Herzlos

„Wie kann man nur?“ – Stets treuer Hund mit 20 Jahren im Tierheim abgegeben

  • schließen

Herzzerreißende Aufnahmen eines 20-jährigen Hundes zeigen, wie traurig und verwirrt er dreinblickt, nachdem er in einem Tierheim abgegeben wurde.

Nachdem der Weimaraner Dax, fast zwei Jahrzehnte bei seinem Besitzer lebte, landete er nun in einem Tierheim in Florida. Das teilte kürzlich die Tierschutzorganisation Dog Ranch Rescue auf ihrem TikTok-Account. So berichten die Mitarbeiter: „Es ist unfassbar, wenn man sich vorstellt, dass ein liebevoller, loyaler, 20 Jahre alter Hund am Ende seiner Lebensspanne aufgegeben und verwirrt und untröstlich zurückgelassen wird.“

Denn gerade ältere Hunde haben es besonders schwer, eine neue Familie zu finden. Einige Organisationen stellten diesbezüglich sogar Schätzungen auf – ihnen zufolge sollen Senioren bis zu viermal länger in Tierheimen auf eine Adoption warten als jüngere Vierbeiner. Eine 108-jährige Dame jedoch dreht den Spieß einfach um und nennt Hunde als Grund für ihr hohes Alter.

Der Weimaraner Dax versteht die Welt nicht mehr – sein Herz ist gebrochen

@bigdogranchrescuefl 💙PLEASE WATCH-LISTEN-READ-SHARE This is DAX 🐾 a 20 year old Weimaraner surrendered by his owner and is now foster care with Big Dog Ranch Rescue. It is unfathomable to think about a loving loyal 20 year old senior dog, at the end of his life span, given up and left confused and heartbroken. 💔 Please let Dax’s story be a reminder of the responsibilities of being a dog owner, physically and emotionally. They are not just dogs-they are our children and our family memebers who love us unconditionally and remain forever loyal, asking for little in return. 💙Miracle Fund Donate: Link in Bio ☝🏻 🐾 Adopt: www.BDRR.org/adopt 🏠 Foster: foster.manager@bdrr.org 💚Donate: www.bdrr.org/donate 💲Venmo: @bigdogranchrescue 💰CashApp: @bigdogranchrescue 💵Zelle: finance@bdrr.org #bdrr #bigdogranchrescue #fyp #savedogs #trending #adoptme #dogrescue #viralvideo #adoptdontshop #shelterstories #seniordogrescue #Weimaraner #weimaranersoftiktok #weimaranerrescue #helpadoptme #miracledogs ♬ the winner takes it all - november ultra

Die Situation von Dax ist besonders herzzerreißend, wenn man bedenkt, wie viel Zeit er mit seinem Besitzer verbracht hat. Die Gründerin von Big Dog Ranch Rescue, Lauree Simmons ist besonders schockiert. „Es brach ihr das Herz, dass ein Hund in seinem Alter abgegeben wurde“, so ein Sprecher des Tierheims gegenüber Newsweek. „Als Lauree die Organisation Big Dog Ranch Rescue vor 15 Jahren gründete, begann sie mit der Rettung von Weimaranern. Sie hat eine besondere Liebe zu dieser Rasse, aber jetzt retten wir jeden Hund, der Hilfe braucht“.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters war das Tierheim jedoch davon überzeugt, dass Dax eine neue Familie finden würde. „Dax hat noch viel Leben und Liebe in sich. Er kann sich selbst auf ein Sofa setzen und auch wieder heruntersteigen und ist anfangs mit ein wenig Hilfe sicher auf den Beinen. Er liebt seine Spielsachen und Leckerlis und kommt gut mit anderen Hunden aus“.

Vom Welpenchaos bis zum Pfoten-Patscher: die 11 tollpatschigsten Hunderassen, die jeden zum Lachen bringen

Porträt eines Pekinesen, der auf der Wiese steht.
Der Pekinese zählt zu den sogenannten „Löwenhunden“: Einer Legende zufolge wurde Budda stets von gedrungenen Löwenhündchen begleitet, die sich in echte Löwen verwandeln konnten, wenn Gefahr in der Luft lag. Als dumm gilt der Pekinese heute vermutlich deshalb, weil er Fremde nicht sofort an sich heranlässt. Auch Befehle lässt er sich lieber zweimal durch den haarigen Kopf gehen. Obwohl er als störrisch und eigensinnig gilt, erweist er sich seinem Besitzer gegenüber als loyal und liebevoll. © Pond5/Imago
Ein Mastiff rennt durch den Garten, wobei sein Gesicht zu einer lustigen Grimasse verzogen wird.
Den Mastiff gibt es in mehreren Rassen. Aufgrund ihrer Größe, Stärke und Ausdauer wurden die Hunde ursprünglich als Jagd- und Wachhunde, aber auch als Kampfhunde eingesetzt. In manchen Bundesländern steht der Mastiff wegen seiner erhöhten Reizbarkeit auf der Rasseliste problematischer Hunderassen und sollte deshalb ausschließlich von erfahrenen Hundehaltern gehalten werden. Weshalb er in Statistiken als dumm klassifiziert wird, erschließt sich jedoch nicht. © alimdi/Imago
Eine alte Englische Bulldogge ist in der Natur unterwegs.
Ursprünglich als Kampfhunde gezüchtet, mussten die sogenannten Bullenbeißer gegen Bullen antreten. Neben einem geeigneten Körperbau brauchte die Englische Bulldogge dafür neben Aggressivität auch jede Menge Mut. Heute zählt sie nicht zu den hübschesten Hunderassen und ist als schwer erziehbar bekannt, auch weil sie Befehle nur bedingt befolgt. Sie deshalb als wahrhaft dumm zu bezeichnen, wäre jedoch ein Fehler: Die Englische Bulldogge ist eine liebenswerte, aufmerksame und treue Hunderasse. © Panthermedia/Imago
Ein Basset steht auf einer Wiese und blickt in die Ferne.
Der Basset, auch Basset Hound genannt, hat zwar kurze Beinchen, dafür aber eine umso feinere Nase. Als Spürhund erledigt er seine Arbeit nicht sonderlich zügig, beweist dabei jedoch eine außerordentliche Ausdauer. Hat er erstmal eine Fährte erschnüffelt, lässt er sich davon so schnell nicht mehr abbringen und reagiert oftmals eigensinnig – vermutlich mit ein Grund dafür, dass diese Hunderasse gerne als etwas dümmlich beschrieben wird. © Anka Agency International/Imago
Ein Beagle blickt mit großen Augen treu in die Kamera.
Auch beim Beagle ist sein Jagdtrieb vermutlich der Grund dafür, dass er als eher unintelligent eingestuft wird. Der lauffreudige Hund mit dem großen Selbstbewusstsein ist zwar aufgrund seiner schweren Erziehbarkeit nicht zu unterschätzen – doch sein Mut, seiner Ausdauer und seine Freundlichkeit haben ihm längst einen Platz als beliebter Familienhund beschert und das nicht zu Unrecht. Die Gassirunde mag hin und wieder durch plötzliche Jagdinstinkte unterbrochen werden, dumm ist der niedliche Beagle deshalb längst nicht. © imagebroker/Imago
Ein Barsoi steht mit der Rückseite zum Betrachter in einem Gewässer und blickt sich um. Seine Zunge hängt dabei raus.
Der Barsoi zählt zu den Windhunden und ist eines der schnellsten Landtiere der Welt. Vor allem die Rüden neigen dazu, sehr selbstbewusst zu werden. Seine Bewertung als unintelligent ist auf den starken Jagdtrieb zurückzuführen: Beim Gassigehen mit einem Barsoi kann es passieren, dass er plötzlich ausbricht, um zu jagen. Er gilt daher als unberechenbar, ist aber auch ein liebevoller und treuer Begleiter. © YAY Images/Imago
Ein Chow-Chow liegt im Garten auf einer Mauer und sonnt sich.
Dichtes, üppiges Fell wie ein Löwe und eine blaue Zunge: Die Optik des Chow Chows ist etwas Besonderes. Mit ihrem großen Selbstbewusstsein ist die Hunderasse aus China in der Haltung anspruchsvoller als andere Hunde. Aufgrund seines Drangs zur Unabhängigkeit, seiner Eigenwilligkeit und dem lückenhaften Gehorsam wurde der Chow Chow von Stanley Coren, einem Psychologieprofessor für Hunde, als nicht besonders intelligent bewertet. Seinen Besitzern ist der Chow Chow jedoch ein aufmerksamer, wachsamer und treuer Gefährte. Gut zu wissen: Mit ihrer Herkunft, die nachweislich weit über 1000 Jahre zurückreicht, gelten Chow Chows als sogenannte Hunde des Urtyps. © blickwinkel/Imago
Ein roter Basenji mit weißen Abzeichen vor einem ländlichen Hintergrund.
Stanley Coren zählt auch den Basenji mit zu den dümmsten Hunden. Und es stimmt: Diese Hunderasse kann wirklich dickköpfig sein. Ihr ausgeprägtes Temperament ist bei erfahrenen Hundebesitzern mit viel Geduld am besten aufgehoben. Doch wie dumm kann ein Hund, der bis heute mit indigenen Völkern im afrikanischen Busch lebt und dort als Jagdhund agiert, tatsächlich sein? Dass der Basenji nicht jeden Befehl sofort befolgt, wenn er ihn unter Umständen für sinnlos hält, versteht sich quasi von selbst. Unter Kennern punktet diese Hunderasse mit ihrer hypoallergenen Eigenschaft und ihrem sanften, treuen Charakter. © Pond5/Imago
Seitenansicht eines alten Bluthundes, der auf einem Teppich liegt und aus der Kamera schaut.
Zugegeben: Die Optik des Bloodhounds ist etwas gewöhnungsbedürftig. Doch seiner Bewertung als etwas dümmlich wird er bei Weitem nicht gerecht. Einige Hundekenner sind sogar der Meinung, dass die belgische Hunderasse unter allen Hunden die feinste Spürnase hätte. Fährten erschnüffelt er auch noch nach mehreren Tagen. Sein starker Trieb, diesen zu folgen, erfordert deshalb einen erfahrenen Hundeführer. Bei entsprechender Haltung wird sich der Bloodhound seinen Besitzern gegenüber als empfindsam und treu erweisen. © Cavan Images/Imago
Niedlicher Shih Tzu Hund im Sommergarten mit Schubkarre und Werkzeug.
Die Geschichte des Shih Tzu ist abenteuerlich: In seinem Herkunftsland Tibet hielten die tibetischen Mönche die Hunderasse bereits ab dem 7. Jahrhundert als Tempelhunde. Aufgrund seiner Sturheit und seiner Fähigkeit, eigenständig zu denken, befolgt der wuschelige Vierbeiner nur rund 30 Prozent der Kommandos und wird damit als „dumm“ beschrieben. Dabei überzeugen die charmanten Vierbeiner mit Fröhlichkeit und Verspieltheit. In den USA und Großbritannien werden Shih Tzus sogar erfolgreich als Therapiehunde eingesetzt. © Pond5/Imago
Ein Afghanischer Windhund liegt auf dem Rasen.
Der Afghanische Windhund gehört zu den angeblich dümmsten Hunden der Welt. Der niederländische Verhaltensforscher Frans de Waal jedoch hält den eigenständig denkenden Vierbeiner beispielsweise schlichtweg für zu intelligent, als dass er die Befehle des Menschen ausführen würde. © Panthermedia/Imago

Um so schnell als möglich eine passende Familie zu finden, veröffentlicht die Organisation das Video von Dax auf TikTok. Es wurde bereits mehr als über 70.000 Mal angesehen. Die Reaktionen darauf waren enorm: Viele Hundeliebhaber kommentierten das traurige Schicksal und boten Dax ein neues Zuhause an.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Top Ten fürs große Portemonnaie: Die teuersten Hunderassen der Welt

Die stolzen und würdevollen Rhodesian Ridgebacks wurden ursprünglich für die Jagd auf Großwild gezüchtet.
10. Die stolzen und würdevollen Rhodesian Ridgebacks wurden ursprünglich für die Jagd auf Großwild gezüchtet. Ihr typisches Kennzeichen ist der markante Haarkamm auf dem Rücken. Für einen reinrassigen Welpen zahlt man zwischen 1.500 und 2.000 Euro. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Der Cavalier King Charles Spaniel war beim britischen Hochadel extrem beliebt.
9. Der Cavalier King Charles Spaniel war beim britischen Hochadel extrem beliebt. Er ist ein liebevoller Begleithund und kostet rund 1.500 Euro. Für einen besonderen Welpen aus einer Show-Linie kann man jedoch gut und gerne 3.000 Euro ausgeben. Jedoch sollte man auf einen guten Züchter wert legen, da die Rasse zu Erbkrankheiten neigt. (Symbolbild) © Wirestock/Imago
Das Löwchen oder auch Petit Chien Lion ist mittlerweile eine eher seltene Hunderasse aus Frankreich.
8. Das Löwchen oder auch Petit Chien Lion ist mittlerweile eine eher seltene Hunderasse aus Frankreich. Die Hunde sind äußerst liebenswürdig, aktiv und sehr freundlich und sind für rund 1.800 Euro zu haben. Für manche Zuchttiere müssen jedoch auch mehrere tausend Euro ausgegeben werden. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Der Akita ist eine alte Hunderasse aus Japan.
7. Der Akita ist eine alte Hunderasse aus Japan. Er gilt als sehr eigenständig und selbstbewusst. Als legendär gilt die Treue zu seinen Menschen. Der wohl berühmteste Akita ist „Hachiko“ aus dem gleichnamigen Film. Für einen Vertreter dieser Rasse muss man mit rund 2.500 Euro rechnen. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Der Chow Chow zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt und gehört zur Gruppe der asiatischen Spitze.
6. Der Chow Chow zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt und gehört zur Gruppe der asiatischen Spitze. Durch sein flauschiges Fell sieht er einem Löwen ein wenig ähnlich. Sein Merkmal ist auch die blaue Zunge. Er kostet rund um die 2.500 Euro. Show-Hunde und Hunde, die für die Zucht verwendet werden, kosten wesentlich mehr. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Die eleganten und edlen Windhunde sind relativ selten und können deswegen sehr teuer werden.
5. Die eleganten und edlen Windhunde sind relativ selten und können deswegen sehr teuer werden. Ein seriöser Züchter kann schon mal 2.500 Euro für einen Saluki verlangen. Hunde aus einer reinen, arabischen Zucht können um ein Vielfaches teurer sein. Rund 10.000 bis 12.000 Euro dürfen eingeplant werden. (Symbolbild) © João Almeida/Imago
Die selbstbewussten und eigenständigen Samojeden erinnern ein wenig an einen großen Spitz.
4. Die selbstbewussten und eigenständigen Samojeden erinnern ein wenig an einen großen Spitz. In Russland wurden sie als Schlitten-, Hüte-, und Wachhund eingesetzt. Doch auch als liebevoller Familienhund ist er gut geeignet. Für ihn muss man rund 5.000 Euro einplanen. Und je weißer das Fell, umso höher steigt der Preis. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
Der Kanadische Eskimohund ist nicht unbedingt ein Vierbeiner fürs Sofa.
3. Der Kanadische Eskimohund ist nicht unbedingt ein Vierbeiner fürs Sofa. Die Rasse ist auf eine Arbeit als Schlittenhund ausgelegt. Sie sind extrem robust. Kein Wunder. Schließlich müssen sie mit einem arktischen Klima klarkommen. Sie zählen mit zu den teuersten Hunden der Welt. Um die 5.000 Euro muss man für sie ausgeben. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Der aus Malta stammende Pharaonenhund überzeugt durch seine anmutige und edle Erscheinung und erinnert ein wenig an den ägyptischen Gott Anubis.
2. Der aus Malta stammende Pharaonenhund überzeugt durch seine anmutige und edle Erscheinung und erinnert ein wenig an den ägyptischen Gott Anubis. Er ist ein passionierter Jäger und benötigt viel Auslauf. Da er sehr selten vorkommt, muss man für ihn mit rund 6.000 Euro rechnen. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Als der teuerste Hund der Welt gilt der Tibet Mastiff, der auch als Do Khyi bezeichnet wird.
1. Als der teuerste Hund der Welt gilt der Tibet Mastiff, der auch als Do Khyi bezeichnet wird. Die Herdenschutzhunde stammen aus China und wirken durch ihre imposante Erscheinung äußerst majestätisch. Einige der Hunde werden in tibetischen Klöstern als Wachhunde eingesetzt, andere gelten als beliebtes Statussymbol. So wurde ein besonderer Rüde für rund 1,4 Millionen Euro ersteigert. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

„Ich verstehe nicht, wie jemand seinen Hund loswerden kann“, sagt ein User. „Besonders in diesem Alter.“ Ein zweiter fügt hinzu: „Ich würde nie einen meiner Lieblinge abgeben, egal in welcher Situation.“ Und ein dritter ergänzt: „Wie kann das nur jemand tun“?

Doch Dax hatte Glück im Unglück: Nachdem er einige Zeit bei einer Pflegefamilie verbracht hat, wurde er von einer neuen Familie adoptiert, wo er zusammen mit mehreren Hundegeschwistern leben wird.

Die Organisation will damit auf zwei wichtige Dinge hinweisen

„Die Adoption älterer Hunde kann sehr lohnend sein, und da viele von ihnen einen sanften Charakter haben, sind sie die perfekten Gefährten“, so die Sprecherin des Tierheims.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Zweitens haben Hundebesitzer die Verantwortung, für ihre Tiere körperlich und seelisch zu sorgen. „Sie sind nicht einfach nur Hunde – sie sind unsere Kinder und unsere Familienmitglieder, die uns bedingungslos lieben und für immer treu bleiben, ohne etwas dafür zu verlangen“.

Rubriklistenbild: © TikTok (bigdogranchrescuefl)

Kommentare