Ideal für Apfel-Allergiker

Traditionelle Apfelsorten: Fünf widerstandsfähige und schmackhafte Sorten für den Garten

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Traditionelle Apfelsorten zeichnen sich nicht nur durch ihr intensives Aroma aus – auch Menschen mit Allergien können sie häufig ohne Probleme verzehren. Zahlreiche Sorten sind zudem widerstandsfähig und frostsicher und somit perfekt für deutsche Gärten geeignet.

Granny Smith oder Braeburn kennt jeder – doch wie sieht es mit Goldparmäne oder Jakob Fischer aus? Alte Apfelsorten findet man heutzutage nur noch selten auf der Streuobstwiese. Dabei spricht viel dafür, sie im heimischen Garten anzubauen. Denn die traditionellen Sorten schmecken besonders lecker und sind auch für Allergiker geeignet. Außerdem sind sie oft robuster als ihre neumodischen Verwandten. Wir stellen Ihnen fünf winterharte Apfelsorten vor. 

Alte Apfelsorten: Die Lösung für Allergiker 

In den meisten Supermärkten gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Apfelsorten zu kaufen. Braeburn, Elstar oder Gala schmecken vielen Menschen und haben für die Händler einige Vorteile – etwa ein standardisiertes Aussehen und immer gleichen Geschmack. Zudem überstehen viele der bekannten Sorten den Transport problemlos und sind pflegeleicht im Anbau. Das Ergebnis: Traditionelle Sorten sind weniger interessant und gehen mit der Zeit ganz verloren.  

Dabei haben diese einen entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Verwandten aus dem Supermarkt: Sie sind oft auch für Apfelallergiker geeignet. Der Grund dafür ist ihr hoher Gehalt an Polyphenolen. Laut dem BUND Baden-Württemberg spielen diese Verbindungen eine entscheidende Rolle dabei, wie verträglich der Apfel ist. Alte Sorten enthalten bis zu viermal mehr Polyphenole als neue Sorten.

Alte Apfelsorten: Zehn Sorten, die man mal kosten sollte

Rote Äpfel der Sorte Gravensteiner am Baum hängend
Der Gravensteiner ist seit 1669 bekannt und wird von vielen Allergikern gut vertragen. © CHROMORANGE/Imago
Ein Apfel der Sorte Prinz Albrecht von Preußen
Gestatten: Prinz Albrecht von Preußen. Pflegeleicht, mildsäuerlich und extrasaftig. © imagebroker/schreiter/Imago
Mehrere rote Äpfel der Sorte Winter-Goldparmäne
Leicht mehlig, aber würzig: Die Winter-Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten (um das Jahr 1510). © imagebroker/schreiter/Imago
Eine große Menge frisch gepflückter Äpfel der Sorte Cox Orange
Ein sehr allergener Apfel aus Übersee: Der aromatische Cox Orange ist trotzdem äußerst beliebt. © imagebroker/Imago
Drei Granny-Smith-Äpfel auf Holzunterlage
Wer hätte das gedacht: Der grellgrüne Granny Smith ist eine alte neuseeländische Sorte, die 1868 entdeckt wurde. © Panthermedia/Imago
Eine Hand hält einen Zweig, an dem drei Martini-Äpfel hängen
Der Apfel Martini hat nichts mit dem gleichnamigen Cocktail zu tun – schmeckt aber ebenfalls süßsäuerlich. © Manfred Ruckszio/Imago
Ein Mann hält in seinen Händen viele Boskopäpfel
Der Rote Boskop ist für seine säuerliche Note bekannt und eignet sich gut zum Einmachen oder Backen. © Lars Berg/Imago
Apfel Jonathan in Nahaufnahme
Schneewittchen entsprungen: Der oft rotbackige Jonathan hat ein sehr süßes, festes Fruchtfleisch. © McPHOTO/Imago
Weißer Klaräpfel an einem Apfelbaum
Der Klarapfel reift bereits Ende Juli und eignet sich sehr gut für Apfelmus und Apfelstrudel. © Seeliger/Imago
Mehrere Äpfel der Sorte Berlepsch in einem Korb
Der Apfel Goldrenette Freiherr von Berlepsch wurde 1880 gezüchtet und ist sehr knackig. © agefotostock/Imago

Fünf seltene, traditionelle Apfelsorten für den Garten

Sie wollen alte Apfelsorten in ihrem Garten anpflanzen? Dann können sie aus vielen leckeren Sorten wählen. Viele von ihnen sind äußerst robust und winterhart. Dazu gehören:

Jakob Fischer

Charakteristisch für den Herbstapfel Jakob Fischer sind seine besonders großen Früchte.

Diese Apfelsorte heißt nach ihrem Entdecker und wurde laut dem Bund BaWü Anfang des 20. Jahrhunderts veredelt. Den Apfel zeichnen seine besonders großen Früchte aus. Diese sind bereits Anfang bis Mitte September reif. Sie schmecken feinsäuerlich, fruchtig und leuchten in gelblich-roter Schale. 1998 wurde der Apfel in Baden-Württemberg als Streuobstsorte des Jahres geehrt.

Danziger Kantapfel

Der Danziger Kantapfel wird erstmals im Jahr  1760 erwähnt. Er ist auch als Rosen-, Himbeer- oder Erdbeerapfel bekannt. Das liegt an seinen saftigen, süßsauren und feinwürzigen Früchten. Diese sind rot bis leicht bräunlich gefärbt. Bei seinem Standort ist der Danziger Kantapfel laut dem Streuobstwiesen-buendnis-niedersachsen.de anspruchslos. Er kommt auch mit weniger warmen Perioden gut zurecht und wird deshalb viel in Norddeutschland und den Niederlanden angebaut.

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Boikenapfel

Wer seinen Garten bienenfreundlich gestalten will, trifft mit dem Boikenapfel eine gute Wahl.

Der Boikenapfel taucht erstmals im Jahr 1828 in Bremen auf und ist nach einem Deichvogt benannt. Seine Früchte sind grasgrün bis gelb und schmecken säuerlich-frisch. Die Apfelsorte fühlt sich in an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohl und kommt dabei mit so gut wie jedem Boden zurecht. Das Besondere am Boikenapfel: Er ist ein optimaler Pollenspender und daher perfekt als Bienen- und Insektenweide geeignet. 

Finkenwerder Herbstprinz

Der Finkenwerder Herbstprinz hat einen königlichen Namen und verspricht viele Früchte.

Diese alte Obstsorte mit besonders klangvollem Namen kommt von der Niederelbe. Manche kennen sie auch als Hasenkopf oder Finkenwerder Rambur. Die Äpfel zeigen sich in gelber Schale und schmecken intensiv, aromatisch und leicht säuerlich. Am liebsten mag es diese Apfelsorte sonnig, bei Böden ist sie wenig anspruchsvoll – nur zu feucht sollte es nicht sein. Nach etwa drei Jahren dürfen Sie sich bei dieser Sorte über einen hohen Ertrag freuen. Die Früchte können Sie mit einem praktischen Rollsammler (werblicher Link) einfach aufheben.

Prinz Albrecht von Preußen

C. Braun entdeckte die Apfelsorte im 19. Jahrhundert als Hofgärtner des Prinzen Albrecht von Preußen benannte er sie nach seinem Arbeitgeber. Das Fruchtfleisch der gelblich-grünen Äpfel ist hier besonders saftig und schmeckt frisch und weinsäuerlich. Diese Sorte ist besonders robust und frosthart und kommt auch mit rauerem Klima gut zurecht. Bei ihrem Standort ist sie anspruchslos, jedoch braucht die Sorte nährstoffreiche Böden. 

Rubriklistenbild: © Heinz-Dieter Falkens/IMAGO

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