Für unter 25.000 Euro

VW gibt bei Billig-Stromer Gas: ID.2 wird „noch besser“ als Konzept

  • schließen

Mit dem Konzept ID. 2all hatte VW einen Ausblick auf seinen Billig-Stromer gegeben. Die Premiere der Serienversion wurde für 2025 erwartet. Doch nun geht alles ganz schnell.

Für den Erfolg des Elektroautos ist vor allem eines wichtig: bezahlbare Modelle für unter 25.000 Euro. Citroën schickt hier den neuen C3 ins Rennen und auch Renault hat mit dem 5 E-Tech Electric einen günstigen Stromer im Angebot. Nur bei VW sucht man noch vergebens. Erst im Herbst 2025 wurde mit der Premiere des ID.2 gerechnet, der Marktstart sollte dann 2026 folgen. Reichlich spät. Doch nun geht es deutlich schneller.

„Viel Rückenwind für die Serienversion“: VW ID.2 bleibt nah an Studie

Noch 2024 soll das Elektroauto auf Basis der Studie ID. 2all vorgestellt werden. Das Design des Serienmodells wurde bereits abgeschlossen. Andreas Mindt, der Designchef von Volkswagen, sagte dem britischen Magazin Autocar, dass das endgültige Modell „noch besser“ sei als das Konzept.

VW will mit dem ID.2 wieder einen echten Volkswagen auf den Markt bringen – die Studie ID.2all gibt einen ersten Ausblick.

Das Designteam von Volkswagen habe hart daran gearbeitet, die Ästhetik und Maße des Konzeptfahrzeugs beizubehalten. Eine positive Reaktion auf das Konzept des ID.2all habe dem Team „viel Rückenwind für die Serienversion“ gegeben, sagte Mindt. „Ich konnte jeden um mich herum fast zwingen, indem ich sagte: ‚Schaut euch das Feedback an. Wir müssen das in die Realität umsetzen. Was immer ihr sagt – Geld sparen, was auch immer – ich will dieses Design‘.“

ID.2 bekommt Crossover-Ableger und GTI-Version

Der ID.2 wird das erste Modell auf der neuen MEB Entry-Plattform sein, die speziell für kleinere Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Neben dem Standardmodell wird es auch eine GTI-Variante des ID.2 geben, die 2026 vorgestellt werden soll. Diese wird sich am Design des ID. GTI-Konzepts orientieren, das im Vorjahr gezeigt wurde.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Außerdem plant VW ein höher gelegenes Crossover-Modell namens ID.2X, das 2025 auf den Markt kommen soll. Laut Mindt wird das Design des ID.2X „aufrechter und selbstbewusster“ sein. Der Cupra Raval und ein SUV von Skoda werden ebenfalls auf der neuen Plattform aufbauen.

VW ID.2 schafft bis zu 450 Kilometer

Mit einer Länge von 4050 Millimetern ist der ID.2 etwas kürzer als der aktuelle Polo, bietet jedoch durch einen längeren Radstand von 2600 Millimetern mehr Innenraum. Der Kofferraum fasst 490 Liter und kann durch umklappbare Rücksitze auf 1330 Liter erweitert werden.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter.

Die Plattform ermöglicht die Nutzung von zwei Batteriegrößen – 38 kWh und 56 kWh. Die größere Batterie soll eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern bieten, während die kleinere Batterie weniger weit pro Ladung kommen wird. Volkswagen beschreibt den Antriebsstrang, die Batterie und die Ladetechnik als „besonders effizient“.

Rubriklistenbild: © VW

Kommentare