Schlafmangel im Gesicht erkennbar

Wie Sie Ihren nächtlichen Schönheitsschlaf unterstützen können

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Hübsch dank ausreichender Nachtruhe – was ist dran am Schönheitsschlaf?
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Die Sorgenfalte wird tiefer, die Augenringe größer? Ausreichender Schlaf kann den körperlichen Alterungsprozess ein wenig aufschieben.

​Sie schlafen schlecht? Häufige Folgen sind Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen, aber auch Stimmungsschwankungen. Doch nicht nur durch schlechte Laune fallen Unausgeschlafene ihren Mitmenschen auf: Auch dunkle Ringe unter den Augen können Hinweis auf eine unruhige Nacht sein. Inwieweit Schlafmangel beeinflusst, wie andere uns wahrnehmen, hat ein schwedisch-niederländisches Forscherteam untersucht. Sie ahnen es: Schlafmangel und subjektiv wahrgenommene Attraktivität hängen stark zusammen.

Ausgeschlafen wirkt man attraktiver auf andere

Die Forscher vom Department of Clinical Neuroscience am Karolinska Institut in Stockholm untersuchten, wie sich Schlafentzug auf die Beurteilung von Attraktivität und Gesundheit auswirkt. Die Studie umfasste 23 erwachsene Teilnehmer im Alter von 18 bis 31 Jahren, die zweimal fotografiert wurden: einmal nach acht Stunden Schlaf und einmal nach 31 Stunden ohne Schlaf. Diese Bilder wurden 65 ungeschulten Beobachtern im Alter von 18 bis 61 Jahren vorgelegt, die die Personen hinsichtlich Gesundheit, Attraktivität und Müdigkeit bewerteten.​ Die Ergebnisse waren eindeutig:​ Nach Schlafentzug wurden die Personen als weniger gesund eingeschätzt, im Vergleich zu ihrem ausgeruhten Zustand.​ Auch die Attraktivitätswerte sanken nach Schlafentzug.

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Im PDF „Ratgeber für gesunden Schlaf“ finden Sie neben allgemeinen Hintergründen zur optimalen Schlafdauer je nach Alter auch detaillierte Informationen zu Melatonin-Nahrungsergänzungsmitteln, anderen schlaffördernden Nahrungsmitteln, der optimalen Temperatur im Schlafzimmer und Mythen rund um Schönheitsschlaf und Alkohol als Schlummertrunk. Das Herzstück des PDFs sind die zehn Regeln zur optimalen Schlafhygiene, die einfach im Alltag umzusetzen sind!

Um zu ahnen, dass Schlafmangel neben dem gesunden Schlaf das äußere Erscheinungsbild negativ beeinflusst, bedarf es im Grunde keiner Studie. Den Beweis dafür kann man sich nach ein paar schlechten Nächten im eigenen Spiegelbild anschauen. Hier kommt der sogenannte Schönheitsschlaf ins Spiel. Dieser soll verjüngend wirken und so manches Fältchen verschwinden lassen. Doch stimmt das wirklich?

Hautärztin erklärt, welche Effekte ausreichend Schlaf auf Haut und Körper hat

Hautärztin Dr. Uta Schlossberger aus Köln erklärt auf Anfrage von Ippen.Media, warum ausreichend Schlaf so wichtig für unser Aussehen ist: „Der Schlaf ist wirklich und wahrhaftig ein Beauty-Booster für die Haut. Man spricht ja von Schönheitsschlaf und das trifft auch auf jeden Fall zu. Es gibt mehrere sehr wichtige positive Effekte. Zum ersten die Zellregeneration. Während des Tiefschlafs läuft nämlich die Zellteilung auf Hochtouren. Und somit werden alte oder geschädigte Hautzellen repariert und neue Zellen gebildet. Das ist ein ganz natürlicher Reset“. Nachts werde die Haut zudem stärker durchblutet, was das Aussehen am nächsten Morgen frischer und rosiger erscheinen lässt, so Schlossberger: „Die Kollagenproduktion im Schlaf wird auch gefördert, und zwar dadurch, dass mehr Wachstumshormon ausgeschüttet wird. Das macht die Haut etwas straffer und kann vor allen Dingen auch Falten vorbeugen“.

„Ein chronischer Schlafmangel kann Entzündungsprozesse verstärken. Weil eben ausreichend Schlaf der Haut hilft, von den über den Tag gesammelten Entzündungsprozessen – sei es durch das Trinken von Alkohol oder Erkrankungen wie Akne – zu regenerieren“, so die Dermatologin. Doch nicht nur Entzündungen, auch hormonelle Faktoren begünstigen die Hautalterung: „Noch ein wichtiger Punkt ist, dass der Cortisolspiegel im Schlaf gesenkt wird. Zu viel Cortisol lässt unsere Haut altern, fördert Unreinheiten und kann zu Hautbarriere-Störungen führen“. Letztere führen häufig dazu, dass die Haut zu Trockenheit neigt.

Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago

Regeneration in der Nacht: Wie Sie Ihren Schönheitsschlaf optimieren

Schlaf wirkt wie eine Anti-Stress-Kur. Wer gut und ausreichend schläft, baut in dieser Zeit Stresshormone ab. In den Zellen laufen nachts zudem Reparaturprozesse ab, was den Körper insgesamt regeneriert. Auch Umweltschäden, etwa durch Sonnenlicht, kann unser Organismus so nachts zum Teil reparieren, was sich auch auf das Aussehen der Haut auswirkt. Sie möchten Ihren Körper bei seinem nächtlichen Schönheits- und Regenerationsschlaf unterstützen? Was Sie morgens frisch aussehen lässt:

  • Schlafen Sie auf einem Kissen aus Seide oder Satin: Die Fasern dieser beiden Materialien sind glatter als Baumwolle, was der Bildung von Hautfalten entgegenwirken soll.
  • Erhöht schlafen: Wer zu geschwollenen Gesichtszügen nach dem Aufstehen neigt, sollte ein höheres Kissen unter den Kopf schieben. Ein erhöht gebetteter Kopf beugt Wassereinlagerungen im Gesicht vor.
  • Für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen: Ein gutes Raumklima tut nicht nur den Atemwegen gut, sondern fördert auch die Regeneration der Haut. Schlafen Sie deshalb nie bei aufgedrehter Heizung, dies führt zu trockener Luft im Schlafzimmer, was Atemwegen und Haut nicht gut bekommt.
  • Nachtpflege für die Haut: Wer die Füße am Abend mit einer reichhaltigen Creme massiert und diese unter dicken Socken einwirken lässt, kann sich am Morgen über weiche Haut an den Füßen freuen. Für die Haut im Gesicht gilt: Sie sollte nachts frei von Make-up und Schmutz sein, damit sie bestmöglich regenerieren kann.
  • Haarpflege: Auch die Haare freuen sich über eine mehrstündige Pflege-Einheit. Die Nachtruhe eignet sich dafür hervorragend: Einfach die Haarlängen anfeuchten, Kokosöl, Arganöl oder ein anderes Öl einmassieren, Handtuch aufs Kopfkissen und die Haare am nächsten Morgen waschen.

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