Riesen-Rückruf bei Mercedes wegen Brandgefahr: 340.000 Autos müssen in die Werkstatt
VonSebastian Oppenheimer
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Mercedes hat eine Rückrufaktion für seine GLE- und GLS-Modelle gestartet. Grund ist eine fehlerhafte Verschraubung, die zu einer Brandgefahr führen kann.
In der Welt der Automobilindustrie kommen Rückrufaktionen immer wieder vor: Sie dienen dazu, potenzielle Sicherheitsrisiken zu beseitigen, die während der Produktion eines Fahrzeugs entstanden sein könnten. Erst kürzlich musste Mercedes knapp 530.000 Fahrzeuge zurückrufen, weil bei den betroffenen Wagen die Lenkung ausfallen kann. Bereits kurz zuvor beorderten die Stuttgarter 75.000 Fahrzeuge wegen Brandgefahr in die Werkstätten. Nun muss der schwäbische Autobauer erneut mehr als 340.000 Fahrzeuge zurückrufen – auch hier besteht Brandgefahr.
In diesem Fall hat Mercedes eine Rückrufaktion für seine GLE- und GLS-Modelle gestartet. Die betroffenen Fahrzeuge stammen laut der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) aus den Baujahren 2017 bis 2023. Weltweit sind 340.956 Fahrzeuge von diesem Rückruf betroffen, davon vermutlich 11.201 in Deutschland. Die KBA-Referenznummer für den Rückruf lautet „013687“ und der Hersteller-Code der Rückrufaktion ist „9190101“.
Mercedes-Rückruf: Brandgefahr wegen einer fehlerhaften Kabelschuh-Verschraubung
Der Grund für den Rückruf ist laut KBA eine fehlerhafte Verschraubung des Kabelschuhs an der 48V-Massestelle unter dem Beifahrersitz, die sich im Montageablauf gelöst haben könnte und somit eine Brandgefahr darstellt. Bislang sind keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt. Die Abhilfemaßnahme des Herstellers sieht vor, dass die Verschraubung der Massestelle überprüft und gegebenenfalls korrigiert wird.
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Es ist wichtig zu betonen, dass ein Rückruf-Schreiben an den Halter des Fahrzeugs keine Empfehlung, sondern eine verpflichtende Aufforderung ist. Kommt der Halter dieser Aufforderung nicht nach, kann das Fahrzeug stillgelegt werden. Mercedes hat unter 00800 12 777 777 eine Hotline eingerichtet, unter der sich betroffene Fahrzeughalter melden können.