Außen erfolgreich, innen verzweifelt: Typische Symptome einer hochfunktionalen Depression
VonJudith Braun
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Zwar können Patienten mit einer hochfunktionalen Depression teilweise Freude empfinden und ihren Alltag meistern. Allerdings leiden sie leise im Inneren unter typischen depressiven Beschwerden.
Außen erfolgreich, innen verzweifelt – dies beschreibt den Zustand eines Menschen mit einer hochfunktionalen Depression wohl am besten. Denn Betroffene arbeiten und „funktionieren“ nach Außen hin meist weiter, während sie sich im Inneren leer und ausgelaugt fühlen. Oftmals herrscht in ihrem Innenleben Chaos und trotz ihrer Leistungsfähigkeit leiden Patienten dieser speziellen Depressionsform an typischen depressiven Symptomen. Dennoch unterscheidet sie sich von der klassischen Form.
Hochfunktionale Depression ist von der klassischen abzugrenzen: Unterschiede und typische Symptome
Hochfunktionale Depression betrifft vorwiegend Frauen, die trotz der Erkrankung ihren Alltag erfolgreich bewältigen.
Betroffene fühlen sich innerlich erschöpft, traurig und verzweifelt, oft wie in zwei verschiedenen Welten lebend.
Im Gegensatz zur klassischen Depression gilt die hochfunktionale Depression als leichtere Form, kann aber dennoch langanhaltend und belastend sein.
Die Symptome ähneln denen der klassischen Depression und umfassen Selbstzweifel, Perfektionismus, gestresstes Gefühl, kritische Haltung sich selbst oder anderen gegenüber, geringe Energie, Freudlosigkeit, Flucht in Bewältigungsstrategien und Schwierigkeiten bei der Entspannung.
Mögliche Auslöser sind Stress, Leistungsdruck, finanzielle Probleme, zwischenmenschliche Konflikte, traumatische Ereignisse in der Kindheit und genetische Veranlagung.
Die Forschung zeigt außerdem, dass auch Ernährung eine Rolle bei der Entstehung dieser Depression spielen kann.
Im Gegensatz zur klassischen Depression zeigt sie sich nicht in Phasen, sondern konstant.
Betroffene können zeitweise Freude empfinden und führen ihr Leben oberflächlich normal weiter, was sie selbst eine Depression zunächst nicht vermuten lässt und eine Diagnose erschwert.
Eine Anpassung des Lebensstils, professionelle Hilfe, Antidepressiva und Psychotherapie können zur Verbesserung des Zustands und zur Heilung beitragen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Judith Braun sorgfältig überprüft.