Krebs, der in jedem Körpergewebe auftreten kann: Schwellung als wichtigstes Warnzeichen
VonNatalie Hull-Deichsel
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Männer sind häufiger vom sogenannten Weichteilkrebs betroffen als Frauen. Je früher der bösartige Tumor erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Im Grunde kann sich an jeder Stelle des menschlichen Körpers in Muskulatur, Fettgewebe, Bindegewebe und Nervengewebe ein Weichteiltumor entwickeln. Die Mehrheit dieser Tumore ist gutartig. Rund zwei Prozent entwickelt sich jedoch zu einer bösartigen Krebserkrankung, einem Weichteilsarkom, so die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Wichtig ist es, entsprechende Symptome zu kennen, die häufig nicht richtig gedeutet werden. Gerade im Bauchraum oder im Becken löst ein Weichteilkrebs keine spezifischen Beschwerden aus.
Unterschied zwischen Sarkom und Karzinom
Sarkome (aus dem Griechischen, sarx, sarkos = Fleisch) sind seltene, bösartige Tumore, die sich aus Drüsengewebe entwickeln. Diese Form von Krebs tritt vor allem im Weichteilgewebe wie Fett- und Bindegewebe auf, kann aber auch in sogenannten stützendem Gewebe wie Knorpel und Knochen vorkommen. Karzinome hingegen entstehen im inneren und äußeren Drüsengewebe, zum Beispiel bei Brustkrebs, Lungenkrebs sowie Darmkrebs.
Weichteiltumor: Achten Sie selbst auf erste Anzeichen
Das häufigste erste Symptom eines Weichteilsarkoms ist eine Schwellung am Körper. Insbesondere wer älter als 50 Jahre ist, sollte bei folgenden Anzeichen den Arzt aufsuchen:
Eine auffällige Schwellung
Eine Schwellung, die sich innerhalb von Wochen bis Monaten vergrößert
Eine Schwellung, die mit Schmerzen verbunden ist
Eine Schwellung mit einem Durchmesser von mindestens fünf Zentimeter
Weichteilsarkome entwickeln sich in circa 40 Prozent der Fälle an den unteren Extremitäten, insbesondere an den Beinen, aber auch am Rumpf, an den Armen, im Kopf-Hals-Bereich sowie im Bauchinnenraum. Sarkome, die im Bauchraum oder Becken auftreten, werden häufig erst in fortgeschritteneren Stadien der Krebserkrankung erkannt. Die Symptome sind in der Regel unspezifisch, sodass ein CT oder MRT die Verdachtsdiagnose bestätigen muss. Etwa zehn Prozent der Betroffenen zeigen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits Metastasen in anderen Organen, vor allem in der Lunge.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.