Kurioser Schlafplatz

Katzenbaby aus Motorraum gerettet – warum sie sich oft an ungewöhnlichen Orten verstecken

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Ein Passant nimmt aus einem Auto klägliche Laute wahr und ruft die Polizei. Die Beamten öffnen die Motorhaube und bergen ein Kitten. Warum verstecken sich Katzen darin nur so gerne?

Da hat das süße Katzenbaby aber noch mal Glück gehabt: Wie die Landespolizeiinspektion Erfurt mitteilte, wurden Polizisten Mitte der Woche zu einem tierischen Notall gerufen. Ein aufmerksamer Passant nahm wimmernde Laute aus einem Auto wahr. Nachdem der Besitzer des Wagens ermittelt wurde, öffneten die Beamten die Motorhaube. Unter dem Motorblock erblickten sie ein schwarzes Katzenbaby. Die zutrauliche Samtpfote erholt sich jetzt erstmal im Tierheim von den Strapazen.

Warum verstecken sich Katzen eigentlich so gerne an ungewöhnlichen Orten?

Das schwarze Katzenbaby versteckte sich unter einer Motorhaube und konnte gerettet werden.

Geht es um das Auffinden von ungewöhnlichen Verstecken, dann sind Katzen wahre Meister darin. Sie haben eine bemerkenswerte Fähigkeit, sich an den verrücktesten und unerwartetsten Orten zu verkriechen. Ob unter der Motorhaube eines Autos oder in der hintersten Ecke des Hauses – sie scheinen geradezu eine Leidenschaft für das Verbergen an unkonventionellen Stellen zu haben. Aber warum ist das so?

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Die Neugier der Katzen

Ein wesentlicher Faktor dabei ist ihre angeborene Neugier. Katzen sind von Natur aus neugierige Wesen, die gerne ihre Umgebung erkunden. Dieses Verhalten stammt vermutlich von ihren wilden Vorfahren, die sich in der Natur oft frei bewegen mussten, um Nahrung zu finden und Gefahren zu vermeiden. Die Neugierde ermöglicht es ihnen, ihre Umgebung auf potenzielle Gefahren oder Verstecke zu untersuchen. Aus diesem Grund ziehen sie oft ungewöhnliche Orte in Betracht, weil die Neugierde sie dazu antreibt, unerforschte Bereiche zu erkunden.

Sicherheit und Wärme

Katzen haben eine Vorliebe für warme und geschützte Plätze. Die Motorhaube eines Autos bietet eine solche Umgebung. Wurde ein Auto bewegt, bleibt der Motorraum für eine gewisse Zeit warm, was eine bequeme und gemütliche Atmosphäre schafft. Der Motorraum kann auch vor Wind und anderen Witterungseinflüssen schützen. Allerdings birgt dieser Ort auch Gefahren, da Tiere unbemerkt eingeklemmt werden könnten, wenn das Auto gestartet wird. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Losfahren zu vergewissern, dass sich darunter kein Lebewesen versteckt.

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Katzen-Klatsch: Die Top Ten Hauskatzenrassen, die unsere Herzen erobern

Eine junge Britisch Kurzhaar Katze blickt mit großen Augen direkt in die Kameralinse.
Britisch Kurzhaar (BKH): Katzen der Rasse Britisch Kurzhaar wird nachgesagt, sie seien unkompliziert und hätten ein natürliches Wesen. Das macht sie besonders anpassungsfähig, liebevoll und tolerant. Sowohl für Singles als auch für Familien sind sie daher ein ideales Haustier. In der Regel vertragen sie sich mit Hunden und verhalten sich tendenziell rücksichtsvoll und ruhig. Auch als einzeln gehaltene Katze kommt sie problemlos zurecht – über einen Artgenossen freut sie sich natürlich genauso. Betagte oder übergewichtige Britisch-Kurzhaar-Katzen sind nicht gerade leicht zu motivieren, doch die Besitzer sollten sich Mühe geben: Bei unzureichender Beschäftigung kann diese Rasse schnell seelische Narben davontragen. © Panthermedia/Imago
Eine Norwegische Waldkatze hat sich auf den Rücken gerollt und blickt verschmust in die Kamera.
Norwegische Waldkatze: Diese Katzenrasse liebt die Gesellschaft von Menschen. Sie hat ein großes Kommunikationsbedürfnis und teilt sich ihren Menschen gerne über Gurrlaute mit. Norwegische Waldkatzen sind besonders temperamentvoll und bleiben auch im Alter sehr verspielt. Zwar sind diese Katzen auch für Haushalte mit Kindern geeignet, einzeln sollten sie jedoch nicht gehalten werden. Ihre Freiheitsliebe bei jeder Wetterlage sollten sich Norwegische Waldkatzen zumindest auf einem katzensicheren Balkon, im Optimalfall jedoch mit Zugang zur freien Natur ausleben dürfen. © agefotostock/Imago
Eine grau getigerte Maine Coon Katze läuft mit aufgestelltem Schwanz stolz neben einem Menschen her.
Maine Coon: Als vermutlich größte Hauskatze der Welt ist diese Rasse besonders beliebt. Mit einer Länge von bis zu 1,20 Metern sind Maine Coons echte Stubentiger. Sie lieben Gesellschaft und Aktivität, beispielsweise spielerische Interaktivität mit ihren Besitzern. Durch ihr sanftmütiges Wesen passt sie gut zu Familien mit mehreren Kindern, aber auch zu Hunden. Trotz ihrer großen und wilden Erscheinung ist sie besonders brav und liebt es, in Gesellschaft von Menschen zu sein. Mit ihrem unaufdringlichen Wesen bevorzugen die einen es, zu kuscheln, andere Maine Coons schätzen es eher, nur in der Nähe ihres Menschen zu sein. © Wirestock/Imago
Porträt einer Ragdoll Katze.
Ragdoll: Aufgrund ihrer besonderen Optik wirken Ragdolls wie lebendig gewordene Plüschkatzen. Doch das Wesen dieser schönen Tiere ist komplex: Einerseits werden sie als sehr sanftmütig und ruhig beschrieben, auf der anderen Seite kennt man die Rasse als außergewöhnlich verspielt und spaßbereit. Ihre neugierige, harmonische und anschmiegsame Art macht sie zu einem guten Gefährten für Kinder. Ragdolls mögen die Einsamkeit nicht, weshalb sie ihren Bezugspersonen wie ein Schatten folgen und sich über tierische Spielkameraden freuen. © Image Source/Imago
Eine Siamkatze sitzt mit einem goldenen Glöcken um den Hals auf dem Boden.
Siamkatze: Sie sind intelligent, charmant und besonders anhänglich. Ihre geschmeidige, muskulöse Erscheinung mit den charakteristischen blauen Augen und dem seidig glänzenden Fell bedeuten für viele Halter Liebe auf den ersten Blick. Die fordert sie mit ihrem starken Willen und einem hohen Durchsetzungsvermögen ein – denn teilen möchte sie ihren Menschen mit niemandem. Geschwister-Tiere sind bei der Siamkatze nicht erwünscht. Ihre Meinung hat im Haushalt außerdem einen hohen Stellenwert: Sie wird jederzeit und laut geäußert. © blickwinkel/Imago
Eine junge Bengalkatze liegt auf dem Rücken auf einem Autodach.
Bengalkatze: Bengalen sind noch im Besitz ihrer natürlichen Instinkte und sehr lebhaft. Sie lieben es, am Wasser zu sein und zu klettern. Ihr Bewegungsdrang machen einen großen Garten, zumindest aber eine geräumige Wohnung mit Kratzbaum und gesichertem Balkon erforderlich. Trotz ihrer Selbstständigkeit sind Bengalen sehr verspielt und lieben es, die Aufmerksamkeit ihrer Besitzer zu bekommen. Diese Rasse ist auffallend einfallsreich und schlau und benötigen daher genügend Abwechslung. Passt ihnen etwas nicht in den Kram, scheuen sie sich nicht davor, das auch zu äußern: Bengalkatzen sind sehr gesprächig. © agefotostock/Imago
Eine junge Savannah Katze ist in eine Decke ausgewickelt und schaut nur mit dem Kopf heraus.
Savannah Katze: Hochgewachsen, anmutig und schlank – so kennt man diese Rasse mit dem markanten Punktemuster. Mit ihren wilden Genen bevorzugt sie eine großräumige Umgebung und jede Menge Action. Als Freigänger sind Savannahs aufgrund ihres starken Jagdtriebs jedoch nicht geeignet. Die intelligente und soziale Katzenrasse ist für ihr Temperament und ihr Selbstbewusstsein bekannt. Um diese besonderen Eigenschaften nicht verkümmern zu lassen, sollten Besitzer mindestens einen Artgenossen mit ähnlichen Eigenschaften anschaffen.  © blickwinkel/Imago
Eine rötliche Perserkatze blickt mit engen Pupillen in die Sonne.
Perserkatze: Diese Rasse ist mit ihrem langen Fell, der dichten Unterwolle und dem buschigen Schwanz unverkennbar. Von der niedlichen Optik darf man sich allerdings nicht täuschen lassen: Perserkatzen haben einen starken Charakter und wissen sehr genau, was sie wollen – ihre Intelligenz kann auch mal in Dickköpfigkeit umschlagen. Dennoch wird ihre Persönlichkeit meist als ruhig, freundlich und zutraulich beschrieben. Die Perser weiß es jedoch zu schätzen, einen Kreis aus engsten Vertrauten um sich zu haben. Ihre gemütliche Ader kann sie auch als reine Wohnungskatze ausleben. Am glücklichsten ist eine Perserkatze mit ihrem eigenen Schlafplatz und endlosen Streicheleinheiten. © Shotshop/Imago
Eine Heilige Birma Katze steht vor Naturkulisse auf einem Holzzaun.
Heilige Birma: Diese hübsche Katzenrasse ist verschmust, sanft, liebevoll mit Kindern und anderen Haustieren und anhänglich. Sie hat eine verspielte und fröhliche Natur und fühlt sich auch als einzeln gehaltene Katze wohl, solange sie ausreichend Aufmerksamkeit und Schmuseeinheiten bekommt. © blickwinkel/Imago
Eine schwarz-weiße Katze sitzt zwischen abgemähten Strohhalmen auf einem Feld.
Hauskatze: Die Vielfalt an Hauskatzen ist groß. Jeder neue Wurf Hauskatzen bringt neue, überraschende Fellfarben hervor. Im Gegensatz zu Rassekatzen lässt sich das Wesen von Hauskatzen nicht vorbestimmen. Allen gemeinsam ist die große Freude an Bewegung, sie lieben ihre Unabhängigkeit und die Freiheit. © blickwinkel/Imago

Territoriales Verhalten

Katzen sind territoriale Tiere, und das Auswahlverhalten ihrer Verstecke kann oft auf ihr Bedürfnis nach einem geschützten Raum zurückgeführt werden. Unkonventionelle Orte wie Kleiderschränke, Kartons oder enge Regale ähneln den Höhlen, die sie in der Wildnis nutzen würden, um sich vor Raubtieren zu schützen. Die Auswahl solcher Verstecke ermöglicht es ihnen, sich sicher und wohl zu fühlen, während sie gleichzeitig die Umgebung beobachten können, ohne selbst gesehen zu werden.

Es gibt also unterschiedliche Gründe, warum Katzen ungewöhnliche Orte für ihre Verstecke wählen. Zudem spielt auch die individuelle Persönlichkeit und Erfahrung eine Rolle. Einige sind abenteuerlustiger als andere, und manche bevorzugen aufgrund ihrer Ängstlichkeit abgeschiedene Orte.

Insgesamt zeigt das Verhalten der Katzen bei der Wahl ihrer Verstecke, wie vielschichtig und interessant ihre Instinkte und Verhaltensweisen sind. Als Katzenliebhaber können wir ihre Bedürfnisse besser verstehen, indem wir ihre natürliche Neugier, ihr territoriales Verhalten und ihre Vorliebe für Wärme und Sicherheit berücksichtigen. Indem wir ihnen angemessene Rückzugsorte bieten und gleichzeitig auf potenzielle Gefahren achten, können wir sicherstellen, dass unsere tierischen Freunde glücklich und gesund bleiben.

Rubriklistenbild: © Landespolizeiinspektion Erfurt

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