Sicherheitsabstand zum Vordermann gewahrt? Die Zwei-Sekunden-Regel kann helfen
VonAnne Hund
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Um den richtigen Sicherheitsabstand einzuhalten, rät der ADAC zur sogenannten Zwei-Sekunden-Regel. Die Experten erklären, wie es funktioniert.
Im Herbst wird es auf den Straßen wieder rutschiger. Autofahrer sollten entsprechend vorsichtig fahren. Auf nasser Fahrbahn verlängere sich der Bremsweg bei einer Vollbremsung mit 50 Kilometern pro Stunde im Vergleich zu trockenem Asphalt von 11 auf 20 Meter, wie der ADAC Nordrhein betont. Wenn zudem noch Herbstlaub oder verlorenes Erntegut (in ländlichen Gebieten) auf schon feuchte Straßen fallen, entstehe eine rutschige Mischung. In solchen Situationen könnten die Reifen den direkten Kontakt zur Straße verlieren. „Auch Sicherheitsassistenten wie ESP und ABS kommen in diesem Fall rasch an die Grenze des Machbaren“, sagt der ADAC-Technik-Experte Andreas Kaurisch laut der Mitteilung.
Sicherheitsabstand zum Vordermann: Zwei-Sekunden-Regel kann helfen
Um den richtigen Sicherheitsabstand einzuhalten, rät der Automobilclub zur sogenannten Zwei-Sekunden-Regel. „Dabei sucht man sich einen markanten Punkt am Fahrbahnrand. Wenn das Fahrzeug vor einem diesen Punkt passiert hat, einfach langsam ‚21, 22‘ zählen. Erst dann sollte man selbst an dieser Stelle vorbeifahren. Sonst ist der Abstand zu gering“, erklärt der ADAC-Fachmann laut der Mitteilung.
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Mehr Abstand etwa bei Nebel – ADAC erklärt Faustformel
Wenn es etwa regnet oder schneit, sollte man darüber hinaus für zusätzlichen Abstand zum Vordermann sorgen. Besonders in den Morgen- und Abendstunden könnten im Herbst plötzlich auftretende Nebelbänke die Sichtverhältnisse stark beeinträchtigen, betont der ADAC zudem. Ab Sichtweiten unter 50 Metern gelte die Faustformel: Mindestabstand in Metern ist gleich Geschwindigkeit. „Bei Tempo 50 sollte man also mindestens 50 Meter Abstand halten. Das ist genau die Distanz zwischen zwei Leitpfosten am Straßenrand“, so der ADAC-Experte laut der Mitteilung.
Wenn das Auto trotz angepasster Fahrweise ins Rutschen gerät, empfiehlt der ADAC Nordrhein folgende vier Schritte: Fuß vom Gaspedal nehmen, auskuppeln, gefühlvoll gegenlenken und bremsen. Mit etwas geringerer Geschwindigkeit lasse sich das Auto oft schon wieder besser kontrollieren. Reagiere das Fahrzeug nicht mehr, helfe nur eine Vollbremsung. Grundsätzlich gilt, wie der ADAC ebenfalls in der Mitteilung betont: Langsameres Fahren reduziert die Rutschgefahr.