VonVivian Wergschließen
Beim Wäschewaschen kann einiges schiefgehen und zu allen Übel den Geldbeutel unnötig strapazieren. Diese Tipps können Abhilfe schaffen.
Kassel – Der Lieblingspullover ist eingegangen, das perfekt sitzende T-Shirt hat sich verfärbt – Wäschewaschen kann manchmal Nerven aufreibend sein und zählt bei den meisten nicht unbedingt zu den beliebtesten Tätigkeiten im Haushalt. Da die Waschmaschine in vielen Haushalten aber gleich mehrfach in der Woche läuft, kann es nicht schaden zu wissen, wie man sie richtig reinigt.
Damit es keine bösen Überraschungen gibt, muss die Wäsche, Experten zufolge, richtig nach Farbe, Materialart und Verschmutzungsgrad sortiert, das passende Waschmittel ausgesucht und richtig dosiert werden. Wenn man dann noch bei der großen Auswahl an Waschprogrammen das ideale Programm auswählt, hat man es fast geschafft.
Letzteres ist gar nicht so einfach. Denn zwei schonende Waschprogramme werden häufig missverstanden. Wäschewaschen entpuppt sich zudem auch noch häufig als Geduldsprobe. – gerade, wenn sich die letzte Minute bei der Waschmaschine endlos hinzieht. Doch wie das Verbrauchermagazin Öko-Test jetzt verrät, gibt es Waschmaschinen-Fehler, die man vermeiden und gleichzeitig bares Geld sparen kann.
Diese Waschmaschinen-Fehler sollten Sie vermeiden, um Ihrer Wäsche nicht zu schaden
Angesichts steigender Strom- und Energiepreise wollen viele Verbraucher sparen, wo es nur geht. Gerade im Haushalt gibt es die größten Stromfresser. Wer beim Waschen beispielsweise auf die richtigen Einstellungen achtet, kann die Energiekosten erheblich senken. Auch mit der richtigen Temperatur lässt sich laut dem Verbraucherportal CHIP effektiv Strom und Geld sparen.
Diese Fehler sollten Sie laut dem Verbrauchermagazin vermeiden, um nicht nur ihre Wäsche, sondern auch die Umwelt zu schonen:
- Empfindliche Textilien nicht umwenden: Um die empfindliche Vorderseite eines Kleidungsstücks zu schonen oder Schäden zu vermeiden, ist das links waschen häufig essenziell. Manche Textilien werden auch dadurch schlichtweg sauberer.
- Zu oft waschen: Viele Kleidungsstücke (zum Beispiel Jeans) werden meist zu oft gewaschen. Das strapaziert den Stoff nur unnötig. Größtenteils reicht ein gründliches Auslüften schon aus. Gewaschen sollte folglich nur, wenn hygienisch unbedingt notwendig.
- Zu selten waschen: Manche Textilien wiederum sollten viel häufiger gewaschen werden, da sich dort mehr Keime einsammeln, als man denkt. Dazu gehören vor allem Bettwäsche, Geschirr- und Handtücher sowie Putz- und Spüllappen.
- Waschmaschine nicht offen lassen: Nach dem Waschen wird dringend dazu geraten, die Waschmaschinentür zu lüften, um Schimmel und Keime vorzubeugen.
- Zu heiß waschen: Das schadet meist nicht nur der Wäsche, sondern kostet zudem auch Geld und Energie. 20 bis 30 Grad reichen bei leicht verschmutzer Buntwäsche schon aus.
- Zu wenig Wäsche: Einer der häufigsten Fehler beim Waschen ist eine halbvolle Wäschetrommel. Das verschwendet nicht Wasser und Strom, sondern auch Geld. Um möglichst effizient zu waschen, sollte die Waschmaschine daher voll beladen werden. Achtung: Für empfindliche Textilien wie Wolle, Seide oder Spitze ist eine schonende Handwäsche empfehlenswert.
- Eco-Programm ignorieren: Wer Energie sparen will, denkt an den Eco-Modus. Dieser ist inzwischen bei den neueren Waschmaschinen Standard. Kurzwaschprogramme sparen weder Wasser noch Strom.
- Verwenden von Weichspüler oder Vorwäsche: Weichspüler belasten unnötig die Umwelt und führen nicht zu einem besseren Waschergebnis. Experten raten deshalb zum Waschpulver. Tipp: Als Alternative zum Weichspüler ein Schuss Essig verwenden. Vorwäsche ist nur bei stark verschmutzten Kleidungsstücken ratsam.
- Verbrauch nicht vergleichen: Wer Energie sparen möchte, sollte seinen durchschnittlichen Verbrauch mit dem eines Neugeräts vergleichen. Sie werden sehen: eine Neuanschaffung zahlt sich aus.
- Vorteil beim „guten“ Kurzwasch-Programm nicht kennen: Viele neuere Waschmaschinen sind mit einem „guten“ Schnellwaschprogramm ausgestattet. Dieser wäscht im Vergleich zum „nicht so guten“ schneller und bei lauwarmen Temperaturen.
Wäsche richtig trockenen – es muss nicht immer der Trockner sein
Nach Angaben des Statistischem Bundesamtes besitzen rund 42,7 Prozent (Stand 2020) aller deutschen Haushalte einen Trockner. Dabei zählt der beliebte Haushaltshelfer zu den größten Stromfressern im Haushalt.
Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient




Wie das Verbraucherportal CHIP empfiehlt, muss ein Wäschetrockner aber gar nicht sein. Beim Trocknen mit einem Wäscheständer gibt es aber ein paar Kniffe, die Sie kennen sollten. Außerdem sollten Sie diese Räume zum Wäsche trocknen meiden. Bei besonders sonnigem und trockenen Wetter, empfiehlt es sich, die Wäsche auf einem Wäscheständer im Freien zu trocknen. Diese sollen laut CHIP sogar noch viel schneller trocknen als im Wäschetrockner. (Vivian Werg)
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