Karzinom bekämpfen

Weichteilkrebs behandeln: dank Früherkennung und Therapieerfolg kann Tumor vollständig entfernt werden

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Die Behandlung der Weichteilsarkome sollte in spezialisierten Krebstherapiezentren durchgeführt werden. Ziel ist es, den Tumor vollständig, im besten Fall operativ, zu entfernen.

Grundsätzlich kann sich an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers, einschließlich Muskulatur, Fettgewebe, Bindegewebe, Nervengewebe sowie Knochen ein Weichteiltumor entwickeln. Die überwiegende Mehrheit dieser Tumore ist gutartig. Etwa zwei Prozent können jedoch eine bösartige Form annehmen, nämlich ein Weichteilsarkom. Für den Therapie- und Heilungserfolg ist es entscheidend, mögliche Symptome zu kennen, da diese oft nicht korrekt gedeutet werden. Zur Behandlung von Weichteilsarkomen wird häufig auf ein multimodales Therapiekonzept zurückgegriffen.

Weichteiltumor: Achten Sie selbst auf erste Anzeichen

Das häufigste erste Symptom eines Weichteilsarkoms ist eine Schwellung am Körper.

Weichteilkrebs: im besten Fall reicht eine Operation

Für lokal begrenzte Tumore, die noch keine Metastasen gebildet haben, ist die Operation die bevorzugte Therapie. Die Art und der Umfang der Operation werden entsprechend der Größe, Lokalisation und Art der Geschwulst festgelegt. Zusätzlich wird bei der Behandlung das charakteristische Wachstumsverhalten von Sarkomen berücksichtigt – Weichteiltumore wachsen tatsächlich über einen längeren Zeitraum nicht über die natürlichen Grenzen von Geweben hinaus.

Die Therapie der Weichteilsarkome wird in dafür spezialisierten Krebszentren durchgeführt, wo individuell oder in Kombination verschiedene Therapieansätze wie Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie angewendet werden. Dieses ganzheitliche Therapiekonzept wird als multimodal bezeichnet und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen medizinischen Onkologen, onkologischen Chirurgen, Tumororthopäden sowie Strahlentherapeuten.

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Gemeinsam mit dem Patienten trifft das Team aus Ärzten – das sogenannte Tumor-Board – Entscheidungen darüber, welche Therapie im konkreten Fall empfehlenswert ist. Dies hängt insbesondere von der Art des Weichteiltumors und dem Fortschreiten der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ab. Auch das Alter des Patienten und sein allgemeiner Gesundheitszustand werden bei der Auswahl der Behandlungsmethode berücksichtigt.

Weichteilkrebs: Heilung in vielen Fällen möglich

Sarkome sind seltene Tumorerkrankungen, die Knochen, Weichteile und Organe betreffen können. Dank der medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte ist eine Heilung in vielen Fällen möglich. Dies wird durch interdisziplinäre und personalisierte Therapieansätze ermöglicht. Heutzutage können meist in über 90 Prozent der Fälle Operationen zur erfolgreichen Behandlung durchgeführt werden, wodurch auch betroffene Extremitäten erhalten werden können.

Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sollte die Therapie der ersten Wahl und zentrale Behandlung eines Weichteilsarkoms eine Operation sein. Der Fokus liegt dabei darauf, den Tumor vollständig zu entfernen, um die Krankheit zu heilen. Insbesondere bei Sarkomen an Beinen oder Armen ist ein weiteres wichtiges Ziel der Therapie, betroffene Gliedmaßen so weit wie möglich ohne wesentliche Funktionseinschränkung zu erhalten.

Erhöhtes Krebsrisiko: Elf Lebensmittel begünstigen das Tumor-Wachstum

Wurst
Verarbeitetes Fleisch und Fleischwaren werden von der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ als krebserregend eingestuft. Verarbeitet bedeutet in diesem Fall, dass es sich um Fleisch handelt, das durch Salzen, Fermentieren, Räuchern oder Pökeln haltbar gemacht wird, wie Salami, Schinken oder Würstchen. Gepökelte, geräucherte und einge­salzene Fleisch­produkte erhöhen pro 50 Gramm das Risiko auf Darmkrebs um 18 Prozent. © CSH/Imago
Zucker
Ein hoher Zuckerkonsum kann nicht nur Entzündungsprozesse im Körper sowie Diabetes Typ 2 und Rheuma fördern. Zucker begünstigt Übergewicht und Adipositas, was das Krebsrisiko erhöhen kann. Zu hohes Körpergewicht zählt bei Darmkrebs, Schilddrüsenkrebs, Leberkrebs, Magenkrebs sowie Gallenblasenkrebs zu einem der größten Risikofaktoren. Laut der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ erhöht Übergewicht das Risiko für mindestens 13 Krebs­formen. Die Wahr­scheinlich­keit, eine von diesen zu entwickeln, steigt ab einem Body-Maß-Index (BMI) über 25. Bekannt ist, dass Krebszellen sich durch die Energie von Zucker noch eher entwickeln und vermehren. Sie nehmen bis zu zehnmal mehr Zucker auf als normale Körperzellen. Laut „Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)“ sollte jeder Mensch nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag verspeisen. Doch es zeigt sich, dass im Durchschnitt jeder Bundesbürger täglich ca. 93 Gramm Zucker – pro Jahr nahezu 34 Kilogramm – aufnimmt. Versteckte Zucker sind auch in industriell hergestellten Produkten enthalten, von denen man es zunächst nicht vermuten würde, beispielsweise Tiefkühlpizza, Kraut- und Fleischsalat sowie Tomatensuppe. © Science Photo Library/Imago
Burger
Fertig-Burger enthalten häufig neben Zucker auch Transfette, die zu einer Gewichtszunahme führen können, welches wiederum das Krebsrisiko erhöht. Doch auch ein selbstgemachter Burger mit Grillfleisch kann Gefahren bergen: Wenn Fett beim Grillen vom Fleisch in die Glut tropft, entstehen krebserregende Stoffe wie Benzpyren und Amine, die sich über den Rauch und die Hitze mit dem Fleisch verbinden. Benzpyren wird der Gruppe der sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und Amine der Gruppe der heterozyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (HAA) zugeordnet. Beide gelten als Auslöser für Magen- und Darmkrebs. Sie werden im Körper zu Molekülen umgebaut, die in die Darmzellen eindringen. Dort können sie Veränderungen im Erbgut, sogenannte Mutationen bewirken, welche dann zu bösartigen Tumoren heranwachsen können, wie die „Deutsche Krebsgesellschaft“ berichtet. Wer sich für die Grillzeit wappnen möchte, sollte am besten eine Folie zwischen Grillgut und Glut legen. Die gefährlichen Kohlenstoffe können letztlich durch Räuchern oder Rösten entstehen, beispielsweise neben gegrilltem Fleisch auch in geräuchertem Fisch, geröstetem Kaffee oder verbrannter Salami auf der Pizza. © JuriEber/Imago
Pommes frites
Durch das Frittieren entsteht in Pommes Frites der chemische Stoff Acrylamid, der in Tierversuchen als krebserregend eingestuft wurde. „Bei hoher Dosis schädigt es zudem die Nerven“, bekräftigt Dr. Susanne Weg-Remers vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Acrylamid ist natürlicherweise in stärkehaltigen Lebensmitteln enthalten, die durch Braten, Backen oder Rösten sowie der industriellen Verarbeitung bei über 120 Grad Celsius gefertigt werden. Zudem werden Pommes häufig in gehärtetem Fett frittiert, wodurch Transfette entstehen, die Übergewicht fördern können und somit das Risiko für eine Krebserkrankung steigen lassen. © foodandmore/Imago
Kartoffelchips
Die meisten lieben es: Abends beim Filmschauen Chips knabbern. Doch nicht nur wegen der gesünderen Inhaltsstoffe sollte man lieber zu den Nüssen greifen. Wie Pommes Frites werden auch industriell verarbeitete Kartoffelchips häufig in gehärtetem Fett frittiert. Dabei entstehen Transfette, die Übergewicht fördern, wodurch das Krebsrisiko signifikant steigt. Zudem bildet sich beim Frittieren der chemische Stoff Acrylamid, der durch das „Deutsche Krebsforschungszentrum“ als krebserregend eingestuft wird. © Zoonar.com/monticello/Imago
Pizza
Tiefkühlpizza kann als Geschmacksträger Zucker und zudem Transfette enthalten. Bislang gibt es keine eindeutig wissenschaftlichen Nachweise darauf, dass ein hoher Zuckerkonsum das Krebsrisiko steigen lässt, so die „Deutsche Krebshilfe“. Allerdings begünstigt Zucker eine Krebserkrankung insofern, als man dadurch eher übergewichtig werden kann – und Übergewicht erhöht das Risiko für 13 verschiedene Krebsarten. Gleiches gilt für Fette, insbesondere gehärtete Fette wie Transfette. Es ist nicht nachgewiesen, dass Transfette das Krebsrisiko erhöhen. Jedoch sollen sie dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu beeinflussen, wodurch das Risiko für Übergewicht und demnach Krebs steigt. © Bernd Schmidt/Imago
Rotes Schweinefleisch
Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)“ empfiehlt, wöchentlich nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Fleischwaren zu verzehren. Insbesondere rotes Fleisch soll krebserregend wirken können. Denn das Häm-Eisen im roten Fleisch, vornehmlich in Rind und Schwein, könnte das Erbgut schädigen und die Zellteilung fördern. Eine schnelle Zellteilung kann die Entstehung von Darmkrebs, Prostatakrebs sowie Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen. © Imaginechina-Tuchong/Imago
Hot-Dogs im Brötchen werden mit Senf garniert.
Die beliebten Hot Dog-Würstchen enthalten Nitrate, was an sich für den Körper nicht gefährlich ist. Kritisch wird es, wenn Nitrate in Nitrit oder Nitrosamine umgewandelt werden. Beide Stoffe gelten als krebserregend. Das passiert, sobald Nitrate gleichzeitig mit proteinreichen Speisen aufgenommen werden. Neben Hot Dogs kann dies ebenfalls bei Pizza Salami der Fall sein. Das Nitrat der Salami und die Proteine des Käses können sich leicht zu Nitrosaminen umwandeln. © picture alliance/dpa/Johannes Schmitt-Tegge
Croissants
Industriell hergestellte Backwaren wie Croissants enthalten häufig Transfette, die bei regelmäßigem Verzehr Arterienverkalkung, Schlaganfall und Herzinfarkt zur Folge haben können. Transfette stehen außerdem im Verdacht, Entzündungen im Körper zu begünstigens. Zudem fördern die gehärteten Fette Übergewicht und Adipositas, was als einer der entscheidenden Risikofaktoren für Darmkrebs, Magenkrebs, Leberkrebs, Speiseröhrenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs, Schilddrüsenkrebs, Nierenzellkrebs, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gallenblasenkrebs sowie Multiples Myelom gilt. © hojo/Imago
Zwei Donuts auf einem Teller
Donuts enthalten wie Pommes und Chips nicht selten das krebserregende Acrylamid sowie Transfette. Neben der hohen Menge an Zucker tragen auch die gehärteten Transfette zu Übergewicht und Adipositas bei, was wiederum die Gefahr einer Tumorerkrankung ansteigen lässt. © Tobias Becker / echo24.de
Bavaria, Germany - 02 February 2023: Krapfen, pancakes or doughnuts with powdered sugar on a wooden table *** Krapfen, P
Auch die vielerorts in Deutschland beliebten Krapfen enthalten den chemischen Stoff Acrylamid, der mit einem erhöhten Risiko für eine Krebserkrankung verbunden ist. Ein regelmäßiger Verzehr von Gebäck wie Krapfen, das ungesunde Mengen der Transfette und Zucker aufweist, fördert Übergewicht und erhöht in der Folge das Krebsrisiko. © Bihlmayerfotografie/Imago

Weichteilkarzinom, das gestreut hat: Therapiemöglichkeiten bei Krebs mit Metastasen

Wenn es sich um ein relativ kleines und wenig bösartiges Sarkom handelt (Grad-1-Sarkom), kann oft allein eine Operation ausreichen, um die Krankheit zu heilen. Zusätzliche Maßnahmen durch Strahlentherapie und/oder Chemotherapie sind erforderlich bei:

  • Größeren Tumoren
  • Tumoren, die bereits gestreut haben (Metastasen)
  • Aggressiven Tumoren (Grad 2 und 3)

Die Kombination verschiedener Behandlungsmethoden kann in solchen Fällen bessere Ergebnisse erzielen als eine einzelne Therapieform. Sind Weichteilsarkome bereits weit fortgeschritten und metastasiert, kommt als Ersttherapie oft nur eine sogenannte systemische Behandlung infrage, wie die Chemotherapie. Ihr Hauptziel ist es, das Fortschreiten des Tumors zu stoppen und tumorbedingte Beschwerden zu lindern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Moodboard/Imago

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