andere. Ein Beispiel dafür könnte sein, dass jemand ständig damit prahlt, wie großartig er seine Ziele erreicht hat, aber wenig Interesse an den Erfahrungen oder Meinungen anderer zeigt. Diese übertriebene Selbstbezogenheit kann zu Beziehungsproblemen und Schwierigkeiten im beruflichen und sozialen Umfeld führen.

Narzisstische Züge sind bis zu einem gewissen Grad normal. Wie das Wissensportal Quarks informiert, gilt Narzissmus unter Psychologen als ein Persönlichkeitsmerkmal, das in der Bevölkerung ähnlich wie Körpergröße oder Intelligenz normalverteilt ist. Die meisten Menschen liegen im Mittelfeld, extrem hohe und extrem niedrige Ausprägungen kommen selten vor.

Narzissmus erkennen: Zwölf Fragen zeigen, ob Sie über die Maßen selbstverliebt sind

Nehmen typische narzisstische Züge wie mangelhaftes Einfühlungsvermögen in andere überhand, sprechen Psychiater und Psychologen von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Sie haben den Verdacht, dass auch Sie krankhaft narzisstisch sind? Mit Sicherheit kann das nur ein Profi, wie etwa ein Psychiater, beantworten. Doch bestimmte Fragen geben Hinweise auf eine mögliche Tendenz.

Wer ab und zu ein Selfie macht, ist noch lange kein Narzisst.

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Unter anderem die Klinik Friedenweiler in Baden-Württemberg veröffentlicht auf ihrer Website Fragen, die auf starken Narzissmus hindeuten. Je mehr der folgenden Fragen Sie mit „Ja“ beantworten, desto narzisstischer sind Ihre Charakterzüge:

  • Viele bewundern oder beneiden mich.
  • Es lohnt sich, Zeit mit mir zu verbringen.
  • Manche sagen, ich hätte eine zu hohe Meinung von mir selbst.
  • Ich habe oft das Bedürfnis nach Bewunderung von anderen.
  • Ich habe Probleme damit, mich in die Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen.
  • Meine eigenen Bedürfnisse sind wichtiger als die anderer.
  • Ich zeige wenig Interesse an den Anliegen und Bedürfnissen anderer Menschen.
  • Manchmal muss ich andere benutzen, um meine Ziele zu erreichen.
  • Ich habe den Eindruck, dass viele meine besonderen Fähigkeiten nicht erkennen.
  • Ich hätte es verdient, sehr erfolgreich zu sein.
  • Es gibt Gründe, warum andere mich zuvorkommend behandeln sollten.
  • Ich habe den Eindruck, dass ich aufgrund meiner Persönlichkeitsstruktur Schwierigkeiten im Leben mit anderen oder mit mir selbst habe.

Depression bis Alkoholsucht: Die häufigsten psychischen Krankheiten im Überblick – Jeder dritte ist betroffen

Eine Frau hält ein gefülltes Sektglas in ihrer Hand.
Alkoholsucht zählt zu den am dritthäufigsten diagnostizierten psychischen Leiden. Mit der Medikamentenabhängigkeit zusammen entfallen 5,7 Prozent der Diagnosen auf die Alkoholabhängigkeit. Etwa jeder siebte Erwachsene trinkt Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Damit ist Alkohol nach Nikotin das häufigste Suchtmittel in Deutschland, so die Bundes Psychotherapeuten Kammer. 1,8 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig, weitere 1,6 Millionen trinken Alkohol in schädlichen Mengen, heißt es weiter. (Symbolbild) © Bode/Imago
Medikamentensucht bei Senioren
Neben der Alkoholsucht zählt die Medikamenten-Abhängigkeit zu den am dritthäufigsten verbreiteten psychischen Erkrankungen in Deutschland.  © Jens Kalaene/dpa
Frau schaut aus Fenster
Die sogenannten affektiven Störungen zählen zu den psychischen Erkrankungen, die am zweithäufigsten in Deutschland vorkommen. Die Depression ist wohl der bekannteste Vertreter aus dieser Gruppe. Der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) zufolge, entfallen fast 10 Prozent der Diagnosen auf diese Krankheitsgruppe. Alleine 8,2 Prozent sind von einer unipolaren Depression betroffen. Depressionen gehören damit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Rund 16 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Störung, innerhalb eines Jahres sind es ungefähr 8 Prozent, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa
Junge Frau vor dem Schrankspiegel
Angststörungen sind am weitesten verbreitet. Der dgppn zufolge entfallen 15,4 der Diagnosen auf Angststörungen wie Panikattacken, Angst vor weiten Plätzen etc. Bei Betroffenen ist das Angstgefühl so übermächtig, dass es den Alltag immens einschränkt. Beschwerden wie Herzrasen, Schwitzen und Zittern zählen zu den Symptomen einer Angststörung. (Symbolbild) © Imago
Frau mit Maßband in der Hand
Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind zwar insgesamt gesehen weniger weit verbreitet als oben genannte Krankheiten. Doch in der weiblichen Bevölkerung zwischen Pubertät und dem 30. Lebensjahr gehören die Essstörungen zu den häufigen psychischen Erkrankungen, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. Etwa ein Prozent der Frauen erkrankt während ihres Lebens an einer Magersucht, rund zwei Prozent leiden im Laufe ihres Lebens an einer Bulimie. (Symbolbild) © Sergiy Tryapitsyn/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Sigrid Olsson/Imago

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