Weichteilkrebs behandeln: dank Früherkennung und Therapieerfolg kann Tumor vollständig entfernt werden
VonNatalie Hull-Deichsel
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Die Behandlung der Weichteilsarkome sollte in spezialisierten Krebstherapiezentren durchgeführt werden. Ziel ist es, den Tumor vollständig, im besten Fall operativ, zu entfernen.
Grundsätzlich kann sich an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers, einschließlich Muskulatur, Fettgewebe, Bindegewebe, Nervengewebe sowie Knochen ein Weichteiltumor entwickeln. Die überwiegende Mehrheit dieser Tumore ist gutartig. Etwa zwei Prozent können jedoch eine bösartige Form annehmen, nämlich ein Weichteilsarkom. Für den Therapie- und Heilungserfolg ist es entscheidend, mögliche Symptome zu kennen, da diese oft nicht korrekt gedeutet werden. Zur Behandlung von Weichteilsarkomen wird häufig auf ein multimodales Therapiekonzept zurückgegriffen.
Weichteiltumor: Achten Sie selbst auf erste Anzeichen
Für lokal begrenzte Tumore, die noch keine Metastasen gebildet haben, ist die Operation die bevorzugte Therapie. Die Art und der Umfang der Operation werden entsprechend der Größe, Lokalisation und Art der Geschwulst festgelegt. Zusätzlich wird bei der Behandlung das charakteristische Wachstumsverhalten von Sarkomen berücksichtigt – Weichteiltumore wachsen tatsächlich über einen längeren Zeitraum nicht über die natürlichen Grenzen von Geweben hinaus.
Die Therapie der Weichteilsarkome wird in dafür spezialisierten Krebszentren durchgeführt, wo individuell oder in Kombination verschiedene Therapieansätze wie Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie angewendet werden. Dieses ganzheitliche Therapiekonzept wird als multimodal bezeichnet und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen medizinischen Onkologen, onkologischen Chirurgen, Tumororthopäden sowie Strahlentherapeuten.
Gemeinsam mit dem Patienten trifft das Team aus Ärzten – das sogenannte Tumor-Board – Entscheidungen darüber, welche Therapie im konkreten Fall empfehlenswert ist. Dies hängt insbesondere von der Art des Weichteiltumors und dem Fortschreiten der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ab. Auch das Alter des Patienten und sein allgemeiner Gesundheitszustand werden bei der Auswahl der Behandlungsmethode berücksichtigt.
Weichteilkrebs: Heilung in vielen Fällen möglich
Sarkome sind seltene Tumorerkrankungen, die Knochen, Weichteile und Organe betreffen können. Dank der medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte ist eine Heilung in vielen Fällen möglich. Dies wird durch interdisziplinäre und personalisierte Therapieansätze ermöglicht. Heutzutage können meist in über 90 Prozent der Fälle Operationen zur erfolgreichen Behandlung durchgeführt werden, wodurch auch betroffene Extremitäten erhalten werden können.
Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sollte die Therapie der ersten Wahl und zentrale Behandlung eines Weichteilsarkoms eine Operation sein. Der Fokus liegt dabei darauf, den Tumor vollständig zu entfernen, um die Krankheit zu heilen. Insbesondere bei Sarkomen an Beinen oder Armen ist ein weiteres wichtiges Ziel der Therapie, betroffene Gliedmaßen so weit wie möglich ohne wesentliche Funktionseinschränkung zu erhalten.
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Wenn es sich um ein relativ kleines und wenig bösartiges Sarkom handelt (Grad-1-Sarkom), kann oft allein eine Operation ausreichen, um die Krankheit zu heilen. Zusätzliche Maßnahmen durch Strahlentherapie und/oder Chemotherapie sind erforderlich bei:
Größeren Tumoren
Tumoren, die bereits gestreut haben (Metastasen)
Aggressiven Tumoren (Grad 2 und 3)
Die Kombination verschiedener Behandlungsmethoden kann in solchen Fällen bessere Ergebnisse erzielen als eine einzelne Therapieform. Sind Weichteilsarkome bereits weit fortgeschritten und metastasiert, kommt als Ersttherapie oft nur eine sogenannte systemische Behandlung infrage, wie die Chemotherapie. Ihr Hauptziel ist es, das Fortschreiten des Tumors zu stoppen und tumorbedingte Beschwerden zu lindern.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.