Ab 2025

Volkswagen plant ID. Tiguan: Beliebter SUV bekommt Elektro-Erben

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Auch der VW Tiguan wird ab 2025 elektrisch. Der ID-Erbe soll auf der neuen MEB+-Plattform beruhen und in Wolfsburg gebaut werden.

Seit dem Abgang von Herbert Diess hat sich bei Volkswagen einiges getan. Zusammen mit Markenchef Thomas Schäfer hat der neue starke Mann in Wolfsburg die Elektrostrategie auf links gedreht. Das betrifft auch den beliebten SUV VW Tiguan, der nun einen elektrischen ID-Erben bekommt.

Ab 2025 soll der vollelektrische SUV die Produktpaletten rund um den ID.4 und ID.5 ergänzen. „Wir wollen so unsere Marktposition weiter ausbauen und den Kundinnen und Kunden Fahrzeuge von hoher Qualität bieten, die sie gewohnt sind“, sagte VW-Chef Schäfer.

Ab 2025 wird auch der Tiguan Teil der ID-Familie. Aber mit einem eigenständigen Look.

Volkswagen plant ID. Tiguan: Beliebter SUV bekommt Elektro-Erben

Der Elektro-Tiguan soll dann auf der modifizierten Modularen Elektroplattform (MEB+) aufbauen und mit den neuen Einheitsakkus aus der konzerneigenen Fertigung in Salzgitter bestückt werden. Um das Elektroauto in Wolfsburg fertigen zu können, nimmt Volkswagen eine halbe Milliarde Euro für den Umbau in die Hand.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

„Der MEB hat noch viel Potenzial. Unser Ziel ist es, die Plattform auf das nächste Level zu heben. Dafür investieren wir substanziell in ihre Aufwertung. Mit dem MEB+ sind wir dann für die nächsten Jahre hervorragend aufgestellt“, erklärte VW-Chef Schäfer in einer Mitteilung des Konzerns. 

Volkswagen plant ID. Tiguan: Neue Designsprache für Elektroautos

Allerdings soll der Elektro-Tiguan kein ID-Design bekommen, wie Auto, Motor und Sport berichtet. Stattdessen wird bei Volkswagen derzeit eine E-Designlinie entwickelt, die sich am klassischen Fahrzeugdesign orientiert. Heißt: Der ID. Tiguan könnte dem bisherigen SUV optisch ähneln. Ähnlich dürfte es auch beim ebenfalls geplant ID. Golf aussehen.

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Volkswagen handelt dabei aber auch ein stückweise aus der Not heraus, denn der neue SSP-Baukasten verzögert sich. Zeitgleich sind die Modelle, die auf dem MEB basieren, bald nicht mehr konkurrenzfähig und das ID-Design intern umstritten. So bekommt der ID.3 im kommenden Jahr bereits ein Facelift. Mit bekannten und beliebten Namen wie Tiguan, Golf und Polo hat man nun die Chance, ein neues konservativeres Design für Stromer zu testen.

Rubriklistenbild: © Volkswagen

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