Wie kommunizieren Katzen?

Katzensprache verstehen: Kater spricht unterschiedlich mit Artgenossen als mit Besitzerin

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Katzen miauen, aber nicht immer gleich. Ein Video zeigt, wie ein Kater seine Stimme ändert, wenn er mit seiner Besitzerin spricht. Was hat es damit auf sich?

Katzen sind faszinierende Geschöpfe, die oft als eigenwillig und mysteriös wahrgenommen werden. Ihre Kommunikation erfolgt auf vielfältige Weise. Zwischen dem Aufstellen des Schwanzes, hin zum zutraulichen Schnurren oder zum Miauen, das an Babygeschrei erinnert, ist alles dabei. Ein außergewöhnliches Video auf TikTok hat das Internet vor kurzem in Staunen versetzt und die Frage aufgeworfen, ob Katzen mit ihren Artgenossen anders „sprechen“ als mit ihren Besitzern.

@oriental_shorthair_squad

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Im Video, das vom Benutzer @oriental_shorthair_squad geteilt wurde, ist der Kater Keebler zu sehen. Die orientalische Kurzhaarkatze spaziert gemütlich durch das Wohnzimmer und scheint nach ihren Artgenossen zu rufen. Sobald Keebler jedoch seine Besitzerin erblickt, wechselt sich die Tonlage seines Miauens sofort. „Keeblers Stimme, wenn er mit Katzen spricht vs. wenn er mit mir spricht“, schreibt sie dazu.

Katze miaut unterschiedlich: Spricht sie mit Menschen anders?

Die Orientalische Kurzhaarkatze gehört zu den Rassen, die gerne mit ihren Menschen „reden“. (Symbolbild)

Videos von Katzen mit Sprachtalent kursieren öfter auf Social-Media-Plattformen. Dass die Samtpfoten ihr Miauen je nach Empfänger anpassen, ist aber neu. Doch sprechen Katzen tatsächlich untereinander oder ist das Miauen lediglich für uns Besitzer bestimmt? Wie die Wissenschaftlerin Susanne Schötz Spiegel.de erklärt, miauen Katzen, um die Aufmerksamkeit des Menschen zu erregen. Dabei würden sie die Betonung und die Melodie bewusst verändern. Mal tief, mal schrill oder mit abfallender Tonhöhe. Das Miauen variiert je nachdem, was die Samtpfoten ausdrücken wollen.

Die meisten Katzenbesitzer werden das wohl bestätigen. Die Samtpfoten können durchaus kommunikativ sein und machen sich bemerkbar, wenn Sie etwas haben möchten. Wir Menschen sind dann meistens in der Lage, die Katzen zu verstehen, wenn sie beispielsweise Futter oder Streicheleinheiten einfordern. Doch wie ist es bei der Kommunikation mit Artgenossen?

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Katzensprache verstehen: Wie kommunizieren Katzen untereinander?

Während Ihre Katze sich mit Ihnen gerne unterhält, scheint die Kommunikation mit anderen Katzen wortlos vonstattenzugehen. Katzen verwenden untereinander kaum Lautsprache zur Verständigung. Viel eher kommunizieren sie über Körpersprache oder auch Gerüche miteinander.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Laut Spiegel.de geben Katzen nur als Jungtiere Laute von sich. Das Miauen dient als Signal für das Muttertier, ihre Zitzen anzubieten. Wachsen die Kätzchen aber aus ihrem Kindesalter heraus, hören sie auf, über Lautsprache zu kommunizieren. Miaut Ihre Katze Sie also an, spricht sie in Babysprache mit Ihnen. „Baby voice for mommy“, schreibt ein User dazu unter dem Videoclip. Auch die Rasse beeinflusst, ob die Samtpfoten viel „sprechen“ oder nicht. Siamkatzen gelten beispielsweise als richtige Plaudertaschen. Was die Kätzchen uns auch sagen wollen, es sorgt bei Tierliebhabern für viel Unterhaltung.

Rubriklistenbild: © Zoonar/IMAGO

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