Mangelhafte Verschraubung

Riesen-Rückruf bei Mercedes wegen Brandgefahr: 340.000 Autos müssen in die Werkstatt

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Mercedes hat eine Rückrufaktion für seine GLE- und GLS-Modelle gestartet. Grund ist eine fehlerhafte Verschraubung, die zu einer Brandgefahr führen kann.

In der Welt der Automobilindustrie kommen Rückrufaktionen immer wieder vor: Sie dienen dazu, potenzielle Sicherheitsrisiken zu beseitigen, die während der Produktion eines Fahrzeugs entstanden sein könnten. Erst kürzlich musste Mercedes knapp 530.000 Fahrzeuge zurückrufen, weil bei den betroffenen Wagen die Lenkung ausfallen kann. Bereits kurz zuvor beorderten die Stuttgarter 75.000 Fahrzeuge wegen Brandgefahr in die Werkstätten. Nun muss der schwäbische Autobauer erneut mehr als 340.000 Fahrzeuge zurückrufen – auch hier besteht Brandgefahr.

Mercedes ruft GLE- und GLS-Modelle zurück: Weltweit knapp 341.000 Fahrzeuge betroffen

In diesem Fall hat Mercedes eine Rückrufaktion für seine GLE- und GLS-Modelle gestartet. Die betroffenen Fahrzeuge stammen laut der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) aus den Baujahren 2017 bis 2023. Weltweit sind 340.956 Fahrzeuge von diesem Rückruf betroffen, davon vermutlich 11.201 in Deutschland. Die KBA-Referenznummer für den Rückruf lautet „013687“ und der Hersteller-Code der Rückrufaktion ist „9190101“.

Mercedes ruft wegen Brandgefahr weltweit rund 341.000 Fahrzeuge der Modelle GLE (Foto) und GLS zurück.

Mercedes-Rückruf: Brandgefahr wegen einer fehlerhaften Kabelschuh-Verschraubung

Der Grund für den Rückruf ist laut KBA eine fehlerhafte Verschraubung des Kabelschuhs an der 48V-Massestelle unter dem Beifahrersitz, die sich im Montageablauf gelöst haben könnte und somit eine Brandgefahr darstellt. Bislang sind keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt. Die Abhilfemaßnahme des Herstellers sieht vor, dass die Verschraubung der Massestelle überprüft und gegebenenfalls korrigiert wird.

Die zehn seltensten Autos der Welt – und was sie kosten

Das wertvollste Auto der Welt: Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé.
Uhlenhaut-Coupé: Teurer als der Mercedes 300 SLR Coupé, benannt nach dem Ingenieur und Daimler-Benz-Vorstand Rudolf Uhlenhaut, ist kein anderes Auto auf der Welt. Es erzielte bei einer Versteigerung 135 Millionen Euro. Ein weiteres Exemplar des für Autorennen konzipierten, aber nie eingesetzten 302-PS-Wagens von 1955 steht (ohne Motor) im Stuttgarter Mercedes-Museum. © Mercedes-Benz AG – Communicati
Ferrari 250 GTO
Ferrari 250 GTO: Gerade mal 39 dieser Rennwagen wurden von 1962 bis 1964 produziert. Damals kostete das Coupe mit 301 PS starkem V12-Motor 18.000 US-Dollar – vor einigen Jahren erzielte ein von Stirling Moss pilotiertes Exemplar bei einer Auktion über 38 Millionen Dollar. Ein anderer Wagen soll sogar für 70 Millionen Dollar privat verkauft worden sein. © Simon West/Imago
Aston Martin DB4 GT Zagato
Aston Martin DB4 GT Zagato: 20 Exemplare der leichteren und verbesserten Version des normalen DB4 wurden Anfang produzierte Aston Martin Anfang der 60er-Jahre. Eines der 314 PS starken Coupés mit viel Alu-Teilen wurde vor Kurzem für 14,3 Millionen Dollar versteigert. © Ingo Wagner
Mercedes 300 SL Flügeltürer
Mercedes 300 SL Flügeltürer: 1.400 Coupés und 1.858 Roadster baute Mercedes von 1954 bis 1963 – die frühere, geschlossene Version mit den charakteristischen, nach oben schwingenden Türen ist also die rarere und auch höher gehandelte. Der bisherige Auktions-Höchstpreis des bis zu 240 PS starken Sechszylinder-Sportlers liegt bei 4,62 Millionen Dollar. © Oscar Gonzalez/Imago
Lamborghini Veneno
Lamborghini Veneno: Der (wie bei der VW-Tochter üblich) nach einem Kampfstier benannte Extremsportler wurde ab 2013 nur fünf mal gebaut. Die Leistung des V12-Motors ist mit 740 PS gar nicht mal besonders spektakulär, trotzdem fand der Roadster für die aufgerufenen 4,5 Millionen Dollar problemlos seine Käufer. © Lamborghini
Maybach Exelero
Maybach Exelero: 2005 war so einiges anders. Die Mercedes-Benz Group hieß noch DaimlerChrysler, Maybach agierte als eigenständige Marke – und baute für den Reifenhersteller Fulda diese Version der Luxus-Limousine mit 700 PS starkem V12-Motor. Gerüchten zufolge kaufte ein US-Rapper das Einzelstück, das immer mal in TV-Serien und Musik-Videos zu sehen war, für acht Millionen US-Dollar. © Mercedes-Benz
Jaguar XKSS
Jaguar XKSS: Nur 16 Exemplare dieses 237 PS leistenden Roadsters bauten die Briten 1956 und 1957. Hollywood-Star Steve McQueen erstand einen für vergleichsweise lächerliche 5.000 Dollar, der Wert dieses speziellen Exemplars wird heute auf 30 Millionen Dollar geschätzt. Schnäppchenjäger können den „Jag“ aber schon für 1,5 Millionen schießen. © Daniel Prest/Imago
Ferrari Testa Rossa
Ferrari 250 Testa Rossa: Der Rennwagen wurde 1957 bis 1961 in verschiedenen Varianten und mit bis zu 390 PS 34 mal gebaut. Der mittlerweile legendäre Name steht für die roten Zylinderköpfe. Das bislang teuerste Exemplar wurde für 39,8 Millionen US-Dollar versteigert. © epa ansa Benvenuti/Ho
BMW 507
BMW 507: Der ikonische Roadster von Designer Albrecht Graf von Goertz wurde 1956 bis 1959 nur 252 mal gefertigt. Mit 150 PS war er seinem direkten Konkurrenten, dem offenen Mercedes SL 300, zwar leistungsmäßig unterlegen, US-Stars wie Elvis Presley griffen trotzdem zu – sein Exemplar ist heute wieder in BMW-Besitz. Der Marktwert für gut gepflegte 507 liegt bei etwa zwei Millionen Dollar. © Imago
W Motors Lykan HyperSport
W Motors Lykan HyperSport: Der durch den Film „Furious 7“ bekannte, 792 PS starke Supersportler ist das einzige nicht europäische Auto dieser Liste – er stammt nämlich aus dem Libanon. Seit 2012 wurde er sieben mal gebaut, im Preis von 3,4 Millionen Dollar sind 420 Diamanten an den Scheinwerfern inbegriffen. © Ali Haider

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Es ist wichtig zu betonen, dass ein Rückruf-Schreiben an den Halter des Fahrzeugs keine Empfehlung, sondern eine verpflichtende Aufforderung ist. Kommt der Halter dieser Aufforderung nicht nach, kann das Fahrzeug stillgelegt werden. Mercedes hat unter 00800 12 777 777 eine Hotline eingerichtet, unter der sich betroffene Fahrzeughalter melden können.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz

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