Studie zeigt: Isometrisches Training senkt den Blutdruck noch besser als Ausdauersport
VonJuliane Gutmann
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Bewegung und gesunde Ernährung: Die besten Mittel, um Bluthochdruck auf natürlichem Wege zu behandeln. Isometrische Übungen eignen sich Forschenden zufolge besonders gut.
Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, betrifft Millionen von Menschen weltweit. Eine wirksame Methode zur Kontrolle ist regelmäßige körperliche Aktivität. Sportliche Betätigung stärkt das Herz-Kreislauf-System und fördert die Durchblutung. Durch regelmäßiges Training kann der Blutdruck gesenkt werden, da die Blutgefäße flexibler werden.
Dennoch sollten Bluthochdruck-Patienten vor Beginn eines Sportprogramms einen Arzt konsultieren und ihren Trainingsplan anpassen. Die Kombination aus gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport kann bei vielen Betroffenen bereits dazu beitragen, Bluthochdruck effektiv zu senken.
Lange galt moderater Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren als optimaler Blutdrucksenker. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Isometrisches Training zeigt noch bessere Effekte.
270 Studien mit insgesamt rund 16.000 Probanden wurden von den Wissenschaftlern analysiert, wie die Zeit informiert. Der Fokus lag auf verschiedenen Trainingsmethoden und deren blutdrucksenkender Wirkung. Verglichen wurden hier aerobes Training (Ausdauersport wie Schwimmen oder Radfahren), dynamisches Widerstandstraining (Krafttraining, bei dem die Muskelkontraktion zu einer Bewegung führt, z.B. Kniebeugen), kombiniertes Training (Kraft- und Ausdauerelemente im Wechsel), hochintensives Intervalltraining (hier wechseln sich kurze, sehr intensive Belastungsphasen mit weniger anstrengenden Phasen ab) und isometrisches Bewegungstraining (Kraftübungen, bei denen die Muskeln einfach nur angespannt werden; es findet keine Bewegung statt).
Das isometrische Training zeigte die besten blutdrucksenkenden Effekte. So konnte diese Art von Sport den oberen Blutdruckwert im Schnitt um 8 mmHg und den unteren Wert um 4 mmHg senken. Ausdauertraining senkte die Werte um rund 4,5 (oberer Wert) und 2,5 mmHg (unterer Wert). Die anderen Sportarten reduzierten die Blutdruckwerte zwar ebenfalls, aber nicht in diesem Maße.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.