Winterhilfe für Vögel

Vogelhäuschen füllen und anbringen – fünf Tipps

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Sie können Vögeln im Winter helfen, indem Sie das richtige Futter wählen und das Vogelhäuschen an einem geeigneten Ort aufstellen.

In der kalten Jahreszeit sind Vögel auf unsere Hilfe angewiesen. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und weniger naturbelassene Flächen verlieren sie natürliche Nahrungsquellen. Die Winterfütterung wird somit zu einem wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt.

Der richtige Zeitpunkt der Fütterung

Vogelhäuschen unterstützen die gefederten Tiere vor allem im Herbst und Winter.

Vögel sollten bereits im Spätsommer an Futterstellen gewöhnt werden, um Energieverluste im Winter zu vermeiden. Ein meisengroßer Vogel verliert in einer Winternacht bis zu zehn Prozent seines Körpergewichts, weshalb er auf eine kontinuierliche Nahrungsquelle angewiesen ist, wie Servus berichtet.

Die optimale Futterstelle gestalten

Eine gut gestaltete Futterstelle sollte eine Kombination aus Vogelhaus, Futtersilos und Bodenfütterung umfassen. Diese Vielfalt berücksichtigt die unterschiedlichen Fressgewohnheiten der Vögel. So nehmen einige Arten ihre Nahrung nur am Boden auf. Beachten Sie, dass Ratten und Mäuse Vogelhäuser, die auf einem Holzpfahl angebracht sind, einfacher plündern können.

Von weit her: Diese neuen Vogelarten haben in Deutschland ein Zuhause gefunden

Bienenfresser (Merops apiaster) Paar sitzt schnäbelnd auf einem Ast in Deutschland
Der farbenprächtige Bienenfresser brütet an Gewässern oder in Kiesgruben. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen kommt er inzwischen häufiger vor. © blickwinkel/Imago
Nahaufnahme des Seidensängers (Cettia cetti) auf Baumstumpf
Der Seidensänger ist erst seit wenigen Jahren ein regelmäßiger Brutvogel Deutschlands, mit Vorkommen vor allem in Nordrhein-Westfalen. Auch in Bayern wird er immer häufiger beobachtet. Trotz seines wohlklingenden Namens ist sein Gesang sehr laut und wenig harmonisch. © Dreamstime/Imago
Junge Zwergohreule (Otus scops) sitzt auf einer Hand.
Die Zwergohreule (Otus scops) wird nur bis zu 21 Zentimeter lang. In den Mittelmeerländern ist die wärmeliebende Art häufiger, seit Kurzem ist sie mit sehr wenigen Paaren aber auch in Deutschland als neue Brutvogelart anerkannt. © Pond5 Images/Imago
Zwergscharbe Microcarbo pygmaeus auf Ast
Die zu den Kormoranen zählende Zwergscharbe (Microcarbo pygmaeus) hat seit 2021 in Deutschland reichlich Wasser gewonnen: In fast allen Bundesländern wurde der Vogel nachgewiesen und brütet hier inzwischen sehr erfolgreich in der Nähe von Schilf und Binnengewässern. © AGAMI/Imago
Kranich-Paar (Grus grus) steht in einer Wiese in Niedersachsen.
Der bis Ende des 19. Jahrhunderts heimische Kranich (Grus grus) ist inzwischen in Norddeutschland wieder eine etablierte Art mit mehreren Tausend Brutpaaren. Auch in Bayern gibt es einige Revier- und Brutpaare, die im Winter hierbleiben. © imagebroker/Imago
Blauracke (Coracias garrulus) sitzt in Gras
Die Blauracke (Coracias garrulus) ist wieder da: Vor 200 Jahren war sie in ganz Deutschland verbreitet, Mitte der 70er-Jahre galt der Vogel hierzulande als ausgestorben. Sei einigen Jahren gibt es in ein paar Bundesländern wieder vereinzelte Brutvögel. © Pond5 Images/Imago
Zwei Wiedehöpfe (Upupa epops) auf Ast
Den Wiedehopf (Upupa epops) können Sie gar nicht übersehen. Der wärmeliebende Vogel profitiert vom Klimawandel, benötigt aber geeignete Nistplätze wie alte Obstbäume und Großinsekten als Nahrung, die manchmal rar sind. © McPHOTO/Imago
Singschwan (Cygnus cygnus) auf Wasser
Der Singschwan (Cygnus cygnus) ist ursprünglich in der Tundra und Taiga heimisch, seit 2005 brüten auch hierzulande mehrere hundert Paare. © Agami/Imago
Grünlaubsänger (Phylloscopus trochiloides) sitzt auf Ast.
Der unscheinbare Grünlaubsänger (Phylloscopus trochiloides) ist nur schwer zu entdecken. Er lebt recht versteckt in Misch- und Laubwäldern, brütet aber inzwischen auch an Steilküsten, zum Beispiel auf Helgoland.  © AGAMI/Imago
Gleitaar (Elanus caeruleus) auf Ast
In den Savannen Afrikas und Asiens ist er weit verbreitet, aber in Deutschland noch sehr selten: Der Gleitaar (Elanus caeruleus) aus der Familie der Habichtartigen wurde in den letzten Jahren häufiger gesichtet.  © Agami/Imago

Verschiedene Futterarten anbieten

Um den unterschiedlichen Nahrungsbedürfnissen gerecht zu werden, sollten verschiedene Futterarten angeboten werden. Streufutter mit Sonnenblumenkernen, Fettfutter und (selbstgemachte) Meisenknödel sind ideal. Essensreste sind hingegen tabu, warnt Servus.

Hygiene an der Futterstelle

Regelmäßige Reinigung der Futterstelle ist entscheidend, um Krankheiten zu vermeiden. Einmal pro Woche sollte das Vogelhaus mit kochendem Wasser gereinigt werden.

Enten, Blesshühner und Schwäne benötigen im Winter normalerweise keine zusätzliche Fütterung, außer bei extremen Wetterbedingungen.

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Futter gut sichtbar verteilen

Um Vögel anzulocken, die am Boden nach Nahrung suchen, sollte das Futter gut sichtbar verteilt werden. Dies kann laut NABU auf kleinen Holzbrettchen oder Tonschalen unter dem Vogelhaus geschehen. Experten empfehlen eine Ganzjahresfütterung, um die Vogelpopulation zu unterstützen. Dies hilft den Vögeln, mehr Junge durchzubringen und früher zu brüten, so Servus.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/Imago

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