Happy End für betagte Hündin

„Wie ein altes Möbelstück“: Hunde-Oma Vanessa findet nach 11 Jahren neues Zuhause

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Vanessa, eine betagte Hündin, musste nahezu ihr gesamtes Leben im Tierheim verbringen. Erst als Hunde-Oma durfte sie nun endlich in ihr „Zuhause für immer“ ziehen. Die Geschichte rührt zu Tränen.

Als Vanessa, eine schwarze Pitbull-Hündin, 2012 in einem Tierheim in Louisiana abgeliefert worden war, war sie noch ein Welpe. Ihre Besitzer wollten sie aufgrund eines Umzugs nicht mehr haben und hatten sie in der Auffangstation für Tiere abgegeben. Inzwischen trägt die Hunde-Oma einen grauen Bart – und hat nach all den Jahren glücklicherweise ein liebevolles Zuhause gefunden.

Wie die Washington Post auf ihrem Facebook-Kanal berichtet, habe keiner die schwarze Hündin jemals bemerkt – bis jetzt. Nach elf langen Jahren im Villalobos Rescue Center in New Orleans sei die ergraute Fellnase nun endlich adoptiert worden.

Mehrfache Hundemama adoptiert Hunde-Oma Vanessa

Die 45-jährige Ellie Mitchell hatte die niedliche Hündin mit den Schlappohren und dem grau melierten Gesicht durch Zufall auf der Facebook-Seite des Tierheims entdeckt. Von dem Rescue Center speziell für Pitbulls erfuhr die Hundefreundin, dass Vanessa seit elf Jahren trotz zahlreicher Vermittlungsversuche von den Hundeinteressenten stets übergangen worden war.

Als sie die herzzerreißende Geschichte der alten Hundedame, die die meiste Zeit ihres Lebens in einem Zwinger verbracht hatte, erfuhr und ihre großen braunen Augen sah, verliebte sich die Sanitäterin auf Anhieb: „Ich sah ihr süßes kleines Gesicht, und mein Herz schlug einfach für sie“, erzählte Mitchell der amerikanischen Tageszeitung. „Der Gedanke, dass sie ihr ganzes Leben ohne Familie gelebt hat, machte mich traurig.“

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Weil sie das Gefühl hatte, dass Vanessa perfekt zu ihren drei anderen Hunden Emma, Keagan und Maggie passen würde, bewarb sich die US-Amerikanerin gleich für die Adoption: „Ich wollte, dass sie die Liebe eines Zuhauses erfährt.“ Eine Schwäche für „alte Pitbull-Damen“ habe Mitchell außerdem immer schon gehabt.

Vanessa landete im Tierheim: „Ließen sie wie ein altes Möbelstück hier stehen“

Die Besitzerin und Gründerin des Tierheims, Tia Torres, erinnert sich noch heute an den Tag im Sommer 2012, an dem Vanessa von einem Ehepaar im Rescue Center abgeliefert worden war: „Sie hielten an, öffneten die Lkw-Tür und ließen sie wie ein altes Möbelstück hier stehen“, so Torres. „Sie schien etwa 12 Wochen alt zu sein, und sie war abgemagert. Wenn sie noch länger in dem heißen Lkw geblieben wäre, wäre sie gestorben.“ Weshalb die Pitbull-Hündin den Großteil ihres Lebens im Tierheim verbringen musste, versteht die Center-Eigentümerin nicht: „Sie ist ein wirklich süßer Hund ohne Verhaltensprobleme, aber sie wurde einfach übersehen, ohne dass sie etwas dafür konnte“, sagte Torres. „Bis jetzt hat sie noch kein Mensch bemerkt.“

Wussten Sie, dass das Aussetzen von Tieren strafbar ist und mit einer hohen Geldstrafe – in Härtefallen auch mit einer Freiheitsstrafe – geahndet wird?

Ältere Hunde in Tierheimen werden oftmals zuletzt adoptiert

Pitbull-Oma Vanessa wurde nach elf langen Jahren im Tierheim endlich adoptiert. (Symbolbild)

Es sei ein Irrglaube, dass Welpen immer schnell adoptiert werden, berichtet Tia Torres. Zudem habe Vanessa mehrere Merkmale, die ihre Adoption erschwert hätten: „Erstens ist sie ein schwarzer Hund, und schwarze Hunde werden oft übersehen“, so die Gründerin. „Außerdem ist sie ein Pitbull, und obwohl sich das Bild, das die Menschen von Pitbulls haben, immer mehr ändert, werden sie immer noch seltener adoptiert.“ Auch die Tatsache, dass ältere Hunde oft als letzte adoptiert werden, erleichterte die Vermittlung mit Vanessas zunehmenden Alter nicht unbedingt.

Erneuter Facebook-Aufruf zur Adoption veränderte Vanessas Leben

Erst durch den erneuten Aufruf auf der Facebook-Seite des Tierheims im vergangenen Monat wendete sich das Blatt für Vanessa. Nach einer 18-stündigen Autofahrt ins neue Zuhause wurde die bellende Seniorin schließlich von ihrer neuen Menschenmama in Empfang genommen.

In ihrem großen Garten könne Vanessa von nun an herumhängen, freut sich die vierfache Hundebesitzerin. „Meine Hunde sind meine Familie, und nach einer stressigen Schicht liebe ich es, nach Hause zu kommen und ihnen zuzusehen, wie sie herumrennen und Löcher graben, während ich mich auf der Veranda entspanne“, sagte die Amerikanerin. „Ich freue mich schon darauf, Vanessa zu der Gruppe hinzuzufügen und sie zu verwöhnen.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

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Auch für den Fall, dass Vanessa sich dazu entscheidet, lieber auf dem Sofa zu entspannen und eher ein Schoßhund zu sein, hat die liebevolle Hundefreundin Verständnis: „Ich möchte nur, dass ihre letzten Jahre die besten Jahre werden, die sie je erlebt hat“, sagte sie. „Vanessa hat es definitiv verdient.“

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