Urlaub wird zur Herausforderung

„Kackfluencerin“ gibt persönliche Toilettenempfehlung, um trotz Reizdarm entspannt zu verreisen

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Menschen mit Reizdarm scheuen sich oft davor, ihr Leiden zu thematisieren. Aber es gibt auch Betroffene, die damit an die Öffentlichkeit gehen, wie Karina Spiess.

Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Völlegefühl: Symptome, mit welchen Reizdarm-Patienten tagtäglich kämpfen. Für Betroffene ist der Leidensdruck groß. Denn im Alltag müssen sie immer darauf gefasst sein, dass der Darm verrückt spielt und sofort eine Toilette gefunden werden muss. Karina Spiess thematisiert genau diese Probleme auf ihrem Instagram-Profil. Mit über 170.000 Followern gilt die junge Frau als Influencerin – ist jedoch keine gewöhnliche. Denn ihr Fokus liegt unter anderem auf Themen rund um Stuhlgang und Reizdarmsyndrom. Sie beschreibt sich entsprechend als „Kackfluencerin“.

In ihren Videos spricht sie offen über ihren Stuhlgang und über Probleme, die sie als Reizdarm-Patientin im Alltag hat.

„Scheiß Krankheit“: Influencerin Kiki spricht über Reizdarm-Beschwerden

„Ich weiß, was Schamgefühl mit Menschen macht, weil es das mit mir gemacht hat jahrelang und deswegen möchte ich auch gerade jungen Frauen das Gefühl geben, dass sie damit nicht allein sind. Dass sie sich untereinander austauschen können, dass sie ihr Leben trotzdem weiterführen können trotz dieser scheiß Krankheit, im wahrsten Sinne des Wortes“, begründet Spiess in einem NDR-Interview ihren Schritt, mit ihren Problemen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Vor allem unterwegs macht der jungen Frau ihr Reizdarm große Probleme. So postete sie während einer Reise ein Video, in dem sie in Tränen aufgelöst zu sehen ist. „Fünf Tage Autofahren, in Hotels übernachten, unterwegs essen und sieben Stunden Fähre fahren. Wow, war das anstrengend. Vor allem für mich, weil ich sonst ja schon Probleme habe eine Stunde Auto zu fahren“, so Spiess alias Kiki. Als die Anspannung dann von ihr abfiel, hatte sie nicht mehr aufhören können zu weinen, so die junge Frau in ihrem Post.

Ein großes Problem für Menschen mit starkem Reizdarm-Syndrom ist die Ungewissheit, wann die Beschwerden wieder einsetzen könnten. Eine Reise kann so zur Tortur werden, auch weil man nicht weiß, wie weit die nächste Toilette entfernt ist.

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Städtetrip trotz Reizdarm: Kackfluencerin gibt Tipps

Im gewohnten Umfeld haben Reizdarm-Patientin immer die Möglichkeit, eine Toilette aufzusuchen. Anders sieht es im Urlaub aus. In der Regel kennt man sich in der neuen Umgebung nicht aus und weiß somit auch nicht, wo man im Notfall schnell eine Toilette findet. Ein Fakt, der für Menschen mit Reizdarm sehr belastend ist.

Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago

Karina Spiess alias Kiki will Betroffenen auch dadurch helfen, indem sie Toilettenempfehlungen auf ihrem Kanal gibt. So ruft sie in einem Post dazu auf, ihr Toilettenempfehlungen zu geben. Unter den zahlreichen Tipps, die ihre Follower in den Kommentaren geben, werden auch folgende Möglichkeiten genannt: Toiletten in Hotels, Restaurants, großen Kaufhäusern und öffentlichen Gebäuden wie Ämtern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Instagram/kikidoyouloveme

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