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Schon vor dem Ende des Nebenkostenprivilegs sperrt Vodafone TV-Kabel-Anschlüsse. Eine Liste zeigt, in welchen Städten. Es sind einige.
Hamm - Ein mehr als zwei Jahre alter Beschluss der Bundesregierung versetzt TV-Kunden in Aufregung. Zum 1. Juli 2024 fällt in Deutschland das sogenannte Nebenkostenprivileg. Das Kabelfernsehen darf nach diesem Stichtag nicht mehr über die Mietnebenkosten abgerechnet werden. Millionen Mieter sind von der Änderung des Telekommunikationsgesetzes betroffen, ihnen droht im Sommer ein schwarzer Bildschirm.
Nebenkostenprivileg endet: Vodafone sperrt Kabel-TV-Anschlüsse in ersten Städten
In einigen Städten hat Vodafone bereits jetzt Kabelanschlüsse abgestellt, wie das das Unternehmen mitteilt. Mieter schauen laut wa.de dort bereits in die Röhre, wenn auch nicht flächendeckend, sondern nur an einzelnen Adressen. Betroffen sind laut Vodafone mehrere Wohngebäude in folgenden Bundesländern und Orten*:
*Quelle: Presseportal Vodafone, Stand 27. März
Zur Begründung schreibt Vodafone: „Besteht für den Empfang von Kabelfernsehen in bereits umgestellten Wohnobjekten kein Vertrag zwischen Mieter und Vodafone, liegt eine ungerechtfertigte Nutzung vor. Und das kann zur Sperrung des Anschlusses und schließlich einem schwarzen Bildschirm führen.“ Dies war in Mehrfamilienhäusern in den genannten Städten der Fall. Daher die Sperrung der Kabelanschlüsse. „Die Deaktivierung von Kabelanschlüssen erfolgt vor Ort durch Techniker – beispielsweise an den Hausverteilern im Keller“, erklärt Vodafone etwa zu den Abschaltungen in Münster.
Ende des Nebenkostenprivilegs: Weiter mit Kabel, Satellit oder Streaming
Mieterinnen und Mieter, die auch nach dem Ende des Nebenkostenprivilegs zum 1. Juli weiter über Kabel fernsehen möchten, müssen einen Einzelvertrag mit einem Kabelnetzbetreiber wie Vodafone abschließen oder auf eine Alternative zu Kabel-TV umsteigen. Es gibt mehrere Wege, wie man sich lineares Fernsehen – also die großen Sender wie etwa ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben – auf den heimischen Fernseher holen kann. Auch Satellitenfernsehen ist eine Option, ebenso die Antenne (DVB-T2), vor allem aber Fernsehen über das Internet (IPTV). Bei letzterem kommt das Signal entweder über einen internetfähigen Receiver direkt auf deinen Bildschirm oder per TV-App.
Mieter, die längst über die anderen Wege als Kabel das TV-Programm schauen, müssen nichts weiter tun. Sie dürfen sich dank Abschaffung des Nebenkostenprivilegs einfach darüber freuen, dass sie künftig nicht mehr für eine Leistung zahlen, die sie ohnehin nicht nutzen.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Piero Nigro
