Alltagstipps gegen Alzheimer: Wer im Bad singt, beugt Demenz vor
VonLaura Knops
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Demenz ist zwar nicht heilbar, der Lebensstil hat allerdings einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit. Welche Tipps Sie im Alltag befolgen sollten.
Demenz zählt zu den Krankheiten, die nicht heilbar sind. Ist die neurodegenerative Krankheit einmal ausgebrochen, lässt sie sich zwar nicht mehr vollständig aufhalten. Jeder Einzelne kann jedoch etwas für seine Hirngesundheit tun. Schon einfache Maßnahmen, wie das Benutzen von Zahnseide oder Singen unter der Dusche können dabei einen nachhaltigen Einfluss auf das Gehirn haben. Scheinbar kleine Änderungen des Lebensstils können helfen, Demenz und altersbedingten Gedächtnisverlust vorzubeugen. Was Sie laut Experten tun können, um Ihr Risiko zu senken.
Tipps gegen Alzheimer: Singen unter der Dusche gegen Demenz
Laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Hirnstiftung kann jeder das Risiko für neurologische Erkrankungen erheblich senken. Den Experten zu Folge sind rund 45 Prozent der Demenzfälle vermeidbar. Viele Tipps lassen sich dabei ganz einfach in den Alltag integrieren. Schon das Singen in der Badewanne oder Dusche soll beispielsweise das Demenzrisiko verringern, wie die Daily Mail berichtet.
Singen ist ein wichtiger Teil unserer Kultur. Egal ob im Chor, auf der Bühne oder unter der Dusche: Viele Menschen singen, wenn sie traurig oder fröhlich sind. Singen ist dabei nicht nur für die Seele gut, auch Körper und Gehirn profitieren davon. Beim Singen werden vermehrt Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin abgebaut. Dadurch fühlen sich viele Menschen glücklicher, wenn sie singen. Das Singen eines Liedes führt zudem zu einer intensiveren Atmung, wodurch mehr Sauerstoff in den Körper gelangt und der Kreislauf gestärkt wird – und das auch, wenn man alleine singt. Gruppengesänge und Chöre fördern zudem den sozialen Aspekt und sind daher zu einem festen Bestandteil in der Demenzpflege geworden.
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Singen gegen das Vergessen: Musik hält das Gehirn fit
Neben Singen scheint auch das Spielen eines Musikinstruments das Gehirn im Alter fit zu halten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam der englischen Universität Exeter in der groß angelegten „PROTECT-Studie“. Die Wissenschaftler untersuchten im Rahmen der Studie die Daten von mehr als 1100 Probanden ab einem Alter von 40 Jahren. Das Team fand dabei heraus, dass regelmäßiges Musizieren langfristig die Gedächtnis- und Denkfähigkeit verbessert.
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Dem Experten Peter Berlit, Generalsekretär der DGN, zufolge können Sie darüber hinaus eine hohe Risikoreduktion erreichen, wenn Sie folgende Punkte beherzigen:
Ausreichend körperliche Bewegung: Wer sich regelmäßig bewegt, tut nicht nur Herz und Kreislauf einen Gefallen. Moderate bis intensive Bewegung kann laut Focus Online auch Nervenzellverluste verhindern sowie die Regenerationsfähigkeit von Nervenzellen fördern.
Gesund ernähren: Die Forscher der DGN empfehlen eine Mittelmeerdiät mit ausreichend Gemüse, Ballaststoffen sowie wenig Salz und Fett.
Erholsam Schlafen: Da das Gehirn im Schlaf regeneriert, ist ausreichend Schlaf in der Vorbeugung von Demenz und anderen neurodegenerativen Erkrankungen besonders wichtig.
Alkohol und Rauchen sind tabu: Schädigendene Stoffe in Zigaretten und alkoholischen Getränken begünstigen die Entstehung neurologischer Erkrankungen.
Sozialkontakte pflegen: Ein gutes soziales Netzwerk ist besonders wichtig, denn soziale Isolation wirkt sich auch auf das Gehirn aus.