Praktische Aussaat

Tipp für Ihren Garten: Mit Samen-Schnecken sparen Sie jetzt Zeit und Geld

+
Schön in einer Reihe wachsen die Keimlinge in einer Samen-Schnecke.
  • schließen

Wer bei der Aussaat Zeit und Platz sparen möchte, kann sich mit Karton oder Stoff eine Samen-Schnecke rollen. Geht kinderleicht.

Wenn das neue Saatgut keimt, gut gedeiht und als gesundes Pflänzchen im Beet landet, ist die Vorfreude eines jeden Hobbygärtners groß. Dem voraus geht aber ein Prozess, der nicht für jeden besinnlich ist: Für die Aussaat müssen Anzuchtgefäße besorgt, sorgsam befüllt und stetig feucht gehalten werden. Das können Sie sich mit einer selbstgebastelten Samen-Schnecke fast alles sparen. Ein Stück Pappe oder Stoff, Erde und ein Joghurtbecher sind im Grunde alles, was Sie dafür benötigen.

Anleitung für eine selbst gemachte Samen-Schnecke

Adam Kirtland ist praktisch veranlagt und zeigt auf seinem Instagram-Blog Viewfromthepottingbench, wie man sich Platz und Geld für unzählige Anzuchttöpfchen sowie das mühselige Säen und Vereinzeln der Pflanzen sparen kann.

So bastelt man sich eine Samen-Schnecke:

  1. Ein etwa einen Meter langes und 15 bis 20 Zentimeter breites Stück Stoff oder Pappe dicht mit Erde belegen und diese andrücken.
  2. Stoff oder Pappe von einem kurzen Ende her weder zu locker noch zu straff aufrollen, sodass ein festes Päckchen entsteht.
  3. Die aufgerollte Erd-Schnecke mit einem Faden zusammenbinden und aufrecht in einen passenden alten Joghurtbecher stellen.
  4. Mit etwas Abstand das gewünschte Saatgut entlang der Schneckenbahnen stecken und mit einem Stift leicht hineindrücken. Erneut mit etwas Erde bedecken.
  5. Die Schnecke wässern. Nach ein paar Tagen sollten die ersten Samen keimen.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

Nach wenigen Wochen sind die Keimlinge groß genug, um ausgepflanzt zu werden. Auch dies geht sehr unkompliziert: Die Schnecke wird wieder aufgerollt und die Pflanzen können ganz einfach herausgenommen werden. Dann kommen Sie zum Beispiel in ihren endgültigen Topf oder gleich direkt ins Beet – vorausgesetzt, frostige Frühlingsnächte können den Pflanzen nicht mehr schaden.

Bewässerung nicht vergessen

Ganz ohne Gießen geht es nicht. Auch wenn die Saatgut-Schnecke die Feuchtigkeit recht gut hält, benötigen die Samen genug Feuchtigkeit zum Keimen. Sie können die Schnecke regelmäßig mit Wasser besprühen, von unten wässern oder einen Plastikbeutel über der Schnecke befestigen.

Von Pflanzenkauf bis Blumentopf – zehn Tipps, die beim Gärtnern Geld sparen

Frau im Gartencenter trägt Topf mit jungem Obstbaum.
Kaufen Sie Stauden und Gehölze lieber als junge Pflanzen. Je länger eine Pflanze vom Händler gehegt und gepflegt wird, desto teurer wird sie. Außerhalb der Saison ist die Ware meist noch günstiger. © Alexander Limbach/Imago
Wurzelnackte Rosen mit Schere
Wurzelnackte Pflanzen werden oft von Obstbäumen, Sträuchern oder Rosen angeboten und sind deutlich günstiger als Pflanzen mit Topf und Wurzelballen. © Zoonar/Imago
Gesammelte Malvensamen und Blüte
Wenn Sie Pflanzen aus Samen ziehen, ist dies wesentlich günstiger als der Kauf von Jungpflanzen. Man muss nur früher im Jahr damit anfangen. © blickwinkel/Imago
Person gewinnt Samen aus gelber Cocktail-Tomate
Noch billiger wird’s, wenn man die Pflanzensamen nicht im Handel kauft, sondern das Saatgut nach der Blüte oder aus Obst und Gemüse selbst gewinnt. Vor allem bei seltenen Sorten lohnt sich die Mühe doppelt. © Zoonar/Imago
Rosmarin-Stecklinge, Anzucht, Blumentopf mit Abdeckhaube
Ebenso verhält es sich mit Ablegern oder Stecklingen – wer diese selber zieht, spart bei Kräutern, Stauden und Gehölzen bares Geld. © imagebroker/Imago
Frau kauft von Mann Pflanzen auf Flohmarkt
Auf Pflanzentausch- oder Kaufbörsen und Flohmärkten kann man Blumen und Gemüsepflanzen oft für einen Bruchteil dessen aus dem Gartencenter erstehen. © Funke Foto Services/Imago
alte Wanderschuhe dekorativ bepflanzt - Upcycling
Nicht jede Pflanze verlangt einen teuren Topf. Werden Sie mit Upcycling-Ideen kreativ, bevor ausgediente Gegenstände auf dem Müll landen. © Zoonar/Imago
Herstellung Brennnesseljauche, Schüssel in Beet
Selbst gemachte Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder eine Ackerschachtelhalm-Brühe sparen den Dünger und Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten. © imagebroker/Imago
Schüssel mit Obst- und Gemüseresten
Sammeln Sie Obst- und Gemüsereste sowie andere Küchenabfälle für eigenen Kompost. Ein Bokashi-Eimer hat auch im kleinsten Garten Platz. © Panthermedia/Imago
Person schneidet Baum mit Astschere.
Beim Werkzeugkauf gilt: Qualität vor Quantität. Man benötigt nicht allzu viele Gerätschaften, aber wer hier zu Billigware greift, zahlt später bei schnellem Verschleiß oft drauf. Größere Geräte wie Rasenmäher könnte man auch leihen oder mit dem Nachbarn teilen. © Panthermedia/Imago

Hier finden Sie ähnliche Tricks zum Gärtnern:

Kommentare