Spielen, aber richtig

Tierärztin verrät: Mit vier Spielsachen würde sie ihren Hund niemals spielen lassen

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Spielsachen sind für Vierbeiner wichtig. Doch manche schaden ihnen mehr, als sie guttun. Von vier Gegenständen sollten Sie laut einer Expertin lieber die Finger lassen.

Damit ein Hund glücklich und zufrieden ist, benötigt er ausreichend körperliche Bewegung und auch etwas für den Kopf. Denn auch Vierbeiner brennen für bestimmte Jobs und freuen sich riesig, wenn sie ihrer Leidenschaft nachgehen dürfen. Einige schnüffeln gerne, andere stehen aufs Apportieren und manche lösen gerne kniffelige Aufgaben. Und so sind Spielsachen ein wertvolles Hilfsmittel, um den Hund auch geistig zu beschäftigen und auszulasten.

Und davon gibt es jede Menge: Intelligenzspielsachen, Schnüffelteppiche, Futterbälle, Zergel, schwimmfähige Dummys – die Auswahl ist riesig und es gibt für fast jedes Hobby das passende Spiel. Dem Spaßfaktor sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Bei manchen Spielsachen sollte man jedoch genauer ein Auge darauf haben, denn sie können Ihrem Liebling auch Schaden zufügen.

Tierärztin warnt: Spielzeug ist nicht gleich Spielzeug

Eine Tierärztin und Hundebesitzerin hat sich dazu jede Menge Gedanken gemacht und verrät in einem TikTok-Video, mit welchen vier Sachen, sie einen Hund unter keinen Umständen spielen lassen würde. Das Video dazu finden Sie hier.

Platz 1: Tennis Bälle

Wenn Ihr Vierbeiner das Spiel und das Apportieren von Bällen über alles liebt, dann sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie keine klassischen Tennisbälle verwenden. Denn für die Hundezähne kann ein Tennisball fatale Folgen haben. Die Expertin sagt: „Die Beschaffenheit der Bälle wirkt wie Sandpapier für die Zähne. Der Zahnschmelz stumpft durch den Abrieb mit der Zeit ab, was zu großen Zahnproblemen führen kann“. Ihre Empfehlung: Verwenden Sie stattdessen Gummibälle.

Tennisbälle sind für Hundezähne nicht geeignet. (Symbolbild)

Platz 2: Stöckchen aus Holz

Auch wenn Hunde das Spiel mit holzigen Stöcken großartig finden, birgt es trotzdem eine enorme Gefahr. Aus jahrelanger Praxiserfahrung weiß die Ärztin: „Ich habe einfach zu viele Wunden, Luftröhren- und Speiseröhren-Verletzungen und Abszesse gesehen.“ Ihre Alternative: „Mein Hund hat ein Nylon-Spielzeug zum Kauen, und zum Fangen verwenden wir eine Frisbee“.

13 Hunderassen, von denen Anfänger lieber die Finger lassen sollten

Welpe eines Australien Shepherd im Laub.
Der Australien Shepherd ist Fremden gegenüber wenig aufgeschlossen und braucht viel Bewegung pro Tag. © Sofiya Garaeva/Imago
Siberian Husky in Nahaufnahme.
Der Siberian Husky braucht sehr viel Auslauf pro Tag. © Design Pics/IMago
Drei Dackel sitzen nebeneinander vor einer Holzwand.
Ihre Größe verrät noch nichts über den Eigensinn der Dackel. © D. Maehrmann/Imago
Ein Border Collie liegt auf einer Wiese.
Border Collies sind anspruchsvoll, wenn es um ihre Auslastung und Beschäftigung geht. © Aida Martinez/Imago
Zwei Schäferhunde sitzen im Wald.
Als Wachhund ist der Schäferhund perfekt. Dafür braucht es aber eine strenge Erziehung. © Nikolai Tsvetkov/Imago
Ein Beagle-Welpe auf einer Wiese mit Spielzeug.
Süß, aber richtige Kläffer: Beagles müssen ihre Grenzen kennen, sonst wird es anstrengend. © Buffy1982/Imago
Ein Rottweiler am Strand.
Rottweiler brauchen eine strenge Erziehung und wollen gefordert werden. © cynoclub/Imago
Ein Weimeraner am Strand.
Weimeraner sind wunderschön, brauchen aber extrem viel Auslauf. © Markel Laskurain/Imago
Ein Akita liegt auf einer Wiese.
Akitas sind bekannt für ihren Eigensinn und ihrer Skepsis Fremden gegenüber. © cynoclub/Imago
Ein brauner Dobermann liegt auf dem Boden.
Der Dobermann beeindruckt mit seiner Größe und seinem Willen, zu beschützen. © gsdonlin/Imago
Deutscher Zwergspitz in Nahaufnahme
Klein, aber oho: Der Zwergspitz ist ein liebenswürdiger Dickkopf. © B. Rainer/Imago
Ein Chow Chow liegt auf dem Boden.
Der Chow Chow war ursprünglich ein Hütehund und braucht eine strenge Erziehung. © Ryhor Bruyeu/Imago
Shih tzu Hund, der im Laubhaufen sitzt.
Der Shih Tzu ist ein treuer, aber eigensinniger Begleiter des Menschen. © CSP_chaoss/Imago

Platz 3: Markknochen als Beschäftigung

Kauartikel zählen nicht unbedingt zum klassischen Spielzeug. Trotzdem sind sie unerlässlich für einen Hund und gehen in Richtung Beschäftigungsspielzeug. Denn Vierbeiner kauen für ihr Leben gern – es beruhigt und beschäftigt sie zugleich. Bei der Wahl der Kauprodukte sollte man sowohl auf eine gesunde Herstellung als auch auf die richtige Eignung achten. Ein Markknochen ist beispielsweise nicht für jeden Hund geeignet. Denn manche Hunde sind so gierig darauf, dass sich ihr Unterkiefer verkeilt. Manche streifen sich auch den Knochen komplett über die Schnauze und sind somit gefangen. Viele geraten darauf in Panik und die ganze Freude endet im Alptraum. Die Ärztin sagt: „Wenn er rohe Markknochen bekommt, achte ich stets darauf, dass das Innere kleiner ist als die unteren Eckzähne“.

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Platz 4: Kauartikel mit Löchern

Und auch bei Platz vier handelt es sich um einen Kauartikel. So rät die Tierärztin von jeder Art von Produkten ab, die Löcher aufweisen und sagt: „Jede Art von Kauartikel, die ein Loch haben, in das seine unteren Zähne hineingelangen könnten, sind gefährlich. Ich verwende stattdessen stabförmige Kauartikel“.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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