VonJuliane Gutmannschließen
Von Seestern-Position bis Kühlflasche: Oft sind es die einfachen Lösungen, die Sie bei Hitze gut schlafen lassen. Folgende Tipps könnten neu für Sie sein.
Wenn die Temperaturen steigen, wird erholsamer Schlaf zur Herausforderung. Schwindel, geschwollene Beine, Übelkeit, Kopfschmerzen bis hin zu Hitschlag zählen zu den Symptomen, die Überhitzung zur Folge haben kann. Auch der Schlaf leidet enorm, wenn die Temperaturen auch nachts nicht sinken. Mit den richtigen Strategien lassen sich jedoch auch tropische Nächte meistern.
Feuchte Handtücher strategisch platzieren
Feuchte Handtücher vor geöffneten Fenstern oder über Stuhllehnen gehängt kühlen durch Verdunstung die Raumluft. Diese passive Klimatisierung kann die gefühlte Temperatur um mehrere Grad senken. Feuchtigkeitsregulierung durch Verdunstung kann man sich auch direkt auf der Haut zunutze machen: Legen Sie dafür ein leicht feuchtes Handtuch über die Füße oder Unterschenkel. Die Verdunstungskälte kühlt den gesamten Körper, ohne ihn zu durchnässen.
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Im PDF „Ratgeber für gesunden Schlaf“ finden Sie neben allgemeinen Hintergründen zur optimalen Schlafdauer je nach Alter auch detaillierte Informationen zu Melatonin-Nahrungsergänzungsmitteln, anderen schlaffördernden Nahrungsmitteln, der optimalen Temperatur im Schlafzimmer, Mythen rund um Schönheitsschlaf und Alkohol als Schlummertrunk. Das Herzstück des PDFs sind die zehn Regeln zur optimalen Schlafhygiene, die einfach im Alltag umzusetzen sind!
Atmungstechnik zur Körperkühlung
Die „Sitali“-Atmung aus dem Yoga soll den Körper abkühlen. Rollen Sie dafür die Zunge und atmen Sie langsam durch den Mund ein, dann durch die Nase aus. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals, bis Sie eine kühlende Wirkung spüren. Die richtige Atemtechnik kann auch Stress reduzieren.
Wärmflasche als Kühlflasche nutzen
Eine mit kaltem Wasser gefüllte Wärmflasche an Nacken oder Handgelenken platziert, kühlt den gesamten Körper über die dort verlaufenden Blutgefäße. Generell ist es bei großer Hitze ratsam, gezielt die Pulspunkte zu kühlen: Handgelenke, Schläfen, Nacken und Knöchel. Diese Bereiche haben Blutgefäße dicht unter der Haut und können die Körpertemperatur effizient senken.
Schlafphasen an Hitzeperioden anpassen
Zeitversetztes Schlafen kann – wenn es in den Alltag passt – Tagesmüdigkeit reduzieren und gute Nachtruhe fördern. Nutzen Sie am besten die kühlsten Stunden: Schlafen Sie etwa von zwei bis acht Uhr morgens statt der üblichen Zeiten. Ein kurzer Mittagsschlaf zwischen 13 und 15 Uhr kann indes nächtliche Schlafdefizite ausgleichen.
Elektrogeräte konsequent ausschalten
Oft übersehen: Elektronische Geräte im Standby-Modus produzieren Wärme. Das Umweltbundesamt rät, alle nicht benötigten Geräte vollständig auszuschalten.
Strategisch günstige Körperposition
Schlafen Sie in der Seestern-Position – auf dem Rücken liegend, Arme und Bein ausgestreckt, mit möglichst viel Abstand zwischen den Körperteilen –, um maximale Luftzirkulation zu ermöglichen.
Bettklima durch Materialwahl optimieren
Ein Wechsel der Bettwäsche kann die Schlafqualität bei Hitze deutlich verbessern. Naturfasern wie Leinen oder Bambus leiten Feuchtigkeit besser ab als synthetische Materialien und sorgen so für eine bessere Thermoregulation.
